Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Donnerstag, 02. April 2020 13:31 Uhr
Corona: Kreis Höxter informiert über Todesfall | insgesamt 78 Infektionen
Donnerstag, 02. April 2020 11:31 Uhr

Kreis Höxter (red). Arbeitnehmer im Kreis Höxter dürfen sich bei leichten Atemwegserkrankungen nun bis zu 14 Tagen am Telefon von ihrem Arzt krankschreiben lassen. Wegen der Corona-Krise bestand diese Möglichkeit bereits für sieben Tage. Das teilte heute die AOK NordWest mit. Die neue Regelung ist zunächst bis zum 23. Juni befristet.

„Die telefonische Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit (AU) ist jetzt auch möglich, wenn der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus besteht. Voraussetzung ist jedoch immer, dass es sich um leichte Beschwerden der oberen Atemwege handelt“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Damit können Patienten im Verdachtsfall zu Hause bleiben und müssen nicht wegen der bloßen Attestierung einer Arbeitsunfähigkeit extra in die Praxis kommen. „Gleichzeitig soll das Risiko für eine Ausbreitung des Virus so reduziert werden“, so Wehmhöner. Wenn in diesen Fällen ein Coronavirus-Test gemacht werden soll, sagt der Arzt dem Patienten, wo sich dieser testen lassen kann. Wird dafür eine Überweisung benötigt, schickt die Praxis diese per Post. 

Die neue Regelung sieht vor, dass bei einer telefonischen Krankschreibung die Arztpraxis die AU-Bescheinigung direkt an den Versicherten sendet. Die elektronische Gesundheitskarte muss der Versicherte nicht vorlegen. Es reicht, der Arztpraxis die Versichertendaten per Telefon und die Krankenkassen-Mitgliedschaft mündlich zu bestätigen. Bei Patienten, die der Arztpraxis ohnehin schon bekannt sind, übernehmen die Ärzte die Daten aus der Patientenakte.

Schnell, sicher und einfach geht es auch online: Viele Versicherte nutzen inzwischen die Angebote des Online-ServiceCenters www.nordwest.meine.aok.de. Das Portal bietet ein persönliches digitales Postfach, über das die Nutzer mit ihrer AOK NordWest sicher kommunizieren können. Außerdem können sie ganz bequem von zu Hause aus zum Beispiel Formulare herunterladen, eine neue elektronische Gesundheitskarte anfordern, AU-Bescheinigungen übermitteln, Rechnungen einreichen, Versicherungszeiten abfragen, persönliche Daten ändern und Unterlagen elektronisch anfordern. Mobil geht es mit der ‚Meine AOK-App‘. Mit der integrierten Scan-Funktion werden Papierdokumente mit der Smartphone-Kamera einfach und schnell digitalisiert und hochgeladen.

Foto: AOK/hfr.

Donnerstag, 02. April 2020 09:49 Uhr

Lüdge (red). Die Stadt Lügde wird die Zufahrt zur höchsten lippischen Erhebung – dem Köterberg – schließen. Nach § 12 Absatz 2 der Coronaschutzverordnung in Verbindung mit § 28 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes kann das Ordnungsamt generelle Betretungsverbote für bestimmte öffentliche Orte aussprechen.

Das vergangene Wochenende hatte bereits gezeigt, so der Leiter des Fachbereichs Ordnung Manfred Engel, dass in erheblichem Umfang Fahrzeuge den Köterberg angefahren haben und davon nicht wenige Besucher Abstandsvorschriften missachteten. In den nächsten Tagen ist mit einer Wetterbesserung und ersten frühsommerlichen Temperaturen zu rechnen, so dass viele, insbesondere Motorradfahrer, den Köterberg als Ziel anfahren würden.

Dies widerspricht der vom Land NRW erlassenen Verordnung zum Schutz gegen das Coronavirus, nach der Menschenansammlungen von mehr als 2 Personen grundsätzlich verboten sind. Deshalb wird die Zufahrt zum Köterberg für alle Fahrzeuge ab Freitag, den 03.04.2020 bis einschließlich Sonntag, den 19.04.2020 verboten.

Der Köterberg wird also in dieser Zeit nur noch zu Fuß erreichbar sein. Die Stadt Lügde bittet um Verständnis für diese Entscheidung und weißt gleichzeitig darauf hin, dass die Einhaltung des Verbotes durch Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt überwacht werden wird. Übrigens wird ein Verstoß mit einer nicht unerheblichen Geldbußen geahndet, für Zusammenkünfte oder Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als 2 Personen würden für jeden Beteiligten 200 €uro fällig. Auch die Gastronomie auf den Gipfel ist in dieser Zeit geschlossen.

Mittwoch, 01. April 2020 15:00 Uhr

Boffzen (lbr). In der schwierigen Zeit des Coronavirus halten die Bürger der Region zusammen. Ein positives Beispiel dafür ist der frisch gegründete Verein „Boffzen Aktiv“. Momentan nähen circa zehn bis 15 Frauen des Vereins Masken. Die Idee entstand aus der Not, da ein örtlicher Pflegedienst zu wenige Mundschutzmasken zum Arbeiten hatte. Zuerst wurde der Pflegedienst ausgestattet und nun sollen auch die Pflegeeinrichtungen versorgt werden. Die ersten Masken wurden bereits übergeben. Die jüngste Ehrenamtliche sei neun Jahre alt und nähe mit ihrer Mutter, die älteste Dame sei fast 82 Jahre. Der Verein bedankt sich nicht nur bei den Frauen des MTV und den Landfrauen die fleißig nähen, sondern auch bei der AWO Boffzen, die Geld spendeten, damit das Material angeschafft werden konnte. Die übrigen Masken werden kostenlos in einer Apotheke an über 70-Jährige verteilt.

