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Sonntag, 29. Oktober 2017 05:41 Uhr

Arzt-Patienten-Seminare im Rahmen der Herzwoche der Deutschen Herzstiftung

Bettina Sturm, ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung, Hans-Jürgen Nolte von der AOK NordWest und die Kardiologen Dr. Martin Buerschaper und Dr. Eckhard Sorges (v.l.) engagieren sich für alle Patienten mit einem schwachen Herzen.

Kreis Höxter (red). Die Deutsche Herzstiftung hat die Herzschwäche (Herzinsuffizienz) zum Thema der Herzwochen 2017 gewählt. In Deutschland wird die Zahl der Patienten mit Herzschwäche auf 2 bis 3 Millionen geschätzt: 300.000 Betroffene kommen jedes Jahr neu hinzu, mindestens 50.000 sterben jährlich an dieser Krankheit.

Früher stand man der Herzschwäche fast hilflos gegenüber. Inzwischen sind große Fortschritte erzielt worden, die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig. Allerdings ist es ein großes Problem, dass die Patienten die Herzschwäche und die damit verbundenen Beschwerden wie Leistungsabfall, Atemnot, geschwollene Beine, nächtliches Wasserlassen oft als altersbedingt resigniert hinnehmen und gar nicht darauf kommen, dass dagegen etwas getan werden kann.

Jeder, der unter Atemnot leidet, sollte den Arzt aufsuchen, um zu klären, ob eine Herzschwäche die Ursache ist. Denn je früher eine Herzschwäche erkannt und behandelt wird, desto größer sind die Chancen, sie wirksam zu bekämpfen. Gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung führen die Praxis Drs. Buerschaper/ Avenhaus in Höxter und die Kardiologie des St. Ansgar Krankenhauses Höxter im November 2017 wieder eine Aufklärungskampagne zur Herzschwäche durch. Unterstützt werden sie dabei von der Selbsthilfegruppe für Herz- u. Kreislauf-Erkrankte im Kreis Höxter und mit der BSG- Borgentreich. Ziel der Vortragsreihe ist, über den heutigen Stand der Medizin auf diesem Gebiet zu informieren und die Lebensqualität und Lebenserwartung der Betroffenen zu verbessern.

Die Hauptursachen für das schwache Herz sind der Bluthochdruck, die koronare Herzkrankheit, bei meist älteren Patienten die Herzklappenerkrankungen, seltener Herzmuskelentzündungen nach viralen Infekten oder angeborene oder erworbene Herzmuskelerkrankungen, die eine andere Ursache haben.

Besonders betroffen sind ältere Menschen. 10 bis 20Prozent der über 70jährigen haben ein schwaches Herz, die Sterberat ist sehr hoch. Dementsprechend wurde viel geforscht und es sind in den letzten Jahren große Fortschritte in der Therapie erzielt worden.

Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig. Sie umfassen Medikamente, Bewegung als Therapie, elektrische Instrumente wie spezielle Herzschrittmacher zur Verbesserung der gestörten elektrischen Leitung in der Herzkammer (Resynchronisationstherapie), Schutz vor dem plötzlichen Herztod durch den ICD/Defibrillator, Telemedizin, schonende minimalinvasive Herzklappenoperationen oder sogar "künstliche Herzen" als Überbrückung bis zur Herztransplantation.

Dass viele Patienten trotz immer besserer Therapiemöglichkeiten keine optimale Behandlung erhalten, liegt häufig daran, dass diese Möglichkeiten zu wenig bekannt sind.

Mit der Unterstützung der AOK und der BARMER werden durch die Kardiologen aus dem St. Ansgar Krankenhaus Höxter in Kooperation mit der kardiologischen Schwerpunktpraxis Drs. Buerschaper/ Avenhaus fünf Veranstaltungen in Höxter, Beverungen, Brakel, Borgentreich und Steinheim angeboten.

"Informationen zum Thema Herzschwäche sind wichtig, denn nur der aufgeklärte Patient erkennt die Notwendigkeit, sich um seine Erkrankung selber zu kümmern. Tägliches Wiegen zur Kontrolle, ob sich zu viel Wasser sich im Körper einlagert, und natürlich die Eigenkontrolle der regelmäßigen Medikamenteneinnahme sind vorrangig zu nennen", so Dr. Eckhard Sorges, Chefarzt der Medizinischen Klinik I (Kardiologie/ Angiologie) des Klinikum Weser-Egge, Standort St. Ansgar Krankenhaus in Höxter.

"Gerne werden die Wassertabletten weggelassen, da das häufige Wasserlassen lästig im Alltag ist", ergänzt der Kardiologe Dr. Martin Buerschaper. Die Folgen sind häufige Krankenhauseinweisungen, die zu hohen Kosten für die Krankenkassen führen.

"Eine regelmäßige Medikamenteneinnahme mit einem optimal eingestellten Blutdruck, eine gezielte Therapie mit speziellen Herzschrittmachersystemen bei ausgewählten Patienten, die Versorgung von Herzklappenfehlern oder Engstellen im Bereich der Herzkranzarterien und eine herzfrequenz-bremsende Therapie haben gezeigt, dass wir das Leben von Patienten mit einer Herzschwäche nicht nur deutlich verbessern können, sondern es auch verlängern können", so Dr. Eckhard Sorges.

Infokästchen

Termine Arzt-Patienten-Seminare:

Höxter - Hotel Niedersachsen:

4.11.2017, 10:00-12:30 Uhr

Borgentreich - Katholisches Pfarrheim (in Kooperation mit dem BSG Borgentreich)

8.11.2017 18:00-19:30Uhr

Brakel - KHWE-Bildungszentrum

15.11.2017 18:00-19:30Uhr

Steinheim - Evangelisches Gemeindezentrum (in Kooperation mit der Selbsthilfegruppe Herz-Kreislauf-Erkrankte im Kreise Höxter)

18.11.2017 10:00-12:30 Uhr

Beverungen - Stadthalle Beverungen

22.11.2017 10:00-12:30 Uhr

Foto: KHWE

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