Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Mittwoch, 19. Juni 2019 10:29 Uhr
Vernetzung der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung für den Kreis Höxter - Teilhabeberatung trifft Rentenversicherung
Mittwoch, 19. Juni 2019 10:19 Uhr

Beverungen (red). In den letzten Wochen freuten sich die Johanniter im Regionalverband LippeHöxter gleich zwei Mal über „Nachwuchs“ und das große Engagement aus den eigenen Reihen. Fünf jugendliche Ehrenamtler, die seit vielen Jahren in der Johanniter-Jugend sowie im Schulsanitätsdienst aktiv waren, unterstützen nun auch die Arbeit der Ortsverbände. Außerdem absolvierten neun ehrenamtliche und hauptamtliche Johanniter erfolgreich die Ausbildung zum Sanitätshelfer. Sieben Tage lang hatten die Schulungsteilnehmer erweiterte Erste-Hilfe-Maßnahmen erlernt und den Umgang mit medizinischen Hilfsmitteln trainiert, bevor sie ihr Wissen in einer praktischen und theoretischen Prüfung unter Beweis stellen mussten. Die Ausbildung zum Sanitätshelfer qualifiziert die Ehrenamtlichen in den Bereichen Sanitätsdienst, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und in der Ersten-Hilfe-Ausbildung mitzuarbeiten.

Die fundierte Ausbildung der Freiwilligen gehört zu den Grundlagen der Ehrenamtsarbeit bei den Johannitern. „Jeder, der sich bei den Johannitern engagieren möchte, wird auf seine Aufgaben vorbereitet und kann regelmäßig an Weiterbildungen teilnehmen“, weiß Hakan Tasköprü, Rettungsassistent der Johanniter in Beverungen.

Die ehrenamtlichen Johanniter verrichten somit nicht nur einen unbezahlbaren Dienst für die Gesellschaft, sondern profitieren auch selbst von ihrem Freiwilligendienst: zum einen durch ein tolles Gemeinschaftsgefühl, zum anderen durch besondere Erfahrungen und Erlebnisse sowie eine hochwertige Ausbildung.

Trotz der neuen tatkräftigen Unterstützung suchen die Johanniter für die Ortsverbände in Beverungen, Blomberg, Lage und Bad Salzuflen weitere Freiwillige – für den Bevölkerungsschutz, Sanitätsdienst und die Erste-Hilfe-Ausbildung. Interessierte können sich in der Geschäftsstelle der Johanniter in Blomberg informieren: 05235 959080.

Foto: Johanniter

Mittwoch, 19. Juni 2019 10:16 Uhr

Kreis Höxter (red). Dreimal pro Jahr unterstützt der Kreis Höxter ganz bewusst kleinere Kulturprojekte im Kreisgebiet. Damit greift er ehrenamtlichen Kulturakteuren finanziell unter die Arme. Der Kulturbeirat hat nun zum zweiten Mal beschlossen, welche Projekte mit maximal 300 Euro gefördert werden. „Es war für die Jury erneut keine leichte Aufgabe, aus der Zahl der Bewerber fünf Projekte auszusuchen“, sagt Bernadett Walker, Kulturmanagerin des Kreises Höxter. Sie hatte dem Kulturbeirat die Antragsteller präsentiert und deren Projekte vorgestellt. Nach ausgiebiger Diskussion stand fest, wer sich über die kleine Finanzspritze freuen darf. Insgesamt stehen 3.600 Euro pro Jahr zur Verfügung, dreimal pro Jahr werden jeweils 1.200 Euro verteilt.

Der Kulturbeirat hat sich für folgende Projekte entschieden:

Die Kulturgemeinschaft Ottbergen möchte Kindern Kunst und Kultur näher bringen. Dafür kooperiert sie mit der Kita und der Gemeinschaftsgrundschule Ottbergen. In diesem Jahr steht ein Kindertheater auf dem Programm. Für die Aufführung wurde eine Künstlerin engagiert, die im KuStall Ottbergen das Stück "Wi Wo Wa - Wunderbuch" spielt. Die Aufführung am 17. September werden etwa 130 Kinder besuchen.

Der Verein Forum Anja Niedringhaus plant, in Erinnerung an die international bekannte Pulitzerpreisträgerin Anja Niedringhaus ein Kultur- und Begegnungszentrum für Fotografie im Tilly-Haus in Höxter zu errichten. Für den fachlichen Austausch über ein zukunftsfähiges Konzept und die inhaltliche Ausrichtung veranstaltet der Verein am 24. Juni ein interdisziplinäres Symposium, an dem Kuratoren, Wissenschaftler, Architekten, Journalisten und Vereinsmitglieder teilnehmen. Mit dem Fördergeld wird die Durchführung des Symposiums unterstützt.

Die Musikgruppe Blech & Kollerbeck plant gemeinsam mit der Kulturstiftung Marienmünster ein Adventsfestival in der Abtei Marienmünster. Hierzu werden lokale Chöre und Musikgruppen eingeladen, ihre Advents- und Weihnachtsmusik vorzutragen. Auch ein offenes Adventssingen ist geplant. Das Adventsfestival findet am 1. Dezember statt.

Die Seniorengruppe „Ü60 Marienmünster“ bietet ihren Mitgliedern das ganze Jahr über ein buntes Programm. Für den Herbst haben sie sich einen kulturellen Schwerpunkt gesetzt und den Kabarettisten Udo Reineke engagiert. Mit dem Fördergeld wird ein Teil der Künstlergage beglichen

Die Dorfgemeinschaft Herlinghausen veranstaltet am 15. September einen Liederabend mit der Gesangskünstlerin Hanna Batka. Mit dem Fördergeld wird der Liederabend in der Herlingihalle unterstützt.

Neue Förderanträge können bis 1. Oktober beim Kulturbüro Kreis Höxter, Moltkestraße 12, 37671 Höxter eingereicht werden. Bei Fragen kann man sich an Bernadett Walker wenden, telefonisch unter 05271 / 965-3216 oder per E-Mail b.walker@kreis-hoexter.de. Ausführliche Informationen und die neue Förderrichtlinie im Detail gibt es online unter www.netzschafftkultur.de.

Foto: Kreis Höxter

Dienstag, 18. Juni 2019 08:26 Uhr

Höxter (red). In der Ausbildung zum Fachlageristen / Fachkraft zur Lagerlogistik gehört die Verladung von Gütern zu den zu vermittelnden Unterrichtsinhalten. Doch welche Kräfte wirken auf eine Ladung im Fahrbetrieb ein? Wie kann die Ladung richtig gesichert werden? Dieses kann im Rahmen des Berufsschulunterrichts leider nur theoretisch vermittelt werden. Um den Schülern den Unterrichtsstoff auch praktisch erfahrbar zu machen, hat das Berufskolleg Kreis Höxter am Standort Höxter Kontakt mit einer Fahrschule aufgenommen. Dort wurde mit den Schülern sowohl der theoretische Teil wiederholt, als auch praktisch am LKW fachkundig umgesetzt. So konnten die Schüler ihr Wissen in die Praxis umsetzen. Am Ende wurden die Schüler geprüft und erhielten nach VDI 2700a die Qualifikation zur Ladungssicherung. „Im Rahmen des Berufsschulunterrichts der Auszubildenden für Lagerlogistik / Fachkraft für Lagerlogistik möchten wir unseren Schülern die Möglichkeit bieten, eine Zusatzqualifikation zu erwerben“, sind sich die Fachlehrer Böker und Schulze einig. „Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Auszubildenden auf die Anforderungen der Arbeitswelt optimal vorzubereiten.“

Foto: BKHX

Dienstag, 18. Juni 2019 08:05 Uhr

Beverungen (red). Noch vor den Sommerferien, am Montag, den 1. Juli 2019 um 9 Uhr startet der Vorverkauf für das Kinder- und Jugendtheater der Kulturgemeinschaft Beverungen. Das Junge Theater in der Spielzeit 2019/2020 bietet ein sorgfältig ausgesuchtes Programm für alle Altersgruppen mit Stücken zum Lachen, Träumen, Nachdenken und Weiterdenken, mit Musik, fantasievollen Bühnenbildern und tollen Darstellern. 

