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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Samstag, 24. Juli 2021 09:11 Uhr
Kreis Höxter: 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter
Samstag, 24. Juli 2021 08:00 Uhr

Kreis Höxter (red). Bereits am siebten Tag in Folge bewegt sich die Inzidenz im Kreis Höxter über der Marke von 10. Am Freitag, 23. Juli, lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 17,8. „Schon jetzt zeichnet sich ab, dass wir die Marke von 10 morgen nicht unterschreiten werden“, erklärt der Leiter des Krisenstabs des Kreises Höxter, Matthias Kämpfer. Deshalb sei davon auszugehen, dass der Kreis Höxter voraussichtlich am Montag, 26. Juli, durch die Landesregierung der Inzidenzstufe 1 zugeordnet wird.

Die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen sieht hierzu Folgendes vor. Wenn in einer Region, in der die Regeln der Stufe 0 gelten, die Sieben-Tage-Inzidenz an acht aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 10 überschreitet, gelten vom übernächsten Tag an die strengeren Regeln der Inzidenzstufe 1. Nachdem sich die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Höxter fast einen Monat lang stabil unter dem Wert von 10 gehalten hatte, wurde diese wichtige Marke am Samstag, 17. Juli, erstmals überschritten. Liegt die Inzidenz durchgehend bis Samstag, 24. Juli, über 10, so werden am übernächsten Tag, also am Montag, 26. Juli, die Corona-Regeln der Inzidenzstufe 1 wirksam.

Samstag, 24. Juli 2021 07:08 Uhr

Kreis Höxter (red). Rund 57 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Kreis Höxter sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Fast 69 Prozent der Gesamtbevölkerung haben bereits ihre erste Impfung erhalten. „Zur wirksamen Eindämmung der Pandemie reicht das aber noch nicht aus“, erklärt der Leiter des Krisenstabs des Kreises Höxter, Matthias Kämpfer.

Mit einer Plakataktion wirbt der Kreis Höxter für die Schutzimpfung, um den Impffortschritt weiter voranzutreiben. „Lassen Sie sich impfen. Für Sie. Für uns. Für alle“ - das steht auf den Plakaten. Und es ist auch der Appell von Landrat Michael Stickeln. „Mit der Aktion möchten wir erreichen, dass die Schutzimpfung weiter im Fokus der Öffentlichkeit bleibt“, so der Landrat. „Es ist dringend geboten, den Sommer zu nutzen, um die Impfquote bei uns im Kreis Höxter gemeinsam noch weiter zu erhöhen.“ Ziel ist es, mit der flächendeckenden Impfung der Bevölkerung die Corona-Pandemie wirksam einzudämmen.

Nachholbedarf bei 16- bis 39-jährigen

Denn viele Menschen im Kreis Höxter haben die Schutzimpfung noch vor sich. „Sie können sich kurzentschlossen im Impfzentrum ohne Termin impfen lassen“, sagt der Leiter des Impfzentrums des Kreises Höxter Matthias Potthoff. Nach dem hohen Andrang während der Impfstoffknappheit ist die Nachfrage zwischenzeitlich zurückgegangen. „Deshalb geht es jetzt viel einfacher und schneller, sich beim Hausarzt oder im Impfzentrum impfen zu lassen“, so Potthoff.

Insbesondere in der Altersgruppe der 16- bis 39-jährigen bestehe beim Impfen noch Nachholbedarf. Die meisten der aktuell Infizierten im Kreis Höxter sind jünger als 25. „Das Risiko einer Corona-Infektion wird von einigen möglicherweise unterschätzt“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes des Kreises Höxter, Dr. Ronald Woltering. Er rät dringend zur Schutzimpfung, um sich selbst und andere zu schützen. „Das Virus ist weiterhin präsent“, so der Mediziner. Das zeigten auch die wieder ansteigenden Infektionszahlen in Deutschland.