 

Fotos: Verein

Mittwoch, 01. April 2020 13:49 Uhr

Kreis Höxter (red). Zwei neue Corona-Fälle vermeldet der Kreis Höxter am Mittwochmittag. „Allerdings wurde die Fallzahl von Bad Driburg nach unten korrigiert. Der Grund: Es hat sich herausgestellt, dass eine der betroffenen Personen, die Bad Driburg zugeordnet wurde, ihre Meldeanschrift in Paderborn hat. Deswegen wird dieser Fall jetzt im Kreis Paderborn mit aufgeführt“, so der Kreis Höxter, sodass zwar zwei neue Fälle bekannt sind, die Zahl der Gesamt-Infektionen jedoch nur um einen Fall angestigen ist.

Darüber hinaus befinden sich nach Angaben des Kreises zurzeit sechs Personen - zwei mehr als gestern - in stationärer Behandlung nach einer festgestellten Corona-Infektion. Die Corona-Infektion nach Stadtgebieten: Bad Driburg 2 (-1), Beverungen 10, Borgentreich 14, Brakel 2, Höxter 17 (+1), Marienmünster 0, Nieheim 3, Steinheim 14 (+1), Warburg 9 und Willebadessen 1.

Darüber hinaus gelten acht Personen als genesen: vier Personen in Beverungen, eine in Borgentreich und drei in Steinheim.

Region Aktiv
Donnerstag, 02. April 2020 13:04 Uhr
Überleben in Corona-Zeiten: Auf einen Kaffee mit Isabell Heyn aus Steinheim
Donnerstag, 02. April 2020 12:54 Uhr

Höxter (TKu). Der sechste Höxteraner Feuerwehrlauf wird erstmalig terminlich verlegt und fíndet nicht wie gewohnt im Mai statt. Der Termin des Laufes am 09. Mai wird aufgrund der Corona-Krise auf den 29. August 2020 verschoben, wie der Initiator des Feuerwehr-Benefizlaufes und Botschafter der Duchenne-Stiftung, Mathias Schmidt aus Bredenborn am Mittwochabend bekannt gegeben hat.

Lange habe Schmidt über diese Entscheidung nachgegrübelt, seine Fürsorgepflicht gegenüber den Helferinnen und Helfern sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Laufes haben in den Überlegungen aber überwogen. Der Termin am 09. Mai sei ihm deshalb zu riskant. Schmidt habe hin und her überlegt, ob er den Lauf stattfinden lassen kann. Es war angedacht Startblöcke einzurichten oder aber die Teilnehmerzahl zu begrenzen.

Oberbrandmeister Mathias Schmidt steht dazu in engem Kontakt mit der örtlichen Ordnungsbehörde, was die Durchführung der Veranstaltung betrifft. Eine schriftliche Genehmigung wäre aber erst eine Woche vor dem Lauf erteilt worden. Die Unsicherheit sei ihm zu groß gewesen, den Lauf am 09. Mai durchzuführen. Mathias Schmidt möchte den Lauf ungern ganz in diesem Jahr absagen, weil ihm seine „Jungs“, wie er die Duchenne-Kinder nennt, sehr am Herzen liegen.

Die Einnahmen dieser Veranstaltung gehen an die Aktion Benni & Co von der Deutschen Duchenne-Stiftung. Rückzahlungen sind deshalb nicht möglich, weil die Startgebühren direkt an die Duchenne-Stiftung weitergeleitet werden. Bislang haben sich etwa 150 Läuferinnen und Läufer angemeldet. Die Anmeldungen behielten aber ihre Gültigkeit für den 29. August 2020.

Feuerwehrmann Mathias Schmidt läuft für Duchenne: Die „Jungs“, wie er die Duchenne-Kinder nennt, hoffen auf eine Lebenschance und auf Fortschritte in der Medizin, wofür Spendengelder unabdingbar sind. Bei der Muskeldystrophie vom Typ Duchenne handelt es sich um eine sogenannte seltene Erkrankung, die weltweit etwa einen von 5.000 Jungen betrifft. In Deutschland leben nach vorsichtigen Schätzungen etwa 2.000 Kinder und junge Erwachsene mit Duchenne Muskeldystrophie.

Die Lebenserwartung habe sich in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert, sei aber nach wie vor eingeschränkt, heißt es von der Deutschen Duchennestiftung. Mathias Schmidt ist ein Kämpfer für die gute Sache, für seine Jungs, die mit ihrer Grunderkrankung schon genug zu kämpfen haben. Den Coronavirus können sie jetzt am wenigsten gebrauchen, meint Schmidt, der auf eine Verbesserung der Lage hofft und selbst den Appell an alle Menschen richtet: "Bleibt die nächste Zeit zu Hause!". Nur so lasse sich die Lage entschärfen. Aktuelles zum Lauf veröffentlicht Mathias Schmidt regelmäßig unter seiner Internetadresse www.firefighter-owl.de

Fotos: Thomas Kube

Donnerstag, 02. April 2020 10:08 Uhr

NRW (red). Vor dem Hintergrund der aktuellen dynamischen Entwicklung des Corona-Virus hat das NRW-Ministerium für Schule und Bildung alle Veranstaltungen des Landessportfestes der Schulen bis zum Ende des laufenden Schuljahres 2019/2020 abgesagt. Davon betroffen sind auch die Wettkämpfe im Kreis Höxter.