Den Auftakt macht „Die Filmmusik-Show“, Workshops für weiterführende Schulen mit Stephan Graf von Bothmer, die sich an das Stummfilmkonzert „Stan & Olli“ vom Vorabend anschließen. Schüler können erste eigene Erfahrungen mit Live-Filmmusik machen, um ein besseres Gefühl für filmmusikalische Prinzipien zu entwickeln. Diese Workshops werden am Freitag 27. September 2019 um 9 und 11.30 Uhr in der Stadthalle Beverungen durchgeführt. Am Sonntag, 29. September 2019 findet um 15 Uhr ein Familienkonzert statt. Die Westfalen Weser Energie-Gruppe konnte für das Konzert „Jeder Ton ein Fest“ das Detmolder Kammerorchester gewinnen. Kinder unter 12 Jahren bekommen bei diesem besonderen Musikerlebnis für die gesamte Familie freien Eintritt.

Ein Figurentheater für die Jüngsten ab 3 Jahren: „Guten Tag, kleines Schweinchen“ gehört zu den berühmten Panama-Geschichten von Janosch und zeigt wie Freundschaft entsteht, verloren geht und wiedergefunden wird. Anja Fülle vom Theater Kokon verwandelt ihren Rock zu einer Guckkastenbühne und präsentiert diese Geschichte am Donnerstag, 10.Oktober 2019 um 15 Uhr im Korbmacher-Museum Dalhausen. Das Jugendstück „Clockwork Orange“ basiert auf dem Aufsehen erregenden Roman von Anthony Burgess und dem Film aus den 1970er Jahren. Es thematisiert Jugendgewalt und staatliche Repression. Das Stück wird am Dienstag, 26.November 2019 um 10 Uhr in der Stadthalle Beverungen aufgeführt.

Weihnachten werden Wünsche wahr: Am Dienstag, 3.Dezember 2019 um 9 und 11 Uhr feiert das „Sams“ Weihnachten in der Stadthalle Beverungen. Das bereits vielen Besuchern gut bekannte „Theater auf Tour“ verspricht ein turbulentes Weihnachtserlebnis mit viel Musik!

Das „Theater Poetenpack“ aus Potsdam präsentiert am Mittwoch, 29.Januar 2020 um 19 Uhr in der Stadthalle Beverungen „Nathan der Weise“. Die berühmte Ringparabel von Gotthold Ephraim Lessing steht für Toleranz und die Kraft der Aufklärung. Nathan der Weise ist Thema des Zentralabiturs in NRW.

Für Kinder im Grundschulalter ab 6 Jahren wird am Mittwoch, 22.April 2020 um 9 und 11 Uhr in der Stadthalle Beverungen das Figurentheater „Alles Pinguin, oder was?“ gespielt. In dieser Fabel über große Vorurteile erleben die Kinder, was einem artfremden Pinguin widerfahren kann, wenn er auf eine Kolonie Kaiserpinguine stößt.

Karten für das Junge Theater sind im Kulturbüro im Service Center Beverungen, Weserstr. 16 (Tel. 0 52 73 / 392 223) sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Gruppen ab 15 Personen und Schüler erhalten auf Anfrage Ermäßigungen. Für weitere Informationen ist die Kulturgemeinschaft auch im Internet unter www.kulturgemeinschaft-beverungen.de und auf Facebook zu erreichen

Foto: Birgit Meixner

Blaulicht
Dienstag, 18. Juni 2019 14:11 Uhr
Hochwertiges E-Bike in Lüchtringen gestohlen
Dienstag, 18. Juni 2019 08:18 Uhr

Brakel (red). Nachdem zur 1150 Jahr Feier der Stadt Brakel erstmalig die Werbetrommel für die Jugendfeuerwehr Brakel gerührt wurde, konnte die Gründungsversammlung am 20. August 1979 im Gerätehaus Brakel stattfinden. Als Betreuer waren zu dieser Zeit Herbert Sürig, Josef Mittelstädt und Winfried Remmert tätig. Ab September 1979 trafen sich die Jugendlichen dann regelmäßig im Gerätehaus. Im Januar 1980 wurde die Jugendfeuerwehr beim Deutschen Feuerwehrverband in Bonn angemeldet. In diesem Jahr nahm die Jugendfeuerwehr auch erstmalig an der Abnahme der Leistungsspange in Hallenberg teil, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums findet die Abnahme der Leistungsspange nun in Brakel statt. Zur Zeit wird die Jugendfeuerwehr Brakel von Oberbrandmeister Mark Timmermann (Stadtjugendfeuerwehrwart), Brandinspektor Sören Krelaus (Jugendfeuerwehrwart) und Oberfeuerwehrmann Jeffrey Don(Jugendfeuerwehrwart) geführt. Derzeit verfügt die Jugendfeuerwehr Brakel über insgesamt 42 Mitglieder, davon 7 Feuerwehrkameradinnen.

Am Samstag, 22. Juni 2019 findet ab 9.00 Uhr im Brakeler Thermoglasstadion im Pahenwinkel die Abnahme der Leistungsspange der deutschen Jugendfeuerwehr statt, 30 Jugendfeuerwehren aus ganz NRW nehmen, somit insgesamt 500 Teilnehmer und Unterstützer, werden an diesem Tag in Brakel ihr Können unter Beweis stellen. Die Leistungsspange ist die höchste Auszeichnung, die ein Jugendfeuerwehrangehöriger innerhalb der Deutschen Jugendfeuerwehr erreichen kann. Sie wurde auf Empfehlung des Deutschen Jugendfeuerwehr-Ausschusses vom Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes gestiftet. Die Verleihung erfolgt nach einer erfolgreichen Abnahmeprüfung an der jeder Jugendfeuerwehrangehörige zwischen 15 und 18 Jahren teilnehmen kann, sofern die Mitgliedschaft in der Feuerwehr seit einem Jahr besteht.

Die Bewertung innerhalb der Leistungsspange erstreckt sich unter anderem auf Schnelligkeit, Ausdauer, Körperstärke, Gewandtheit und auf ein umfangreiches feuerwehrtechnisches Wissen. Es sind Disziplinen wie Kugelstoßen, 1.500-Meter-Staffellauf, Beantwortung von Fragenkatalogen, Löschangriffe und Schnelligkeitsübungen abzuleisten. Zuschauer sind während der gesamten Veranstaltung herzlich Willkommen. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Foto: Feuerwehr

Samstag, 15. Juni 2019 16:30 Uhr

Beverungen (red). Weit über 100 Einsatzkräfte waren und sind seit dem frühen Samstagnachmittag im Beverunger Industriegebiet Osterfeld gebunden, nachdem gegen kurz nach 13 Uhr eine Alarmierung herausgegeben wurde. Bereits aus der Ferne konnte zu diesem Zeitpunkt die in den Himmel aufsteigende Rauchsäule wahrgenommen werden. Neben Kräften aus Beverungen und Höxter, waren auch Einsatzkräfte aus der Samtgemeinde Boffzen im Einsatz, um den Brand in einer Halle eines Entsorgungsunternehmens zu bekämpfen. Gegen 15:30 Uhr hat die Feuerwehr begonnen, die Lagerhalle auszuräumen. Es ist davon auszugehen, dass die Nacharbeiten noch andauern werden. Wie es zu dem Brand gekommen ist, ist zurzeit unklar.