Umso wichtiger sei es, die drei wichtigsten Elemente der Pandemiebekämpfung zu beherzigen: Impfen, Abstands- und Hygieneregeln und Testen. „Wir haben Sorge, dass die Infektionen im Herbst wieder ansteigen können“, sagt der Leiter des Krisenstabs, Matthias Kämpfer. „Deshalb wollen wir mit unserer Kampagne noch einmal den Gemeinschaftssinn für das Impfen stärken. Wer sich jetzt noch schnell impfen lässt, ist im Herbst besser geschützt und übernimmt zugleich Verantwortung für den Schutz seiner Mitmenschen.“

Landrat Michael Stickeln hat schon die Zeit nach den Sommerferien im Blick. „Wir tragen auch gemeinsam Verantwortung für die Kinder, die sich so sehr Normalität in der Schule und in der Kita wünschen.“ Deshalb seien alle gefordert, durch solidarisches, verantwortungsvolles und achtsames Verhalten, die Infektionszahlen auf ein niedriges Niveau zurückzudrängen. „Dazu tragen die flächendeckenden Impfungen wesentlich bei. Je mehr geimpft sind, desto mehr Freiheiten werden möglich sein“, schaut Landrat Michael Stickeln nach vorn.

Anmeldung

Freitag, 23. Juli 2021 08:57 Uhr

Kreis Höxter (red). Im Kreis Höxter gibt es aktuell 5.137 (+2) laborbestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Davon gelten 4.960 (+1) Personen als genesen und 36 (+1) Personen als noch aktiv infiziert. Keine weitere Person ist im Vergleich zum Tag zuvor verstorben. Damit sind seit Beginn der Pandemie 141 positiv getestete Personen im Kreis Höxter verstorben.

Die Anzahl der COVID-19-Fälle der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner beträgt für den Kreis Höxter, laut Robert-Koch-Institut 17,825 (Stand: 0 Uhr).

Zurzeit aktive Infektionen im Kreis Höxter:

Bad Driburg 2

Beverungen 1

Borgentreich 0

Brakel 1

Höxter 27

Marienmünster 1

Nieheim 0

Steinheim 3

Warburg 0

Willebadessen 1

Freitag, 23. Juli 2021 07:00 Uhr

Kreis Höxter (red). Mehr als die Hälfte der Bevölkerung im Kreis Höxter ist zwar schon vollständig geimpft. „Doch gibt es auch viele Bürgerinnen und Bürger, die ihre erste Impfung noch vor sich haben. Sie können mit oder ohne Termin ins Impfzentrum kommen“, sagt dessen organisatorischer Leiter Matthias Potthoff.

Geöffnet ist das Impfzentrum in Brakel am Freitag, 23. Juli, von 14 bis 18 und am Samstag, 24. Juli, von 8 bis 18 Uhr. „An diesen beiden Tagen können wir insgesamt bis zu 1.200 Menschen impfen“, lädt Potthoff insbesondere auch Kurzentschlossene dazu ein, die Chance auf eine Impfung ohne vorherige Terminbuchung wahrzunehmen. Es besteht die Möglichkeit, sich mit Impfstoffen der Hersteller BioNTech/Pfizer, Johnson& Johnson oder Moderna impfen zu lassen.

Nächste Woche wird das Impfzentrum von Mittwoch, 28. Juli, bis Sonntag, 1. August, jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Aktuelle Informationen zu den Öffnungszeiten sind auch im Internet zu finden.

Region Aktiv
Samstag, 24. Juli 2021 08:21 Uhr
Forum Jacob Pins: Bilder im Gespräch
Samstag, 24. Juli 2021 07:42 Uhr

Sababurg (red). Der Tierpark Sababurg ist der älteste, bis heute in seinem ursprünglichen Areal erhaltene, Tiergarten Deutschlands. In diesem Jahr besteht der 1571 von Landgraf Wilhelm IV. am Fuße seines Jagdschlosses Sababurg errichtete Tierpark seit 450 Jahren.