Ausfallen werden alle noch anstehenden Kreismeisterschaften der Grundschulen, wie zum Beispiel die Fußball-Kreismeisterschaften WK IV Jungen und Mädchen am Donnerstag, 23. April, in Brakel und die Leichtathletik-Kreismeisterschaften der WK IV Jungen und Mädchen am Dienstag, 9. Juni, in Höxter. Ebenso betroffen sind davon am Dienstag, 12. Mai, die Schwimm-Kreismeisterschaften in Peckelsheim, der sogenannte NRW YoungStars Turnwettbewerb in der Sporthalle im Schulzentrum Nieheim am Montag, 18. Mai, das Turnier der Besten (Basketball-Tunier der Kreismeister der Kreise Lippe, Paderborn und Höxter) am Mittwoch, 20. Mai, die Leichtathletik-Kreismeisterschaften am 27. Mai in Höxter und die Fußballkreismeisterschaften am Donnerstag, 4. Juni, in Brakel. Die Crosslauf-Kreismeisterschaften rund um den Holsterturm in Nieheim werden in diesem Schuljahr ebenfalls nicht mehr stattfinden.

Abgesagt werden auch alle noch ausstehenden Kreis-, Bezirks- und Landesmeisterschaften. Davon betroffen sind im Rahmen der Bezirksrunden die Fußball-Zwischenrunde WK II und III Jungen und Mädchen am 21. und 23. April in Paderborn sowie die Endrunden am 5. Mai in Paderborn und am 8. Mai in Herford. Darüber hinaus die Tennis-Vorrunden WK II und III Jungen und Mädchen am 11. und 15. Mai sowie die Endrunden am 19. und 25. Mai in Herford.

 

Donnerstag, 02. April 2020 10:05 Uhr

Albaxen (red). Die Kinderfeuerwehr Albaxen/Stahle ist auf der Suche nach einem eigenen Logo. In der jetzigen Zeit, wo sich die Jungen und Mädchen der Kinderfeuerwehr nicht zu ihren Übungsstunden aufgrund der Corona-Krise treffen können, sind sie auf der Suche nach einem passenden Markenzeichen, womit sie sich mit der Kinderfeuerwehr verbunden fühlen.

Hierzu rufen die 20 Jungs und Mädchen im Alter von 6 bis 9 Jahren alle Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf, ein gemaltes Logo der den Schriftzug „Kinderfeuerwehr Albaxen/Stahle“ beinhalten soll, zu gestalten.

Dieses kann, wenn möglich als z. B. jpg, png usw. bis zum 30. April 2020 unter der E-Mail-Adresse karina.schoenfelder@gmx.de oder per Post an die Stadtverwaltung, z. Hd. der Kinderfeuerwehr, Westerbachstrasse 45, 37671 Höxter, gesendet werden.

Die gesammelten Werke wollen die Kinder und Betreuer der Kinderfeuerwehr Albaxen/Stahle in ihrer nächsten Gruppenstunde begutachten und dann das für sie passende Logo auswählen. Die noch sehr jungen und äußerst motivierten Feuerwehrkinder freuen sich auf viele tolle Logos und sagen: „Dankeschön“

Foto: Thomas Kube

Mittwoch, 01. April 2020 14:11 Uhr

Kreis (red). In diesen schwierigen Zeiten der Corona-Krise verzichten die Onlinezeitungen bewusst auf einen Scherz zum 1. April. Die aktuelle Lage bewegt viele Menschen aus dem Kreis. Sie haben Zukunftsängste, sind verunsichert oder sorgen sich um ihre Liebsten. Falschmeldungen und Gerüchte werden aktuell fast täglich verbreitet und schaffen ebenfalls Verwirrung. Aus diesen Gründen verzichten wir in diesem Jahr darauf, euch eine erfundene Geschichte aufzutischen.

Das Foto zu unserem Beitrag stammt von der Familie Budde/Wohlfarth aus Heinade. Sie beteiligen sich an der Regenbogen-Aktion und versuchen Personen mit ihren Straßenmal-Künsten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Foto: privat

Blaulicht
Mittwoch, 01. April 2020 22:51 Uhr
Menschenrettung durch die Feuerwehr in Lüchtringen
Mittwoch, 01. April 2020 22:50 Uhr

Höxter/Lüchtringen (red). Personensuche auf der Weser: Am Mittwochmorgen, den ersten April ist eine vermisste Person in Weser gesucht und gefunden worden. Dabei kam unter anderem ein Polizeihubschrauber und zwei Feuerwehrboote zum Einsatz. Alarm für die Feuerwehr war gegen 10:30 Uhr. Die Wehrleute aus Höxter und Lüchtringen suchten unter der Leitung von Feuerwehrchef Jürgen Schmits und in Zusammenarbeit mit der Polizei die Weser zwischen Lüchtringen und Höxter ab. „Es wird eine Person vermisst und in der Weser vermutet“ hieß es in der ersten Meldung. Sie könne sich zwischen Lüchtringen und Höxter befinden. Ein Boot des Löschzuges Höxter suchte daraufhin den Uferbereich der Weser zwischen Corvey Hafen und Höxter Bootsanleger Kanuverein ab. Ein zweites Boot der Wehr aus Lüchtringen suchte zwischen Lüchtringen und dem Corveyer Hafen, während ein Polizeihubschrauber die Suchmaßnahmen aus der Luft unterstützte. Die vermisste Person konnte im Verlauf der Suchmaßnahmen dann etwa 150 Meter unterhalb der Weserbrücke Lüchtringen leblos aufgefunden werden. Bei der Bergung hat die Feuerwehr die Polizei unterstützt. Die Feuerwehr war mit sechs Einsatzfahrzeugen und zwei Booten aus Lüchtringen und Höxter im Einsatz. Der Einsatz war nach anderthalb Stunden beendet. Die näheren Umstände, warum sich die Person in der Weser befand, sind noch unklar.