Foto: red

Samstag, 15. Juni 2019 09:41 Uhr

Höxter (red). Der Löschzug Höxter wurde am Freitagabend, gegen 20:13 Uhr, zur einer Türöffnung gerufen, nachdem laut Einsatzmeldung von einem medizinischen Notfall auszugehen war – die betroffene Person sollte hinter der verschlossenen Tür liegen, ohne die Möglichkeit zu haben, die Tür zu öffnen. Die Feuerwehrkräfte öffneten in Absprache mit dem Rettungsdienst und der Polizei die Tür gewaltfrei und ermöglichten somit den Einsatz des Rettungsdienstes.

Samstag, 15. Juni 2019 09:35 Uhr

Stahle (red). Am späten Freitag, gegen 18:50 Uhr, wurde die Feuerwehr Höxter in das Industriegebiet Stahle alarmiert, nachdem vor Ort eine Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Die eingesetzten Feuerwehrkräfte erkundeten die Einsatzstelle respektive den ausgelösten Rauchwarnmelder und konnte schnell Entwarnung geben. Die Brandmeldeanlage konnte im Weiteren zurückgestellt und der Einsatzort an einen Verantwortlichen des Betriebs zurückgegeben werden. Im Einsatz waren die Löschgruppen aus Stahle und Albaxen sowie der Rettungsdienst Holzminden.

Foto: Symbolfoto

Unsere Videothek
Politik
Mittwoch, 12. Juni 2019 09:52 Uhr
Frauen Union Kreisverband Höxter: „Upskirting - das voyeuristische Fotografieren unter den Rock einer Frau - vollumfänglich unter Strafe stellen!"
Mittwoch, 29. Mai 2019 12:55 Uhr

Kreis Höxter (red). Zur aktuellen Debatte über die politische Kultur im digitalen Zeitalter erklärt der Bundesvorsitzende der KPV Christian Haase MdB: „Am 26. Mai 2019 fand die Europawahl gleichzeitig mit Kommunalwahlen in zehn Bundesländern statt. Tausende Menschen sind gewählt geworden und bereit, im Ehrenamt dauerhaft Verantwortung zu übernehmen. Dafür gebührt ihnen Respekt, Anerkennung und Aufmerksamkeit. Aber wenn allein aus Sorge vor schutzloser Diffamierung und persönlicher Verunglimpfung im Internet womöglich Debatten nicht mehr geführt werden, wenn auf den ersten Blick unkonventionelle Ideen und Lösungsvorschläge vor Ort im Keim ersticken, dann müssen wir die Frage nach der politischen Kultur und dem Umgang miteinander im Internet stellen.

Diese Debatte ist überfällig und die CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat diese Debatte zu Recht angestoßen. Während kommunale Amts- und Mandatsträger mit Namen, Gesicht und realem Freundes- und Familienkreis agieren, können Menschen und Maschinen im Internet anonym agieren. Soziale Netzwerke stellen dafür die Plattformen bereit und müssten Hasskommentare und Diffamierungen unterbinden. Die Meinungsfreiheit ist dadurch im digitalen Zeitalter in Gefahr. Wir müssen Regeln für das Internet umsetzen, die bereits heute auf der Straße bei Demonstrationen gelten: Die freie Meinungsäußerung gilt für Menschen und nicht für Bots. Wer seine Meinung öffentlich verbreitet und weiterverbreitet, muss Ross und Reiter nennen, also mit Vor- und Zunamen und ggf. mit IP- Adresse sichtbar sein. Das Vermummungsverbot muss auch im Internet gelten. Ich würde mir darüber hinaus wünschen, dass sich auch Influencer überlegen, ob sie sich einer Selbstverpflichtung, einer Netiquette, unterwerfen wollen. Diese Regeln müssen dann im Netz selbst zwischen Influencern und Usern entstehen.

Das ist aber nur ein Teil der Aufarbeitung der Europawahl. Wir müssen in der Sachpolitik klarere Antworten auf die Sorgen und Herausforderungen der Menschen geben. Wenn im ländlichen Raum Pflege- und Entbindungsstationen wegen Personalmangel schließen, Infrastrukturprojekte im Planungsdschungel hängen bleiben und Mobilfunkgespräche einem Schweizer Käse gleichen, muss Politik Antworten geben. Daran arbeiten wir. Auch im Klimaschutz sind die Kommunen bereit, Vorreiter zu sein. Hier geht es um konkrete Projekte. Die Fridays for Future-Demonstranten sind herzlich eingeladen mitzuarbeiten.“

Mittwoch, 29. Mai 2019 07:39 Uhr

Kreis Höxter (red). „Wir wollen zum einen die kreisweite Bedeutung der Landesgartenschau betrachten und überlegen, wie diese nachhaltig für den Kreis gute Entwicklungen anstoßen kann. Zum anderen ist uns das Thema Kinderbetreuung in den Kitas und in den Schulen sehr wichtig. Darum laden wir auch interessierte Menschen außerhalb der Partei ein, an diesem Samstagvormittag mit uns gemeinsam zu diskutieren“, erklärt der SPD-Kreisvorsitzende Helmut Lensdorf. Allerdings sei eine Anmeldung im SPD-Büro unter 05271-8756 erforderlich. Die Partei hat dafür auch eine Kinderbetreuung organisiert. So können auch junge Mütter und Väter an der Diskussion teilhaben.

Bislang sei immer der Eindruck erweckt worden, dass die Landesgartenschau ausschließlich eine reine Angelegenheit der Stadt Höxter sei. Nach Auffassung des SPD-Kreisverbandes sei dies aber falsch. Denn schon bei der Verkehrs- und Parksituation seien die Nachbarstädte mit gefordert. Auch der Tourismus und die Gastronomie in den anderen Städten könnten von der Landesgartenschau profitieren, wenn dies strategisch mitgepant wird.

Hinzu käme - und das wünschen sich die Sozialdemokraten - dass auch bauliche Highlights, ähnlich wie in Rietberg, eine positive Ausstrahlung auf die ganze Region haben könnten. Ökologische Kriterien verdienen besondere Beachtung. Hierüber wird der Bürgermeister der Stadt Höxter, Alexander Fischer, und der Vertreter des Fördervereins, Daniel Hartmann, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Rede und Antwort stehen.

Beim Thema Kinderbetreuung hinke der Kreis Höxter dem Bedarf hinterher. Auch die Flexibilität der Öffnungszeiten lasse zu wünschen übrig. „Wir wollen gemeinsam mit dem kinderpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Dennis Maelzer, über Fragen der Finanzierung, der Qualität und der Zukunft der Kinderbetreuung sprechen. Auch Vertreterinnnen von Kitas werden am Samstag mit dabei sein. Das wird mit Sicherheit spannend“, ist sich Lensdorf sicher.