Vorgeschichte /Geschichte der Sababurg

  • Um 1300 legte der Erzbischof von Mainz auf einem Basaltkegel die „Zapfenburg“ an. Sie diente als Grenzbefestigung gegen Braunschweig und Hessen.
  • Um 1330 wurde die Burg erneut befestigt, um die Wallfahrten nach Gottsbüren zu schützen.
  • 1354 musste der Erzbischof die Hälfte der Burg an die Landgrafen von Hessen abtreten.
  • 1429 gelangt sie vollständig in hessischen Besitz und verfiel anschließend, da sie ihre Schutzfunktion verloren hatte.
  • Ab 1490 wurde die Burg unter den Landgrafen Wilhelm II. und Philipp dem Großmütigen zu einem Jagdschloss ausgebaut.
  • Wilhelm IV. errichtete dann den Tierpark (132 ha) dazu.

Geschichte des Tierparks:

Die ersten 200 Jahre:

Er ist neben Schönbrunn (Wien 1570) einer der ältesten Tierparks Europas. 1571 wurde er vom damaligen Landgrafen (Wilhelm IV.) eingerichtet. Der Tierpark war damals Waldfläche, die von einer Dornenhecke umrahmt war. Diese Dornenhecke hat die Brüder Grimm zu ihrem „Dornröschenmärchen“ inspiriert und die Sababurg so zum „Dornröschenschloss“ werden lassen. In seinem Jagdrevier unterhalb seines Jagdschlosses hielt sich der Landgraf für Forschungszwecke bereits damals auch schon Ure, weiße Hirsche, Damwild, Gämsen, Elche und Rentiere. Die Mauer um den Park wurde 1589 bis 1591 aus den Steinen der Ruine Schöneburg errichtet. Der Tierpark bestand in dieser Form mehr als 200 Jahre. Erst mit dem ausgehenden Absolutismus wurde der Tiergarten barock umgestaltet: Friedrich II. ließ mitten im Park eine Jagdsternanlage für die Parforcejagd errichten (um 1770). Der fast 200-jährige „Dornröschenschlaf“ Ab etwa 1790 wird im Tierpark mit der Abholzung der Wälder begonnen, nur einzelne Bäume lässt man als Hutebäume auf den Weideflächen stehen. Das Tierparkgelände wird vom Gestüt Beberbeck nun in zunehmendem Maße für die Pferdezucht genutzt. Wild wird in immer geringem Umfang gehalten. Die Pferdezucht gewinnt zunehmend an Bedeutung. Anfang unseres Jahrhunderts nach der Auflösung des Gestüts Beberbeck fällt das Tierparkgelände schließlich der Domäne Beberbeck zu. Die Wiedereinrichtung des Tierparks Anfang der 70er Jahre begann der Landkreis damit, wieder einen Tierpark auf dem Gelände einzurichten. 1970 wurde der Pachtvertrag für den Mauerpark geschlossen. 1971 wurde der erste Spatenstich für den Ausbau getätigt und die ersten Gehege durch den damaligen Kreis Hofgeismar eingerichtet. 1973 wurde der Tierpark schließlich endgültig offiziell eröffnet und seither ständig ausgebaut.

Der Entwicklung des Tierparks lagen bereits damals 3 konzeptionelle Schwerpunkte zugrunde:

  • Urwildpark: Vom Aussterben bedrohte, heimische Wildtierarten ( Wölfe, Luchse, Fischotter, Wisente, Urwildpferde, Rückzüchtungen von bereits ausgestorbenen Tierarten (Ure, Tarpan-Pferde). In Anlehnung an die historische Tradition des Tierparks werden auch heute im Tierpark verschiedene Hirsche, darunter auch weiße Hirsche - wie zu Zeiten des Landgrafen - gehalten. An die Tradition der Pferdezucht für die Kavallerie des Gestüts Beberbeck anknüpfend, werden im Tierpark Pferde gehalten (Przewalskipferde, Tarpane und Exmoorponys).
  • Haustiergarten / Archepark: Alte Haus- und Nutztierrassen, die auszusterben drohen, da sie für unsere Landwirtschaft wirtschaftlich unbedeutend sind: im Tierpark werden verschiedene Ziegen-, Schaf-, Schweine-, Esels- und Hühnerrassen gehalten.
  • Kinderzoo: Streicheltieranlage mit Zwergziegen Für Besucher attraktive Tierarten (Pinguine, Kängurus, Kattas, Erdmännchen, Kaninchen, Waschbären) Abweichend vom Konzept des Tierparks werden hier auch einige exotische Arten gehalten, da diese Tierarten zum einen für Besucher attraktiv sind und zum anderen für den Biologieunterricht didaktische Bedeutung haben.

Seit damals sind das Museum, die Greifvogelstation und die BienenWelt dazu gekommen.

Beliebteste touristische Attraktion in der Nordspitze Hessens

Der Tierpark Sababurg hat sich im Laufe der fünf Jahrzehnte - seit seiner Wiedereinrichtung – zu einem attraktiven Tierpark mit touristisch und regionalwirtschaftlich hoher Bedeutung für den Landkreis Kassel und darüber hinaus entwickelt. Mit Besucherzahlen von jährlich über 300.000 Besuchern. Das zeigt, wie beliebt der Tierpark Sababurg ist.

Das Jubiläumsjahr 2021

Die Einweihung der Anlage für die Beberbecker Pferde war der Startschuss von besonderen Terminen und Aktionen im Jubiläumsjahr.

Folgende Aktionen sind geplant im Jubiläumsjahr:

  • Jubiläumsaktion für Kinder: Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahren, Schüler und Studenten (mit Ausweis) jeden Mittwoch im Zeitraum vom 19. Juli bis 5. September. Das heißt im Zeitraum vom 19. Juli bis 5. September zahlen Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre, Schüler und Studenten (mit Ausweis) mittwochs keinen Eintritt.
  • Jubiläumsaktion am Imbiss: Sababurger und ein Getränk zum Jubiläumspreis von 450 Cent (anstatt 8Euro) - vom 19. Juli bis 5. September (alternativ vegetarischer und veganer Burger), Sababurger Bratwurst/Currywurst und Pommes und Ketchup mit einem Getränk zum Jubiläumspreis von 450 Cent (anstatt 7,70  Euro)
  • Vom 19. Juli bis 5. September Jubiläumsaktion im Tierpark-Shop: Shop-Produkt der Woche zum Aktionspreis, wöchentlich wechselnd
  • Im Zeitraum vom 19. Juli bis 5. September Gewinnspiele im Jubiläumsjahr - Über die Sommersaison des Jubiläumsjahres verteilt wird es wechselnde Gewinnspiele über Presse, Social Media, Website für die Tierparkfans geben. Gewinnen können die Tierparkfans: - Tag mit dem Falkner - Tag mit dem Tierpfleger - Nachmittag unter Rentierleuten - Grillabend auf der Gasthaus Terrasse
  • Auch das Gasthaus Zum Tiergarten wird mit besonderen Angeboten im Jubiläumsjahr beitragen. Jubiläumspfanne des Gasthauses (leckere Spezialitäten der Region in der gusseisernen Pfanne), Jubiläums-Grillabende auf den Gasthausterrassen, immer freitags im August
  • Kommentierte Führungen im Jubiläumsjahr „Der Tierpark Sababurg und seine vielfältigen Attraktionen im Wandel der Zeit jetzt und heute“ ist das Thema der kommentierten Führungen im Jubiläumsjahr. Jeweils mittwochs und freitags (beginnend ab 23. Juli) um 17.30 Uhr, Treffpunkt am Infozentrum des Tierparks, Voranmeldung erforderlich. Maximal 20 Teilnehmer.

Ab Mitte September wird mit der Erweiterung des Luchsgeheges eine neue Attraktion des Tierparks fertiggestellt sein.

