Montag, 17. September 2018 21:16 Uhr

Heim-Sieg knapp verpasst: Große Beteiligung beim Boule-Turnier in der Orgelstadt

Die fünf Bestplatzierten des Boule-Turniers (v.l.n.r.): Geraldo Swania, Chalak Tahier, Michael Strumpen, Eva Basan, Winfried Gawandtka, Moussa Darria, Sham Ghazi, Friedhelm Gocke, Gerd Lenz, Karsten Engelhardt und Gerd Hartmann.

Borgentreich (red). Dass Sport eine hohe Integrationskraft besitzt, stellten die Boule-Freunde im Kreis Höxter erneut unter Beweis. Beim 4. Herbst-Boule-Turnier, ausgerichtet von den „Bouletten“ der BSG Borgentreich, entführten Sham Ghazi vom Team „Weser-Bogen“ Beverungen, geflüchtet aus Syrien, mit ihrem Teampartner Moussa Diarra, Flüchtling aus Togo, den Hauptpreis an die Weser. 15 Zweier-Teams brauchen rund sechs Stunden, bis nach über fünfzig Spielen die Sieger gekürt werden konnten. „Wir sind dem Unternehmer Klaus Hoppe sehr dankbar,“ so Turnier-Organisator und BSG-Vize Winfried Gawandtka, „dass er uns wieder seinen großen Parkplatz kostenlos zur Verfügung gestellt hat.“

Es ist kurz vor zehn Uhr am Sonntagmorgen, die Glocken der Pfarrkirche rufen zum Hochamt, als sich der leere Speditionsparkplatz in der Keggenriede in ein „Boulodrom“ verwandelt. Helfer bauen ein Zelt auf („Für die EDV und fürs Catering,“ erklärt ein Bouler) und teilen mit weißen Schnüren zwölf mal drei Meter große Karrees auf dem Platz ab: „Das sind die zehn Spielflächen,“ erklärt Hubertus Hartmann mit dem Akku-Schrauber in der Hand, „wenn die Kugel die Schnur berührt, ist sie „Aus“.“ So langsam trudeln die Boule-Freunde aus Beverungen, Wehrden, Bonenburg sowie Brenkhausen ein und tragen sich in die Starterliste ein. „Für zehn Euro Startgeld gibt's einen Mittagsimbiss, Getränke, Kaffee und Kekse, außerdem Pokale und wertvolle Sachpreise,“ weiß Kassierer Ralph Striewe, der auch den Computer bedient. Im Laptop hat er das „Schweizer System“ gespeichert, das den Spielverlauf regelt und die Paarungen pro Runde ermittelt; außerdem werden natürlich die Ergebnisse verarbeitet. Nach einer kurzen Begrüßung durch BSG-Vize Gawandtka erläutert Hartmann die Spielregeln des Tages und wünscht allen ein faires Miteinander: „Allez les boules!“ heißt hier der Startschuss. 

Jede Runde ist auf 35 Minuten begrenzt; es gilt, maximal 13 Punkte zu erringen, dann hat das Team gewonnen und meldet den Spielstand dem Computer. Jeder Spieler hat drei Stahlkugeln von etwa 700 Gramm Gewicht und versucht damit, an eine kleine farbige Zielkugel, „Schweinchen“ genannt, möglichst nahe heranzukommen. Oft wird das Maßband zur Hilfe genommen, denn es entscheiden manchmal nur Millimeter zum Gewinn. Zwischendurch merkt man, dass Boule ein sehr kommunikativer Sport ist, bei aller Ernsthaftigkeit fliegen Scherze und Bemerkungen zwischen den Feldern hin und her, es wird viel gelacht. Nach vier Runden ist Pause. „Hier in Borgentreich servieren die „Bouletten“ immer äußerst leckere Buletten mit Salaten,“ freut sich ein Spieler aus Wehrden, „alles toll organisiert!“ 

Gegen halb vier beendet ein Pfiff aus der Trillerpfeife die siebte und letzte Runde, jetzt geht’s ans Auswerten. Kurz darauf scharen sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer um den Tisch des Turnierleiters, der die Ergebnisse bekannt gibt sowie Urkunden, Pokale und Sachpreise verteilt. Den Sieg holten sich Sham Ghazi und Moussa Diarra vom Team „Weser-Bogen“ aus Borgentreich, gefolgt vom Borgentreicher „Bouletten-Team“ Friedhelm Gocke und Gerd Lenz. Auf Platz drei kamen Eva Basan und Michael Strumpen von den Boulefreunden in Wehrden. Ein weiteres „Bouletten-Team“, Karsten Engelhardt und Gerd Hartmann, sicherten sich Platz vier; den fünften Rang erreichten die WBD-Cup-Gewinner Geraldo Swania und Chalak Tahir vom Weser-Bogen in Beverungen. Zu gewinnen gab es neben Urkunden, Pokalen und Medaillen nette Sachpreise wie Boule-Taschen, Kugelmagnete (Kommentar eines Rückenschmerzgeplagten:“ Toll, dann brauche ich mich nicht mehr zu bücken!“), neonfarbige Schweinchen, Kugelschleifsteine und Boule-Tücher.

Foto: BSG

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