Foto: Freiwillige Feuerwehr Höxter

Mittwoch, 01. April 2020 11:28 Uhr

Höxter (red). Im Rahmen einer Verkehrskontrolle am Dienstag, gegen 17:30 Uhr, wurde ein 58-jähriger mit seinem VW Passat auf der B 64 zwischen Höxter und Godelheim von einer Polizeistreife angehalten und kontrolliert. Dabei stellten die Beamten deutlichen Alkoholgeruch bei dem Fahrzeugführer fest. Im Anschluss der Kontrolle entnahm ihm ein Arzt eine Blutprobe. Wegen des Verdachts einer Trunkenheitsfahrt wurde von den Beamten eine Strafanzeige gefertigt

Dienstag, 31. März 2020 12:01 Uhr

Höxter (red). Wie zurückliegend berichtet, kam es am 27. März zu einem Brand in einer Wohnung in der Schlesichen Straße. Der durch den Brand entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Einschätzungen auf 250.000 Euro. Die Ergebnisse des Brandermittlers der KPB Höxter festigen die Angaben, dass der Brand in einem Abstellraum der Wohnung ausbrach.

Ursache für den Brand dürfte nach Stand der Ermittlungen ein dort angeschlossenes Akku-Aufladegerät sein. Akkus gelten grundsätzlich als sicher. Doch in seltenen Fällen können Akkus, egal ob von einem Handy- oder E-Bike etc., sehr gefährlich werden. Sie können explodieren und einen regelrechten Brand auslösen. Daher sollte man die Angaben des Herstellers dringend beachten und sie während der Ladezyklen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Montag, 30. März 2020 10:01 Uhr

Beverungen (red). Mit großer Vorfreude blickten die Kinder der Kinderfeuerwehr Beverungen- Gruppe Herstelle auf den Termin der diesjährigen Dienstbesprechung Ende Februar, denn im Rahmen der Veranstaltung wurde den Jungen und Mädchen der Gruppe die sogenannte „Kinderflamme der Stufe 1“ verliehen.

Für diese offizielle- und im Kreis Höxter erstmalige Verleihung, reiste extra der Bildungsreferent für Kinder- und Jugendfeuerwehren in NRW, Alexander von den Steinen, von Wuppertal nach Herstelle.

Zusammen mit dem Stadtbrandinspektor Stefan Nostitz überreichte er elf Mitgliedern der örtlichen Kinderfeuerwehr die Kinderflamme. Sichtlich stolz waren dabei nicht nur die anwesenden Eltern der Kinder, sondern auch die Hersteller Kinderfeuerwehrwartin Cristina Anes- Knaup sowie ihr Stellvertreter Lukas Peters. Neben der Verleihung des Abzeichens wurde zudem ein Jahresrückblick über die absolvierten Ausbildungsdienste und Veranstaltungen im vergangenen Jahr durch Martin Knaup (Betreuer der Kinderfeuerwehr) gezeigt. Der Rückblick zeigte auf, dass die Nachwuchsbrandschützer zahlreiche Dienste absolvierten und stets zuverlässig und mit viel Freude an den Terminen teilnahmen.

Im Anschluss zeigte der stellvertretender Kinderfeuerwehrwart, Lukas Peters, noch einen Ausblick auf das Jahr 2020. So ist in diesem Jahr beispielsweise geplant, die Kinderflamme der Stufe 2 abnehmen zu lassen und für die restlichen und neuen Mitglieder die Ausbildung für die Kinderflamme der Stufe 1 durchzuführen.

Wie anspruchsvoll und vielfältig die Ausbildung zur Kinderflamme der Stufe 1 ist, zeigt die folgende Erläuterung der darin enthaltenen Aufgaben. So gehören neben dem Absetzen eines Notrufes auch die Auflistung der Aufgaben der Feuerwehr (Retten, Löschen, Bergen, Schützen) dazu. Außerdem müssen noch eine Personensuche in einem abgedunkelten Raum sowie eine Wahlpflichtaufgabe absolviert werden. Hier wurde seitens der Kinderfeuerwehr aus Herstelle eine Umweltaktion geplant und durchgeführt, bei welcher der Weserradweg nach Müll abgesucht und dieser eingesammelt wurde.

Foto: Martin Knaup

Politik
Freitag, 27. März 2020 10:57 Uhr
Stadt Höxter verzichtet auf Elternbeiträge für Offene Ganztagsgrundschulen
Mittwoch, 25. März 2020 09:24 Uhr

Lauenförde/Würgassen (red). Gemeinsam mit der SPD-Lauenförde um Bürgermeister Werner Tyrasa, Daniela Wichmann und Klaus Rickmeier hat die SPD Kreistagsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Dirk Reuter folgende Resolution auf den Weg gebracht:

Resolution zum geplanten Logistikzentrum für Atommüll in Würgassen: Mit großer Überraschung durften wir alle Anfang März erfahren, dass die bundeseigene Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) plant, ab dem Jahr 2027 auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerkes in Würgassen schwach- und mittelradioaktiven Abfall aus ganz Deutschland zu sammeln und für den Transport in den Schacht Konrad bei Salzgitter zusammenzustellen.