 

Wirtschaft
Mittwoch, 19. Juni 2019 10:22 Uhr
Wirtschaftsjunioren Paderborn + Höxter: Es fehlt an den Grundlagen und an Mut
Dienstag, 18. Juni 2019 08:39 Uhr

NRW (red). Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser hat gestern 85 Betriebe des Lebensmittelhandwerks mit dem Ehrenpreis des Landes Meister.Werk.NRW ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Bäckerei-, Fleischerei-, Konditorei- und Brauhandwerk-Gewerbe wurden für ihre besonderen Leistungen geehrt: "Das Lebensmittelhandwerk in Nordrhein-Westfalen schafft regionale Produkte von hoher Qualität, die Identität und Heimat vermitteln. Es sichert Arbeits- und Ausbildungsplätze, fördert die Zusammenarbeit innerhalb einer Region zum Aufbau stabiler Wertschöpfungsketten und ist ein wichtiger Nahversorger vor allem in ländlichen Regionen", würdigte Ministerin Heinen-Esser das Engagement der Branche.

Die Landesregierung würdigt mit der Auszeichnung "Meister.Werk.NRW" seit 2013 herausragende Bäckerei- und Fleischerei-Betriebe. Seit 2015 bekommen auch Brauereien diese Auszeichnung für Produkte von besonderer Qualität, handwerkliches Können, eine verantwortungsvolle Betriebsführung und regionale Verankerung. Im Jahr 2017 wurden erstmals auch Konditoreibetriebe geehrt.

"Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren sich zunehmend dafür, woher die Produkte kommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Vor allem regional erzeugte Lebensmittel gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dabei bedeutet handwerkliche Lebensmittelherstellung mehr, als einfach nur die Zutaten zu mischen. Hinter einem Lebensmittel verbirgt sich profundes Wissen und lange Tradition", erklärte Landwirtschaftsministerin Heinen-Esser.

Meister.Werk.NRW zeichnet die Betriebe des Lebensmittelhandwerks unter anderem dafür aus, dass sie selbst produzieren, alte Rezepturen pflegen und zugleich offen für neue Produkte oder Herstellungsweisen sind. Ein Beispiel in Bäckereien ist der selbst hergestellte Natursauerteig, der ohne künstliche Backmittel auskommt. In den Fleischereien dürfen keine einzelnen Fleischstücke zu einem neuen Produkt zusammenfügt werden. Beim Brauhandwerk ist die Tradition fest verbunden mit dem deutschen Reinheitsgebot und in den Konditoreien wird verstärkt auf regionale oder fair gehandelte Zutaten gesetzt.

Die Kriterien wurden gemeinsam mit den Bäckerverbänden, den Brauverbänden, dem Konditorenverband Nordrhein-Westfalen und dem Fleischerverband Nordrhein-Westfalen erarbeitet. Die Verbände übernehmen als Partner und Mitinitiatoren auch die Organisation.

Foto: Symbolfoto

Dienstag, 18. Juni 2019 08:24 Uhr

Höxter (red). Tennis ist ihre große Leidenschaft. Der Tennisverein Rot-Weiß Höxter hat mit Dr. Maike Stein ein echtes Ass auf dem Tenniscourt platziert. Mit dem Team Damen 30 spielt sie seit drei Jahren in der Regionalliga West, der höchsten deutschen Spielklasse dieser Altersgruppe. Aber dieses Hobby muss genauso pausieren wie ihre berufliche Tätigkeit als Ärztin. Denn Maike Stein befindet sich bis September 2019 in Elternzeit. Ihre kleine Tochter ist gerade ein paar Wochen alt und ein richtiger Sonnenschein. Dr. Stein ist neue Botschafterin für die Region plus X und repräsentiert den Bereich der Landarztversorgung, der zukünftig in die Standortinitiative aufgenommen werden soll. Dass Dr. Maike Stein sich als Ärztin ausreichend Zeit für die Familie nehmen kann, liegt auch an ihrer Anstellung in der Praxis von Dr. Regina Beverungen in Höxter-Lüchtringen. „Die Anstellung ist für mich ein idealer Einstieg in den Beruf. Gleichzeitig bietet sie mir die Möglichkeit, auch ein Familienleben mit meinem Ehemann und unserer kleinen Tochter zu führen“, resümiert die junge Frau.

Schon früh stand für Maike Stein ihr Berufswunsch fest: „Ich war damals felsenfest davon überzeugt, Lehrerin zu werden“ lacht sie. Doch während eines halbjährigen Auslandsaufenthaltes in den USA bröckelte dieser Berufswunsch. „Meine Gastmutter in West Virginia war Kinderärztin. Das hat mir imponiert und mich darauf gebracht, selbst in diese Richtung zu gehen. Mein Abitur am KWG Höxter war entsprechend gut, deshalb stand diesem Berufswunsch auch nichts im Weg.“ Gesagt, getan. Das war 2004. Heute ist sie Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin und Fachärztin für Allgemeinmedizin.

Nach dem Studium und der Promotion in Münster ging es für Maike Stein wieder zurück nach Höxter an das St. Ansgar Krankenhaus, wo sie einen Teil der Weiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin absolvierte: „Das Umfeld in Höxter war für mich ideal, meine Weiterbildung regional konzentriert zu durchzulaufen.“ Ab 2014 folgten zwei anstrengende Jahre mit der Doppelbelastung als Ärztin in Weiterbildung für Kinder- und Jugendmedizin in einer Praxis in Höxter sowie als Ärztin für Allgemeinmedizin in der Praxis von Dr. Beverungen in Höxter-Lüchtringen. Ein arbeitsintensives Programm, das sie erfolgreich abschloss.

Die Praxis von Dr. Beverungen ist auch Lehrpraxis der Uni Göttingen und der Uni Bochum. Den neuen Medizinstudiengang an der Uni Bielefeld verfolgen die beiden Ärztinnen mit Interesse. „Nachwuchsförderung und die Motivation für eine Niederlassung in ländlichen Gebieten sind für unsere Praxis wichtige Bausteine. Wir weisen die angehenden Mediziner, die bei uns ihre Praktika, die Famulatur oder einen Teil des Praktischen Jahres absolvieren, auf die Vielfalt der Möglichkeiten ihrer späteren Laufbahn hin. Viele scheuen sich vor den Kosten einer eigenen Praxis und streben deshalb eher die Anstellung in einer Klinik an. Aber auch Gemeinschaftspraxen auf dem Land oder der sanfte Einstieg über eine Anstellung in einer Praxis ermöglichen mehr Freiraum und weniger Bürokratie für den einzelnen“, gibt sie als einen tendenziellen Einblick in die Zukunft der ärztlichen Versorgung.

„Während meiner Ausbildung und als praktizierende Kinderärztin habe ich aber auch immer wieder festgestellt, dass die Eltern in ländlichen Regionen gelassener reagieren als in der Großstadt. Das liegt vielleicht auch an der Familienstruktur, bei der die Großeltern die Erfahrungen beisteuern und mit Rat und Tat zur Seite stehen“, berichtet sie. Ärztin auf dem Land zu sein ist für Dr. Maike Stein aber auch eine Frage des eigenen Engagements. „Da es tendenziell mehr weibliche Medizinstudierende gibt, ist die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit im späteren Berufsleben ein ganz wichtiger Faktor,“ ist sie überzeugt. Diese Vereinbarkeit ist auf dem Land in besonderem Maße gegeben. „Ich denke z.B. an das vielfältige kulturelle Angebot, nicht zuletzt verbunden mit dem Weltkulturerbe Corvey, natürlich die vielen Sportmöglichkeiten und der hohe Erholungswert der abwechslungsreichen Landschaft.“ Zu den Vorteilen des Landlebens gehört für sie aber auch ganz klar Anschluss zu finden und ein funktionierendes Netzwerk aufbauen zu können. Der eine kennt den anderen und Menschen mit gleichen Interessen finden schneller zueinander. „Der Buschfunk funktioniert hier sehr gut“, ist sie überzeugt.