Jahreskarten des Tierparks Sababurg Die tierisch günstigen Jahreskarten des Tierparks (25 Euro Jahreskarte Erwachsene, 14 Euro Jahreskarte Kinder und Jugendliche, 55 Euro Jahreskarte Familien, 55 Euro Jahreskarte Großeltern mit ihren Enkeln) können Sie direkt im Infozentrum erwerben. Die Jahreskarte ist ab Ausstellungsdatum volle 12 Monate gültig.

  

Fotos: Tierpark Sababurg

Freitag, 23. Juli 2021 20:50 Uhr

Nieheim (red). Zum Kulturstart 2021 lädt OWL-Booking an diesem Wochenende gleich zweimal in Nieheim ein. Den Anfang macht die italienische Nacht mit Salva & La Nuova Generazione am Samstag, dem 24. Juli, im Biergarten an der Stadthalle Nieheim. Besucherinnen und Besucher dürfen sich auf stimmungsvolle, handgemachte Musik mit internationalen und italienischen Klassikern, die mit der typischen Lebensfreude Italiens jeden Zuhörer direkt in seinen Bann zieht, freuen.

Freitag, 23. Juli 2021 08:14 Uhr

Kreis Höxter (red). Diskriminierung kommt im Kreis Höxter auch heute noch in vielen Lebensbereichen vor. Oft fehle das Bewusstsein für Diskriminierung, so Djordje Cenic. Der Politikwissenschaftler, der als Referent beim Caritasverband für den Kreis Höxter arbeitet und für die neue Integrationsagentur mit dem Schwerpunkt Antidiskriminierungsarbeit zuständig ist, macht es sich zur Aufgabe, unterschiedliche Zielgruppen für das Phänomen Diskriminierung zu sensibilisieren und darüber aufzuklären.

Der Kreis Höxter hat schon immer als „weißer Fleck“ im Netzwerk der Integrationsagenturen in Nordrhein-Westfalen gegolten. Dabei hat das Land die Landschaft der Integrationsagenturen massiv ausgebaut. Ein unterversorgtes Gebiet muss den Bedarfen gerecht werden. Und so rücken die Kommunen und Gemeinden im Kreis Höxter weiter in den Fokus. Der demografische Wandel hier intensiviert die gesellschaftliche Vielfalt, macht sie jedoch zugleich erforderlicher. Denn für eine überlebenswichtige Zukunftssicherung ist Zuwanderung unerlässlich und nur so lässt sich die Heterogenität erhalten. „Jedoch geht mit der steigenden Heterogenität ein erhöhter Bedarf daran einher, wie tolerant die hiesige Gesellschaft gestaltet werden soll. Damit gilt es, Gleichbehandlung durch Sensibilisierung, Öffnung und Prävention aufzubauen und zu festigen“; betont CaritasVorstand Thomas Rudolphi.

Um dem hohen Bedarf daran gerecht zu werden, hat der Caritasverband für den Kreis Höxter e.V. eine neue Integrationsagentur etabliert. „Diskriminierung passiert im Alltag, egal ob in Institutionen, auf dem Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Straße“, meint der Politikwissenschaftler und neue Mitarbeiter beim Caritasverband im Kreis Höxter, Djordje Cenic. „Oft fehlt das Bewusstsein, wo Diskriminierung wirklich beginnt“.

Djordje Cenic ist seit März dieses Jahres in der neuen Integrationsagentur mit dem Schwerpunkt Antidiskriminierungsarbeit angestellt und widmet sich der Sensibilisierung in der Öffentlichkeit für Ausgrenzung und ungerechte Behandlung. Zwar können sich viele Migranten und Geflüchtete gut integrieren, jedoch bekämpft es nicht den alltäglichen Rassismus – er ist weiterhin da. Aber nicht nur sie, sondern auch andere diskriminierte Gruppen leiden häufig unter der Ungleichberechtigung, die sie im Alltag erfahren. Selbst diejenigen, die sich ganz klar von Rassismus und Diskriminierung distanzieren, weisen nicht immer ein ausreichendes Bewusstsein für dieses Phänomen auf. Somit steigt insgesamt der Bedarf an Sensibilisierung, Aufklärung und Öffnung.