Der Ort Würgassen befindet sich im Dreiländereck Hessen, Niedersachen und Nordrhein-Westfalen und wir fragen uns, ob Niedersachsen mit Orten wie etwa Gorleben, dem Schacht Konrad oder der Asse nicht schon genug getroffen ist. Jetzt kommt noch die Planung für ein Zwischenlager dazu, welches direkt vor unserer Bundeslandsgrenze geschaffen werden soll. Diese Planung bedeutet darüber hinaus jede Menge Zugverkehr auf einer eingleisigen Strecke. Da die Züge zum Schacht Konrad geleitet werden sollen, rollen sie insgesamt 2 Stunden durch Niedersachsen. Dies ist für viele Menschen schlicht und einfach nicht mehr nachvollziehbar.

Hinzu kommt, dass wir uns in einer Region mit schlechter Verkehrsanbindung befinden. Die Bundes- und Landesstraßen sind im schlechten Zustand, Ortsumgehungen fehlen. Das würde für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger im Landkreis Holzminden bedeuten, dass die Transporte direkt an ihrer Haustür vorbeiführen. Eine Autobahnanbindung zum Schacht Konrad ist mindestens 40 km entfernt. Die Einwohner im Landkreis Holzminden haben in der jüngeren Vergangenheit zwischen den Kraftwerken Grohnde und Würgassen genug gelitten und sehr viel Nachteile für das Gemeinwohl hinnehmen müssen.

Wir sind daher der Meinung, dass der Landkreis Holzminden sich aktiv gegen diese Planungen einsetzen muss und fordern im Kreistag zu beschließen, sich mit der gegründeten Bürgerinitiative zu solidarisieren. Darüber hinaus erwarten wir, dass der Landkreis die aus der Region gewählten Bundestags- und Landtagsabgeordneten auffordert, gemeinsam mit den Abgeordneten der anderen beiden Bundesländer, die das Projekt betrifft, sich dafür einzusetzen, Möglichkeiten auszuloten wie das Projekt noch verhindert werden kann.

Foto: Kube

Donnerstag, 19. März 2020 10:46 Uhr

Höxter (red). Aufgrund des Corona-Virus hat die Stadt Höxter alle Rats- und Ausschusssitzungen bis zum 19. April abgesagt. Zum Erhalt der Handlungsfähigkeit können wichtige Entscheidungen auch als Dringlichkeitsentscheidung des Bürgermeisters mit einem Ratsmitglied gemäß der Gemeindeordnung erfolgen. Die Maßnahmen werden im Einzelfall auch mit den Vorsitzenden der Ratsfraktionen abgestimmt. Entscheidungen, die nicht dringend notwendig sind, werden auf spätere Sitzungen verschoben.

Wirtschaft
Dienstag, 31. März 2020 10:33 Uhr
Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg: Jobs in der Landwirtschaft - Jeder kann helfen"
Dienstag, 31. März 2020 10:04 Uhr

Bad Driburg/Höxter (red). Das Klinikum Weser-Egge ist für eine weitere Ausbreitung des Coronavirus weiterhin gut gerüstet. Neben der bereits eingerichteten Isolationsstation im St. Ansgar Krankenhaus in Höxter steht nun im St. Josef Hospital in Bad Driburg eine weitere Versorgungseinheit für Corona-Infizierte zur Verfügung.

"Aktuell ist die Lage in unseren Krankenhäusern entspannt, aber wir sind für andere Szenarien vorbereitet: Geplante Operationen haben wir weitestgehend verschoben und unsere Mitarbeiter sind geschult", sagt KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes in einer Pressemitteilung. Corona-Patienten sollen vornehmlich an den Standorten Bad Driburg und Höxter behandelt werden. Jostes: "Dort können wir eine bestmögliche intensivmedizinische Versorgung sicherstellen."

Für weitere "Eskalationsstufen" ist in einem so genannten Stufenkonzept der weitere Ausbau von Intensiv- und Beatmungsplätzen vorgesehen. "Auf Knopfdruck" könnten beispielsweise die Aufwachräume in Bad Driburg und Höxter für Intensivpatienten umgerüstet werden. 

Aktuell stehen am Klinikum Weser-Egge 42 Intensivbetten zur Verfügung. Darüber hinaus ist es möglich, die Zahl der Intensivplätze innerhalb eines Tages um mehr als 50 Prozent zu erhöhen. Dafür sind auch zusätzliche Beatmungsgeräte geordert worden, die zum Teil schon eingetroffen sind. In einer extra eingerichteten Task-Force berät sich regelmäßig ein Experten-Team, um schnellstmöglich auf aktuelle Entwicklungen reagieren zu können.

Montag, 30. März 2020 10:45 Uhr

NRW (red). In einem gemeinsamen Aufruf werben Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser, Integrations- und Flüchtlingsminister Joachim Stamp und Arbeitsminister Karl-Josef Laumann für die Unterstützung der heimischen Landwirtschaft in der jetzt beginnenden Pflanz- und Erntezeit: "Aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen fehlen in den kommenden Wochen in der Landwirtschaft Arbeitskräfte. Was jetzt nicht an Gemüse gepflanzt wird, kommt später auch nicht bei uns in die Regale und auf den Tisch. Bei einigen Sorten stehen in Kürze erste Erntearbeiten an. Hier ist eine breite Unterstützung und kurzfristig zusätzliche Arbeitskräfte erforderlich. Tragen Sie mit dazu bei, dass wir trotz Corona-Krise regionale Vielfalt auf unseren Tellern bewahren."