Darum engagiert sie sich auch mit anderen Frauen im Ladies’ Circle 64 Höxter-Holzminden, der sich mit Aktionen wie dem Charity-Frühstück oder einem jährlichen Weinfest für lokale und internationale soziale Projekte einsetzt. „Man kann sich nicht darauf verlassen, das andere schon fürs Entertainment sorgen. Da muss man selbst aktiv werden und etwas auf die Beine stellen. Auf dem Land hat man aber beste Chancen, schnell Unterstützer dafür zu finden!“

Foto: Irina Jansen

Sport
Dienstag, 18. Juni 2019 07:30 Uhr
Hochstift: Cup beim TuS Amelunxen - 33. Volkslauf mit reizvollen Strecken
Montag, 17. Juni 2019 09:02 Uhr

Wrexen (red). Das Viehmarkt- und Reitertagwochenende beim RV Wrexen ist gut über die Bühne gegangen. Das Wetter spielte mit und die Reiter und Pferde fanden im Steinberggelände gute Bedingungen vor. Der Samstag begann mit der traditionellen Stutenschau. Leider fehlten hier krankheitsbedingt einige der angemeldeten Stuten. Dennoch zeigten die vorgeführten Stuten eine gute Qualität. Zur Siegerstute der Schau wurde Dakota ernannt, ein Deutsches Reitpony aus der Zucht von Kurt Römer, Hesperinghausen. Die Stute führte außerdem ein vielversprechendes Hengstfohlen bei Fuß.

Beim Jungzüchterwettbewerb traten 20 Jugendliche in drei Altersgruppen an und zeigten sehr gute Leistungen. Hier wurde das korrekte Vorführen eines Pferdes auf der Dreiecksbahn bewertet und zusätzlich mussten die Jungzüchter Fragen zum Exterieur des Pferdes beantworten. Als Sieger in den drei Klassen wurden Leonie Siebrecht, Rian Römer-Henne und Hanna Lynam ermittelt. Alle drei traten für die Zuchtstätte Römer an.

Mittags begannen dann die Reitprüfungen. Am Samstag fanden ein Reiterwettbewerb Schritt-Trab, die Führzügelklasse, ein Caprilli-Wettbewerb und ein Springreiterwettbewerb statt. Hier hatten die Gastgeber scheinbar ein Abo auf den zweiten Platz. Felina Gutzeit in der Führzügelklasse, Greta Varchmin im Reiterwettbewerb Schritt- Trab und Alina Trachternach im Springreiterwettbewerb mussten sich immer nur knapp geschlagen geben und erritten die Silberschleifen für den RV Wrexen. Marie Elyna Engemann und Rosalie Wetekam rundeten das gute Ergebnis des ersten Tages noch mit Rang 3 in der Führzügelklasse ab, ebenso wie Julie Jäkel mit Rang 3 im Reiterwettbewerb Schritt-Trab.

Am Sonntag dann sollte es auch endlich mit den goldenen Schleifen für den Gastgeber klappen. Um 11 Uhr startete der Reitertag mit dem Reiterwettbewerb Schritt Trab Galopp. Während die Zuschauer und Eltern ein Frühstück genießen konnten, zeigte der Reitnachwuchs ordentliche Ritte im idyllischen Steinberggelände. Die Anforderungen dabei steigerten sich von Prüfung zu Prüfung. Nach dem Reiterwettbewerb folgten Dressurreiterwettbewerb, E Dressur und eine Dressurreiterprüfung der Klasse A. Hier bleiben die Siege in Wrexer Hand. Emelie Baltes gelang ein Doppelsieg für den Veranstalter. Zuerst gewann sie mit Nicky ihre Abteilung des Reiterwettbewerbs. Anschließend siegte sie ebenfalls mit Nicky in dem Dressurreiterwettbewerb. Nicky ist ein bereits 23-jähriges Reitpony, das dem RV Wrexen für die Jugendausbildung zur Verfügung gestellt wird. Die tollen Erfolge, die die Reitschüler an diesem Wochenende mit Nicky erreichen konnten zeigen, wie wichtig es ist zuverlässige Lehrpferde für die Nachwuchsarbeit zu haben. Neben Emelie erritt noch Elouise Scholand einen zweiten Platz im Reiterwettbewerb mit Nicky und mit Alina Trachternach war der liebevoll „Professor“ genannte Schimmelwallach im Springen erfolgreich.

Im Reiterwettbewerb Schritt Trab Galopp gingen noch zwei dritte Plätze auf das Konto der Gastgeber durch Greta Varchmin und Zoe Littmann. Die E Dressur konnte Tine Dickmann mit Ricky für sich entscheiden und verbuchte somit die nächste goldene Schleife für Wrexen. In der Dressurreiter A konnte sie sich nochmal auf einem sehr guten vierten Platz behaupten. Hier gingen der Sieg und der dritte Platz an ihre Vereinskollegin Franziska Mühlenkamp. Diese war in der E Dressur noch mit Sahara Sole dritte gewesen und konnte sich nun an die Spitze setzen und mit Rock IT RT Platz 3 belegen.

Am Nachmittag folgten der Geländereiterwettbewerb bei dem unter anderen feste Hindernisse wie Baumstämme und der Wall überwunden werden mussten und ein Stilspringen der Klasse E mit Einzel- und Mannschaftswertung. Diese Prüfungen wurden von den Reiterinnen des Reitstall Walters aus Brilon dominiert. Den Geländereiterwettbewerb entschied Joelina Vollenberg vom Reitstall Walters für sich. Die Einzelwertung des Stilpringens Klasse E konnte Elisa Koch für sich entscheiden, außerdem gewann sie mit der Mannschaft des Reitstall Walters die Mannschaftswertung. Der Gastgeber hatte hier leider etwas Pech und kam nach dem Titelgewinn im letzten Jahr diesmal nur auf Platz drei. Das beste Einzelergebnis aus Sicht der Gastgeber lieferte hier Franziska Mühlenkamp mit Rock IT RT und einem dritten Platz. Als Abschluss des Turniers fand der beliebte Jump and Run Wettbewerb statt. Hier besteht ein Team aus einem Läufer und einem Reiter. In diesem Jahr musste zuerst der jeweilige Läufer den Parcours unter lautstarken Anfeuerungen absolvieren. Im Anschluss daran galt es für das Reiter-Pferd Duo den gleichen Parcours möglichst schnell hinter sich zu bringen. Am besten gelang das Tabea Schmidthals auf Dawsons Creek vom RV St. Georg Diemeltal mit Läuferin Antonia Scholand.

Nach dem Jump an Run klang das Turnierwochenende langsam aus und man freut sich auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Als nächste Veranstaltung beim Reiterverein Wrexen steht ein Zeltlager für die Kinder und Jugendlichen des Vereins in den Sommerferien auf dem Plan.

Ergebnisse

 

Führzügel 1. Abteilung

  1. Marie Engemann, St. Georg Diemeltal , Just for Fun, 7,6
  2. Stella Mahlmann, Reitstall Walters, Starlight, 7,5
  3. Lotta Rennert, LRFV Arolsen, Kenny , 7,3

Und  Ella Jesinghausen, RFV St. Kilian e.V. Lelbach, Finja, 7,3

Führzügel 2. Abteilung

  1. Annemieke Prior, RV Marsberg, Huma, 7,6
  2. Felina Gutzeit, RV Wrexen, Pam, 7,4
  3. Marie-Elyna Engemann, RV Wrexen, Sam, 7,2
  4. Rosalie Wetekam, RV Wrexen, Mr. T, 7,2

Reiterwettbewerb Schritt-Trab 1. Abteilung

  1. Maya Auguste Köhler, LRFV Arolsen, Strolch 7,8
  2. Greta Varchmin, RV Wrexen, Jule, 7,6
  3. Julie Jäkel, RV Wrexen, Sahara Sole, 7,3

Reiterwettbwerb Schritt Trab 2. Abteilung

  1. Isalie Kölle, RFV Volkmarsen, Cleo, 8,0
  2. Rhianna Rammich, Reitstall Walters, Starlight 7,7
  3. Joelina Jecmeniza, Reitstall Walters, Prinz Leopold, 7,5

Reiterwettbewerb Schritt Trab Galopp 1. Abteilung

  1. Nika Wiebusch, RFV Volkmarsen, Sweet Surprise, 7,8
  2. Elouise Scholand, RV Wrexen, Nicky, 7,4
  3. Greta Varchmin, RV Wrexen, Jule, 7,1

Reiterwettbewerb Schritt Trab Galopp 2. Abteilung

  1. Charlotte Heyer, St. Georg Diemeltal, Tony, 8,2
  2. Winona Fien, Reitstall Walters,Seppel, 7,4
  3. Zoe Littmann, RV Wrexen, Dalero 7,2
  4. Lotta Becker, RFV Sachsenhausen, Golden Princess, 7,2

Reiterwettbewerb Schritt Trab Galopp 3. Abteilung

  1. Emelie Baltes, RV Wrexen, Nicky, 7,8
  2. Neele Agel, Reitstall Walters,Prinz Leopold, 7,7
  3. Marie Arend, RFV Büren, Mysti,7,4

  Dressurreiter-WB Übergänge

  1. Emelie Baltes RV Wrexen, Nicky, 7,8
  2. Ilvie Viering, LRFV Arolsen, Flika, 7,7
  3. Laura Jenniges, PSV Dehausen, 7,6

Springreiterwettbewerb

  1. IlvieViering, LRFV Arolsen, Flika, 8,0
  2. Alina Trachternach, RV Wrexen, Nicky, 7,6
  3. Sophia Fastabend, Reitstall Walters, Amos, 7,5

Geländereiterwettbewerb

  1. Joelina Vollenberg, Reitstall Walters, Ronaldo,7,8
  2. Neele Agel, Reitstall Walters, Abahatschi, 7,7
  3. Lisa Fieseler-Becker,St. Kilian Lelbach, Bianka D´Ariel, 7,5

Stilspringwettbewerb

  1. Elisa Koch, Reitstall Walters, Carlo, 8,0
  2. Leonie Reuse, RFV Fürstenwald, Kaisers kleine Liebe, 7,8
  3. Franziska Mühlenkamp, RV Wrexen, Rock It RT, 7,7

E-Dressur

  1. Tine-Sophie Dickmann, RV Wrexen, Ricky, 7,7
  2. Laura Jenniges, PSV Dehausen, Holly, 7,6
  3. Franziska Mühlenkamp, RV Wrexen, Sahara Sole, 7,5

Caprilli Test

  1. Ilvie Viering, LRFV Arolsen, Flika, 7,4
  2. Charlotte Heyer, St. Georg Diemeltal, Tony, 7,2
  3. Sophia Fastabend, Reitstall Walters, Amos, 7,0

Dressurreiter A

  1. Franziska Mühlenkamp, RV Wrexen, Sahara Sole, 7,7
  2. Laura Jenniges PSV Dehausen, Holly,7,5
  3. Franziska Mühlenkamp, RV Wrexen, Rock It RT, 7,4

iegerstute Dakota mit Züchtern und Gratulanten. Emelie Baltes Gratulation von Juliane Pauly Sälze.

Fotos: RV Wrexen

Montag, 17. Juni 2019 08:39 Uhr

Silberborn (red). Am Samstag, den 22. Juni findet die in diesem Jahr zweite geführte MTB-Tour der Touristikinformation durch den Solling statt. Alle Mountainbiker, die Interesse an einer schönen Tour durch den Hochsolling haben und in einer Gruppe tolle Wege mit vielen Cross-Passagen bewältigen wollen, treffen sich um 14 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus in Silberborn. Die erfahrenen und sachkundigen Guides des Vereins Radsport-Hochsolling haben wieder eine interessante Strecke herausgesucht. Die 35- bis 40- Kilometer-Tour führt über Wald- und Feldwege sowie ausgesuchte Single-Trails. Es werden verschiedene Leistungsstufen angeboten, doch sollte jeder Teilnehmer über einen ausreichenden Fitnesszustand verfügen. Es besteht Helmpflicht. Duschmöglichkeiten und ein Waschplatz für die Räder sind vorhanden. Damit die Beine nicht zu schwer werden, wird zwischendurch eine Rast eingelegt, um die Kräfte bei Kaffee und Kuchen wieder zu stärken. Im Anschluss an die Tour findet ein gemeinsames Nudelessen statt. Auch E-Bike Fahrer sind bei diesen Touren willkommen, sollten aber bedenken,dass eine gewisse Erfahrung beim Fahren technischer Passagen und steiler Abfahrten im Gelände nötig sind. Eine Anmeldung bis Donnerstag 20. Juni ist erforderlich. Weitere Informationen sind unter www.solling-vogler-region.de sowie unter den Telefonnummern 05536/960970 oder 05536/1011 erhältlich.

Foto: Touristik

Panorama
Donnerstag, 13. Juni 2019 12:46 Uhr
Tötung männlicher Eintagsküken ist nur übergangsweise zulässig
Samstag, 08. Juni 2019 12:23 Uhr

Lügde (red). Ein Met, dazu stimmungsvolle Musik und wilde Gaukelei - diese und viel weitere Programmpunkte machen ihn aus, den mittelalterlichen Liuhidi-Markt in Lügde. Das Ambiente zwischen historischer Stadtmauer samt Stadtturm und Emmer lädt geradezu dazu ein in eine frühere Zeit einzutauchen, Teil des Lagerlebens zu werden und eine alte Epoche aufleben zu lassen. +++ „Liuhidi“ – das ist der alte Name Lügdes, wie er schon im 8. Jahrhundert in den fränkischen Reichsannalen erschien. Er wurde zum Synonym für einen Mittelaltermarkt mit ganz eigenem Charakter. Mittelalterakteure, wie Handwerker, Händler, Söldner, Ritter, Knechte, Gaukler und Musikanten erschaffen erlebbares Mittelalter und Aktionen wie das Kinderritterturnier, Knappentraining, Bogenschießen, Armbrustschießen, Schmieden und Korbflechten machen den Markt besonders familien- und kinderfreundlich. Als ganz besonderes Highlight tritt in diesem Jahr die Musikgruppe Poeta Magica auf. Das Ensemble wurde 1992 gegründet und ist europaweit für ihre lebendige und virtuose Musik aus verschiedenen Ländern bekannt. Mit ihrem unbegrenztem Repertoire, der unglaublichen Instrumentenvielfalt und den abwechslungsreichen Programmen aus dreißig Jahren Bühnenerfahrung genießt das Ensemble einen legendären Ruf. 