Gezielt angesprochen sind zum Beispiel Personen, die sich Corona-bedingt derzeit in Kurzarbeit befinden, Asylbewerber und Geduldete, die arbeiten dürfen, sowie alle Interessierte, die in den kommenden Wochen mit einer Arbeit in der Landwirtschaft Geld verdienen und sich dabei für die Gesellschaft einsetzen möchten. Begleitend setzt sich Nordrhein-Westfalen auf Bundesebene dafür ein, dass rechtliche Einschränkungen verringert werden und der kurzfristige Arbeitseinsatz in der Landwirtschaft unbürokratisch möglich ist.

Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser appelliert: "Wir haben eine Lücke von etwa 45.000 dringend benötigten Erntehelferinnen und Erntehelfern. Ich rufe deshalb alle Bürgerinnen und Bürger mit freien Kapazitäten dazu auf, ihre Hilfe auf den Höfen anzubieten." Am 8. April beginnt für etwa 400 Betriebe in Nordrhein-Westfalen die offizielle Spargelsaison. Auf den Feldern beginnt bereits die Rhabarber-Ernte, Kartoffeln, Salate, Kohl oder Lauch müssen ausgepflanzt werden und auch die ersten Erdbeeren müssen in naher Zukunft geerntet werden. Von den Einreisesperren sind in Nordrhein-Westfalen rund 53.000 Saisonarbeitskräfte betroffen; 8.300 Arbeiterinnen und Arbeiter sind bereits auf den landwirtschaftlichen Betrieben in Nordrhein-Westfalen unterwegs.

Joachim Stamp, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration: "Wir brauchen jede helfende Hand. Deshalb sind Arbeitsverbote, die einen Teil der hier lebenden Asylbewerber und Geduldete treffen, grundsätzlich falsch und es ist unverantwortlich, dass der Bund diese Restriktionen auch nur einen Tag länger aufrechterhält. Der Bund muss sofort handeln - ansonsten soll er es den Ländern ermöglichen, dass wir selbst aktiv werden können." Es gehe dabei auch um ein gesamtgesellschaftliches Zeichen: Wenn Menschen aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam die Lebensmittelproduktion in Deutschland unterstützten, sei das ein wichtiges Zeichen.

Auch Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, setzt sich gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit dafür ein, möglichst viele Menschen für diese wichtige Aufgabe zu gewinnen: "Das Corona-Virus macht es auch der Landwirtschaft momentan sehr schwer. Die Landwirtschaft arbeitet jeden Tag für uns - jetzt hat sie unsere Unterstützung verdient! Es fehlen aber helfende Hände, vor allem weil Saisonkräfte aus dem europäischen Ausland nicht einreisen dürfen. Jeder, der hier mithelfen kann und möchte, sollte sich melden. Wir setzen auf eine möglichst große Resonanz!"

Es gibt inzwischen vielfältige Vermittler-Plattformen, die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber der Landwirtschaft mit Arbeits- und Hilfswilligen zusammenbringen. Das zentrale Portal des Bundes, das regionale Vermittlungen ermöglicht, ist die Internetplattform www.daslandhilft.de. Das Angebot ist für beide Seiten kostenlos. Auch der Rheinische Landwirtschafts-Verband sowie der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband bieten Mitmachaktionen an, um zusätzliche Erntehelfer zu gewinnen.

Sport
Dienstag, 17. März 2020 08:58 Uhr
SV Germania Nörde und Schiedsrichtervereinigung Kreis Höxter trauern um Dietmar Feischen
Samstag, 14. März 2020 12:15 Uhr

Höxter (TKu). Aufgrund der sich immer weiter ausbreiteten Corona-Welle hat nun auch der Schützenverein Höxter drauf reagiert und das bevorstehende Pokalschießen der Vereine der Stadt Höxter am 20. März 2020 bis auf Weiteres abgesagt.

Das teilte Werner Manz vom Schützenverein Höxter am Donnerstagabend mit. Aufgeschoben sei aber nicht aufgehoben, das Schießen solle zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, teilt Werner Manz mit und verbleibt mit „sportlichen Grüßen“.

Die Veranstaltung der Schützengilde war in den vergangenen Jahren immer gut besucht im Höxteraner Schützenhaus, mehr als 1000 Menschen waren es allerdings nicht. Im Kampf gegen das Coronavirus drängen nun auch der Bund und die Länder darauf, „nicht notwendige“ Veranstaltungen mit weniger als 1000 Teilnehmern abzusagen. „Das ist ein Aufruf an alle“, sagte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder am Donnerstagabend in Berlin. Der Schützenverein Höxter hat sich das zu Herzen genommen und umgehend reagiert.

Foto: Thomas Kube

Mittwoch, 11. März 2020 10:28 Uhr

Kreis Höxter (red). „Aufgrund der ergiebigen Regenfälle der letzten Tage hat sich der Kreis-Fußball-Ausschuss dazu entschlossen, für das kommende Wochenende eine Generalabsage auf Kreisebene auszusprechen“, erklärte Dieter Attelmann am Mittwochmorgen. „Ich weise darauf hin, dass bei einer Generalabsage auch keine Freundschaftsspiele im Kreisgebiet durchgeführt werden dürfen“, so Attelmann abschließend.

 

Panorama
Mittwoch, 29. Januar 2020 10:57 Uhr
Junger Pianist aus Belgien zu Gast im Landgrafensaal
Mittwoch, 15. Januar 2020 11:57 Uhr

Paderborn (red). Die Polizei Paderborn ermittelt wegen eines Körperverletzungsdelikts auf der Riemekestraße in Paderborn, bei dem am Dienstagabend ein 13-jähriger Junge verletzt wurde. Gegen 19.30 Uhr entdeckte ein Polizeibeamter auf Streife an der Riemekestraße in Höhe der Erzberger Straße einen auf dem Gehweg liegenden Jungen. Ein anderer Junge (15) kümmerte sich schon um den Verletzten und hatte bereits dessen Mutter verständigt.

Der 13-Jährige hatte Schmerzen und brauchte ärztliche Hilfe, sodass der Polizist sofort den Rettungsdienst alarmierte. Laut Angaben des Verletzten wurde er an der Örtlichkeit von einem unbekannten Mann attackiert. Der Mann habe einige laute Worte gerufen und habe mehrfach auf ihn eingeschlagen, bis er am Boden lag. Dann sei der Täter in Richtung Rathenaustraße geflüchtet. Er soll etwa 60 Jahre alt sein und graue Haare haben. Der Mann habe eine Bierflasche dabei gehabt.

Mit einem Rettungswagen wurde der 13-Jährige zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht jetzt Passanten, die den Vorfall beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise an die Polizeidienststellen oder telefonisch unter der Rufnummer 05251/3060.

Mittwoch, 15. Januar 2020 11:07 Uhr

Bad Karlshafen (red). Musik aus der Gründungszeit Bad Karlshafens und davor ist am Sonntag, dem 26. Januar ab 11.15 Uhr im Rathauskonzert zu hören. Barocke Arien, begleitet von Cembalo und verschiedenen Blasinstrumenten stehen dann im passenden Ambiente des historischen Landgrafensaals auf dem Programm. Zu Gast sind Friederike Holzhausen (Sopran), Susanne Ehrhardt (Clarino, Chalumeau, Blockflöte) und Sabine Erdmann (Cembalo).

Die Werkfolge des Konzertes berücksichtigt bekannte Komponisten des Barock wie Alessandro Scarlatti und Georg Philipp Telemann, von Georg Friedrich Händel erklingt die Kantate „Venus und Adonis“ HWV 85. Weitere Stücke stammen von Hotteterre, Mancini, van Eyck und anderen.

Friederike Holzhausen legte ihr Konzertexamen in Leipzig ab und betreute an der dortigen Musikhochschule eine Gesangsklasse. Auftritte im Gewandhaus, der Kölner Philharmonie oder der Dresdener Frauenkirche sowie internationale Tourneen und Festivalauftritte sowie CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen zeigen ihre Expertise in der barocken Vokalmusik.  Die Cembalistin Sabine Erdmann ist als Continuo-Spielerin in zahlreichen Orchestern und Ensembles aktiv, ihre aktuelle CD mit der Flötistin Barbara Kortmann heißt „Inner Lights“. Susanne Ehrhardt ist eine ausgewiesene Spezialistin für Blockflöten und Klarinette. Über achtzehn Jahre leitet sie die Blockflötenklasse der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, 2007 erhielt sie eine Professur für Blockflöte, Klarinette und deren historische Vorläufer.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Termine der Bad Karlshafener Rathauskonzerte finden Sie auf der Internetseite der Musikschule Bad Karlshafen e.V.: www.musikschule-karlshafen.de

Foto: Stephan Röhl

 

Dienstag, 14. Januar 2020 10:29 Uhr

Düsseldorf (red). Die Landesregierung untermauert ihr finanzielles Engagement für die jüdischen Gemeinden: 3,4 Millionen Euro werden in 2020 für „Neubaumaßnahmen nebst Umbau- und Renovierungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen“ bereitgestellt.

„Die finanzielle Förderung ist Ausdruck der Verbundenheit, die die Landesregierung zu den jüdischen Gemeinden unterhält. Wir freuen uns, dass heute jüdisches Leben mit neuen Gemeindezentren und Synagogen sichtbar in unserem Land vertreten ist und Heimat findet“, erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. „Die Unterstützung der jüdischen Gemeinden ist zugleich Ausdruck der Wertschätzung und Solidarität, die uns mit den jüdischen Verbänden verbindet.“ Über die Verteilung der Mittel untereinander entscheiden die Empfänger selbst. Sie müssen mittels eines Testats eines Wirtschaftsprüfers die korrekte Verwendung der Gelder belegen.

Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Koordinator für die Mittelverwendung, unterstreicht die Bedeutung der finanziellen Unterstützung: „Die Förderung durch das Land ist Ausdruck der Verbundenheit mit uns. Dafür sind wir dankbar, denn die Modernisierungen und Neubauten ermöglichen es, dem vielfältigen jüdischen Leben in Nordrhein-Westfalen erweiterte beziehungsweise neue Möglichkeiten zu eröffnen.“

Von Aachen bis Unna reicht die Liste der rund 40 Projekte. Konkret wurden beziehungsweise werden jüdische Gemeindezentren saniert und ausgebaut, aber auch der Umbau einer ehemaligen Kirche in eine Synagoge mit Gemeindezentrum gefördert.