Neben Poeta Magica dürfen sich die Besucher auch auf das Duo Asa-tru freuen. Phias Pendragon und Barni der Weltenbummler begeistern immer wieder auf Märkten, Straßenfesten, Familienfeiern und historischen Banketten die Besucher mit reichlich Musik, Narreteien, Spiel, Jonglage und Feuergaukeleien. Bereits bei dem letzten Liuhidi-Markt konnten sich die Gäste davon überzeugen und auch in diesem Jahr ist das Duo wieder Teil des Liuhidi-Marktes. Auch Jonny Robels ist dem ein oder anderen vielleicht noch ein Begriff. Er wandelt mit seiner Musik auf den alten Pfaden der keltischen Barden und versucht sich ihr Bewusstsein darin zu erschließen. Seine Musik kommt aus dieser Tradition, entwickelt aber auch eigenen Ansichten im Austausch mit anderen Einflüssen. Zudem komponiert und textet er auch selbst, zum Teil sogar in bretonischer Sprache. 

Besonders die Kinder kommen beim Liuhidi-Markt auf ihre Kosten: Bei zahlreichen Aktionen wie einem Kinderritterturnier, Bogenschießen und Animationen für das Jung- und Altvolk mit historischen Brett-, Riesen- und Feldspielen sind die kleinen Besucher zum Mitmachen eingeladen.

Neben den bereits genannten Programmpunkten erwarten die Besucher viele weitere Aktionen, diverse Stände und Lager. Auch der Marktvogt und der Buckelige vom letzten Liuhidi-Markt sind wieder dabei. Doch nicht nur das Programm kann sich in diesem Jahr wieder sehen lassen. Auch das kulinarische Angebot lässt keine Wünsche offen. Die Auswahl reicht von Knoblauchbrot, Spätzle und Sauerkraut über diverse Fleisch- und Käsesorten bis hin zu Falafel, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Abgerundet wird das gastronomische Angebot mit dem klassischen Met sowie verschiedenen Biersorten.

Der diesjährige Liuhidi-Markt bietet ein buntes Programm und lässt die Besucher in eine Reise in die Vergangenheit machen und das Lagerleben hautnah miterleben. Der Markt öffnet am Samstag (15. Juni) von 12:00 bis 23:00 Uhr und am Sonntag (16. Juni) von 12:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 €, Kinder unter Schwertmaß sind frei. Weitere Infos unter www.liuhidi.de

Fotos: Lügde Marketing

Dienstag, 04. Juni 2019 13:22 Uhr

Holzminden (sl). Die Angst vor Gefahren wie Terror oder anderen Angriffe ist in der Gesellschaft weiterhin gegeben. Um dennoch ein „Grundsicherheitsgefühl“ beim Straßentheater zu schaffen, wie es der Leiter des Ordnungsamtes, Burkhard Woitzyck, betitelte, habe die Stadt „Herner Truck Sperren“ angeschafft. Dieses Gefühl, was auch 2017 beim Straßentheater geherrscht habe, habe man mit noch flexibleren Möglichkeiten weiterführen wollen. Für die Sicherheit seien insgesamt 30 Stück der Marke „Herner Truck Sperre“ gekauft. Acht von der Stadtmarketing GmbH. „Wir sind happy“, freute sich die Stadtmanagerin, Katrin Konradt, über die angeschafften mobilen Sperren. 

Diese Sperren, die 1,20 Meter lang, 1,06 Meter hoch und 0,85 Meter breit, sind, können gerollt und beliebig kombiniert werden. Im Falle eines Lkw-Angriffs werde der Lkw beim Überqueren der Sperre ausgehebelt und zum Stillstand gebracht. Wie der Ordnungsamtsleiter erklärte, sei das System vom TÜV geprüft und derzeit das Günstigste. Am Samstag und Sonntag, jeweils von 13.00 Uhr bis 01.00 Uhr nachts, werden sieben Sperren an den Eingängen zur Altstadt im Einsatz seien. Zusätzlich werden diese Sperren von Securitykräften einer Security-Firma aus Hameln bewacht. Zu den „Herner Truck Sperren“ stehen, wie bereits 2017, die bemalten Legosteine als weitere Schutzmaßnahme zur Verfügung. Zukünftig können diese Sperren bei anderen öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt werden.

Weiterhin sind die Feuerwehr Holzminden unter Leitung des Ortsbrandmeisters, Michael Nolte, und seinem Stellvertreter, Tobias Hauske, mit 47 Feuerwehrmännern- und frauen im Einsatz. Am Samstag und Sonntag stehen Fahrzeuge der Feuerwehr Holzminden beim „Pudding Theatre“ als mobile Sperren bereit. Die Einsätze werden durch den Einsatzleitwagen koordiniert, wie Nolte ergänzte. Trotz dessen bleibe ein Rüstzug außen vor, um den Grundschutz zu gewährleisten. Im ausgearbeiteten Sicherheitskonzept, zwischen Feuerwehr, Ordnungsamt und der Polizei, verstärke die Polizei Holzminden unter dem polizeilichen Einsatzleiter, Björn Cornel, die Veranstaltung mit mindestens zwei bis drei Wagen und Polizeibeamten, die zu Fuß unterwegs sein werden.

Während des Straßentheaters kommt es zu Straßensperrungen in der Innenstadt. Dauerhaft gesperrt sind die Bürgermeister-Schrader-Straße, die Oberbachstraße, die Obere Straße, die Kirchstraße, die Weser- und Uferstraße. Zu zeitweisen Sperrungen kommt es in der Wallstraße. 

Foto: sl

Montag, 20. Mai 2019 09:51 Uhr

NRW (red). 75 Prozent der rund 150 wichtigsten Nutzpflanzen auf der Welt profitieren von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten. Aber Biene ist nicht gleich Biene. Während bei den gezüchteten Honigbienen die Zahl der Völker in menschlicher Obhut steigt, nimmt die Zahl ihrer wildlebenden Verwandten – deutschlandweit ca. 560 verschiedene Arten – über die Jahre deutlich ab. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten sind in Nordrhein-Westfalen über 50 Prozent der Wildbienen und Wespen gefährdet. Aber gerade die Wildbienen sind entscheidend für die Bestäubung etwa von Obstbäumen, denn sie fliegen im Gegensatz zur Honigbiene immer, so auch bei kühlfeuchtem Frühlingswetter.

Zum morgigen Weltbienentag erklärt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: "Weniger Wildbienen, bedeuten weniger Obsternten, weniger Blütenpflanzen, weniger Singvögel und damit weniger Vielfalt insgesamt. Diese Negativkette müssen wir gemeinsam durchbrechen, das liegt in unserem ureigenen Interesse. Die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist Kernanliegen der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Naturschutzpolitik. Dies gilt insbesondere für die Bienen. Sie sind Bestandteil unsere Lebensversicherung der Artenvielfalt."

Der Verlust von Lebensräumen etwa durch intensive Flächennutzung infolge von Bebauung, Land- und Forstwirtschaft, Änderungen des Nährstoff- und Wasserhaushalts sowie Bodenschatzgewinnung, sowie der Einfluss des Klimawandels und gebietsfremde, invasive Arten setzen nicht nur den Wildbienen zu, sondern die gesamte Artenvielfalt unter Druck. Heinen-Esser: "Wir müssen zweigleisig fahren: Einerseits müssen wir die bereits bekannten Ursachen angehen und andererseits müssen wir durch den Aufbau solider Forschung noch offene Fragen klären. Beides müssen wir parallel tun."