Hintergrund

Die Unterstützung des jüdischen Glaubens hat Tradition. Bereits 1992 wurde zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den jüdischen Verbänden ein Vertrag geschlossen, mit dem sich das Land verpflichtet, die jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. 2017 wurde der fünfte Änderungsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, dem Landesverband Jüdischer Gemeinden von Westfalen-Lippe, der Synagogen Gemeinde Köln sowie dem Landesverband progressiver jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Seitdem stehen Mittel des Landes bereit, um jüdische Einrichtungen zu renovieren oder neu zu errichten. Der Förderbetrag erhöht sich jährlich bis zum Ende der Laufzeit des Vertrages im Jahr 2028 um je 200.000 Euro bis zur Höchstfördersumme von fünf Millionen Euro. Unabhängig davon stellt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung weiterhin Mittel für die baulich-technischen Sicherungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen bereit.

Dienstag, 14. Januar 2020 10:17 Uhr

Düsseldorf/Tel Aviv (red). Das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel nimmt im Januar seine Arbeit auf. Als Leiter des NRW-Büros in Tel Aviv konnte der Israel-Experte Dr. Gil Yaron gewonnen werden. Dies berichtete Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, am Freitag (10. Januar 2020) dem Ausschuss für Europa und Internationales im Düsseldorfer Landtag.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Land pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie Nordrhein-Westfalen. Das neue Büro in Tel Aviv wird die zahlreichen Aktivitäten unseres Landes in Israel bündeln, unser Land vor Ort präsenter machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit entwickeln. Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden. Zugleich ist die Einrichtung ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Freunde in Israel, denn schließlich ist es weltweit das erste Büro Nordrhein-Westfalens in einem anderen Land mit einem so umfassenden Auftrag.“
 
Mit der in Tel Aviv angesiedelten Dependance der Staatskanzlei will die Landesregierung die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen der Länderkompetenzen vertiefen. Das Büro wird in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv agieren.
 
Der Ministerpräsident weiter: „Nordrhein-Westfalen und Israel verbindet längst weitaus mehr als die sich für uns aus dem Menschheitsverbrechen der Shoa ergebende Verantwortung. Wir profitieren heute von engen Kontakten zur High-Tech Nation Israel. Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt. Wissenschaft und Wirtschaft spielen hier Hand in Hand. Zukunftstechnologien wie etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder Big Data-Anwendungen im Bereich der Medizin sind für Nordrhein-Westfalen von größtem Interesse.“
 
Dementsprechend ist das neue Büro zunächst in einem modernen Coworking-Space in Tel Aviv untergebracht, in dem auch zahlreiche Start-up-Unternehmen arbeiten. Über den endgültigen Standort des Büros wird noch entschieden.
 
Das neue Büro wird in Israel für Nordrhein-Westfalen werben und israelischen Unternehmen und Investoren die Standortvorteile Nordrhein-Westfalens sichtbar machen. Dabei wird es eng mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Tel Aviv kooperieren, die bereits für das Land in Israel aktiv ist und ihre erfolgreiche Tätigkeit für Nordrhein-Westfalen fortsetzt.
 
Der neue Leiter des Israel-Büros: Zur Person Dr. Gil Yaron
Die Leitung des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv übernimmt Dr. Gil Yaron, dessen Lebenslauf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern verkörpert. Ministerpräsident Laschet: „Mit Gil Yaron konnten wir einen ausgewiesenen Kenner der Region für die Leitung des Büros gewinnen. Mit seinen Artikeln, Büchern und Vorträgen in beiden Ländern trägt Gil Yaron seit über zwei Jahrzehnten zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Israelis bei. Er kennt den jüdischen Staat, sein Umfeld, seine Bevölkerung und seine Medien wie kaum ein anderer und unterhält seit seiner Kindheit engste Beziehungen zu Nordrhein-Westfalen. Zudem verfügt er über ausgezeichnete Kontakte und ein großes Netzwek in Israel.“
 
Gil Yaron kam 1973 als Sohn deutschstämmiger Israelis in Haifa zur Welt. Sein Großvater stammt aus Hoengen bei Aachen, seine Großmutter aus Nordhausen. Beide verließen 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und flohen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Yarons Eltern wanderten kurz nach seiner Geburt nach Düsseldorf aus. Dort wuchs er bis zum Abitur auf. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der renommierten Brown University in den USA kehrte Gil Yaron nach Israel zurück, um in Jerusalem an der Hebrew University Medizin zu studieren. Bis zu seiner Promotion 2006 forschte und veröffentliche er zudem im Feld der Molekularbiologie.
 
Schon vor Abschluss seines Studiums interessierte sich Gil Yaron für die Nahostberichterstattung. Er studierte Arabisch und Politik in Givat Haviva und an der Hebräischen Universität und schrieb für eine Vielzahl hebräischer, deutsch- und englischsprachiger Medien, zuletzt als Israel-Korrespondent für die WELT.
 
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Israel
Nordrhein-Westfalen und Israel pflegen traditionell enge Beziehungen. Zahlreiche Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und Stipendienprogramme für Studierende spiegeln diesen engen Austausch wider. Lehrer, Richter, Staatsanwälte und angehende Polizeibeamte können an Fortbildungs- beziehungsweise Studienreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. 28 israelische und nordrhein-westfälische Städte verbindet eine Partnerschaft.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm in der Vergangenheit bei der Wiederaufnahme von Verbindungen zu Israel stets eine Vorreiterrolle. Lange vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen bezogen israelische Diplomaten ihren Sitz zuerst in Köln und dann in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Zugleich gelang es Nordrhein-Westfalen, Kontakte zur israelischen Gesellschaft aufzubauen. Die Arbeit des neuen Büros in Israel ist die Fortentwicklung einer langen Tradition enger Beziehungen mit Israel, die fortan mit weiteren Inhalten bereichert werden soll.

Foto: Land NRW / Shani Nahmias

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