Bereits 2017 startete NRW als erstes Bundesland eine Langzeitstudie zum Insektenschwund: Bis Ende 2022 wird auf 120 Probeflächen die aktuelle Situation blütenbestäubender Insekten überprüft, ein gemeinsames Forschungsvorhaben mit der Universität Osnabrück wird den kommenden drei Jahren die statistisch valide Datengrundlage für weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Insektenrückgangs ermitteln. Am 03. Juni findet mit Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Heinen-Esser ab 11:00 Uhr in den Düsseldorfer Rheinterrassen der Kongress "Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren" statt.

 

Samstag, 18. Mai 2019 11:47 Uhr

NRW (red). 16.000 Tonnen Müll sind es im Jahr, die rechts und links von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und auf den Parkplätzen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßen.NRW-Meistereien und beauftragten Firmen eingesammelt werden. Eine Sisyphos-Arbeit, glaubt man den Männer und Frauen in der leuchtend orangenen Warnkleidung, die oft dicht neben der Fahrbahn mit der Müllzange unterwegs sind: "Wir säubern eine Fläche und kaum sind wir weg, fliegen die nächsten Flaschen und Tüten aus dem Fenster", ist Stefan Hübner, Kolonnenführer und seit 33 Jahren Straßenwärter der Autobahnmeisterei Lüdenscheid, genervt.

Tütenweise Hausmüll auf den Rastplätzen

Nicht nur den Straßenwärterinnen und Straßenwärter "stinkt" der Müll. Auch viele Verkehrsteilnehmer nervt der Dreck. Da raten Plakate am Straßenrand zur Pause, auch das Auto selbst meldet sich mit einer stilisierten Kaffeetasse und mahnt eine Rast an. Nur beim kurzen Stopp an einem Parkplatz ist sofort zu sehen: Es waren schon andere da und die haben ihren Müll einfach liegen gelassen. Der Ort für eine entspannte Pause sieht anders aus. "Gerade dort, wo es keine Bewirtschaftung gibt, bleibt vieles liegen", weiß Jens Kaminski, Betriebsdienstleiter der Straßen.NRW-Autobahnmeisterei Lüdenscheid. Sein Team fährt im wöchentlichen Rhythmus die Rastplätze an und säubert sie. Allerdings: Was die Straßen.NRW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufsammeln, ist längst nicht nur Reisebedarf. Tütenweise stapelt sich der Hausmüll neben den bereitstehenden Abfalltonnen. Und auch auf den Wiesen zwischen den Parkbuchten und rings um die Sitzgelegenheiten finden sich die prall gefüllten Müllsäcke. "Oft wird es wohl im Vorbeifahren einfach aus dem LKW oder Auto geworfen."

Zwei Mal in der Woche leert eine Vertragsfirma die Müllbehälter auf den Parkplätzen. In den Ferien werden die Müllbehälter sogar dreimal wöchentlich geleert. Eine Grundreinigung steht eigentlich einmal im Jahr an. Doch das reicht vor allem in den Ballungsgebieten kaum aus. Denn das blaue Schild "Rastplatz bitte sauber halten" wird von zu vielen ignoriert.

Rentner sammelt am Radweg Müll ein

Was auf den Rastplätzen rücksichtslos in die Umwelt geworfen wird, ist schon ein großer Müllberg. Doch auch rechts und links der Straßen und Radwege sammeln sich Flaschen, Kaffeebecher und Verpackungen von Hamburger und Co. Willi Klauke gehört nicht zum Team von Straßen.NRW, ist aber dennoch vor allem im Frühjahr unterwegs, um die Natur vom Müll zu befreien. 15.000 Kilometer hat der Rentner in den vergangenen zwei Jahren mit dem Fahrrad zurückgelegt – überwiegend im Sauerland. Immer im Blick: der Müll in den Böschungen. In einer langen Mail an Straßen.NRW hat er aufgelistet, was er in nur drei Tagen zusammengesammelt hat: 120 Bierflaschen, 60 Wein-, Sekt- oder Schnapsflaschen, 90 PET-Flaschen, 200 Getränkedosen und jede Menge Flachmänner. Das war Februar 2018. In diesem Frühjahr war es ein Mehrfaches, was er aus den Gräben und Böschungen entfernte. Allein an einem Parkplatz kamen 62 Wein und Sektflaschen, dazu Flachmänner, Piccolofläschchen und drei Eimer sonstiger Müll zusammen. Mit dem Rad hat der Rentner das nicht mehr einsammeln können: Er kam ein zweites Mal mit dem Auto zum Müllentsorgen. 

Straßen.NRW-Direktorin appelliert an Verkehrsteilnehmer

Klauke appelliert in seinem Schreiben an den Straßenunterhaltungsdienst und wünscht sich mehr Aktivität. Ein Wunsch, der mit den vielfältigen Aufgaben der Straßen.NRW-Meistereien, allerdings kaum zu vereinbaren ist. Das bundesweit gültige Leistungsheft für die Arbeiten der Straßenunterhaltung sieht für "Leistung 4.21: Abfälle und Müllablagerungen entlang der Strecke einsammeln und entsorgen" den Turnus "1" vor. Das bedeutet, dass einmal pro Jahr gereinigt werden kann. "Auch wenn wir die Notwendigkeit sehen, häufiger zu reinigen, bleibt dafür kaum Spielraum", sagt die Direktorin von Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek. Sie kann die Anliegen von Bürgern gut verstehen, allerdings "liegt unser Hauptaugenmerk auf der Verkehrssicherheit, da hat die Abfallbeseitigung nicht oberste Priorität." Die Chefin des Landesbetriebes und vor allem all die Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich auf der Strecke unterwegs sind, appellieren darum an alle Verkehrsteilnehmer, selbst Verantwortung zu übernehmen und Rastplatz und Straße ein wenig wie den eigenen Vorgarten zu behandeln. Und wer würde dort Kaffeebecher und Cola-Flasche entsorgen? 

Hintergrund

  • Speisereste im Müll stellen ein ganz besonderes Problem dar. Denn sie können zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beitragen. Seit 2014 breitet sich diese hochansteckende Tierseuche nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Europa aus. Fleisch oder Fleischerzeugnisse von infizierten Tieren können diese Krankheit übertragen. Reisende oder Fernfahrern sollten Speisereste deshalb an Tankstellen, Raststätten oder Autobahnparkplätzen nicht achtlos wegwerfen.
  • Jedes Jahr fallen rund 80.000 Personenstunden für das Einsammeln der Abfälle an. Das entspricht ungefähr 50 Vollarbeitskräften. Allerdings erledigt Straßen.NRW nicht alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit Müll durch eigenes Personal. Zum Teil beauftragt der Landesbetrieb auch Fremdfirmen.
  • Pro Jahr kostet es knapp sieben Millionen Euro, diese "Fremdabfälle" zu entsorgen. Im Gegensatz zu den Kommunen kann Straßen.NRW diese Ausgaben nicht über Gebühren refinanzieren. Sie gehen damit vollständig zu Lasten anderer wichtiger Aufgaben.
  • Müll und Mähen passen nicht zusammen. Auch wenn in der Regel im Vorfeld der Grünpflege Müll eingesammelt wird, bleibt einiges im dichten Gras verborgen und wird vom Mäher geschreddert. Vor allem Plastikabfälle werden so zum Umweltproblem.

Foto: Straßen.NRW

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