Die neue Integrationsagentur des Caritasverbandes für den Kreis Höxter, die ihren Sitz in Brakel hat, macht sich stark für den Abbau von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus in der hiesigen Gesellschaft. In diesem Rahmen plant und organisiert Herr Cenic Informations- und Dialogveranstaltungen, Workshops, Projekte und Trainings unter anderen in den Bereichen „Antidiskriminierung“ und „Deeskalation“. Mithilfe einer guten Vernetzung im Kreis Höxter mit Schulen, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Migrantenorganisationen und der Polizei können Kampagnen und Projekte sowie Veranstaltungsreihen und Coachings gut realisiert werden. Aber auch die Vorbereitung und Durchführung von Schulungen, Lehrgängen und Qualifizierungsmaßnahmen in Unternehmen und Betrieben gehören zu den Aufgabenfeldern von Herrn Cenic. Schließlich zählen Mitarbeiter und Vorgesetzte ebenfalls zu den Zielgruppen der Sensibilisierungsarbeit.

Ziel der Antidiskriminierungsarbeit ist es, kreisflächendeckende Angebote zu schaffen und auf diesem Weg Diskriminierung abzubauen sowie sich für Vielfalt einzusetzen. Stereotypen, Vorurteile und Rassismen haben keinen Platz in einer freien und toleranten Gesellschaft. Jedoch muss der Selbstreflexion und eigenen Argumentationskompetenz eine größere Bedeutung zugemessen werden. Nur damit ist Deeskalation und Prävention kollektiv zu meistern.

Freitag, 23. Juli 2021 07:42 Uhr

Beverungen (red). Beim Vorgarten-Foto-Wettbewerb um den „Goldenen Handspaten 2021“ winken tolle Preise und das Mitmachen ist noch bis zum Freitag, dem 30. Juli möglich. Mit der Einsendung von maximal drei Fotos des eigenen Vorgartens hat man gute Chancen auf eine Platzierung. Großzügige Beverunger Geschäftsleute haben für die Besitzer der ausgewählten Vorgärten aus Beverungen mit Ortsteilen und Lauenförde wertige Preise zur Verfügung gestellt. Unter anderem gibt es einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro von Beverungen Marketing e.V., einen Gartencenter-Gutschein, eine Gartenbank, ein Pflanzenpaket, ein Gartenbuch und ein Gebäck-Gutschein für „Kuchengenuss im Grünen“. Der Gesamtwert der Preise beträgt fast 400 Euro.

Blaulicht
Samstag, 24. Juli 2021 06:50 Uhr
Geplante Geschwindigkeitskontrollen im Kreis Höxter
Donnerstag, 22. Juli 2021 15:40 Uhr

Höxter (red). Zwei Schwerverletzte Frauen und ein schweres Verkehrschaos sind die Folgen eines Verkehrsunfalles, der sich am Donnerstagmittag gegen 12 Uhr in Höxter auf der Umgehungsstraße (B64/83) in Höhe der Feuerwache Höxter ereignet hat. Dabei wurden eine 39- jährige sowie eine 74-jährige Frau schwer verletzt. In Höhe der Abfahrt Schulzentrum/Flor kam es zum Zusammenstoß zwischen einem Ford Kuga und einem Skoda-Kleinfahrzeug, der zu einem ambulanten Pflegedienst gehört. Sowohl die 39-jährige Fahrerin des Skodas, wie auch die 74-jährige Ford-Fahrerin wurden bei dem Aufprall schwer verletzt, so dass sie nach notärztlicher Behandlung beide in ein Krankenhaus transportiert werden mussten. Für etwa eine halbe Stunde während der Rettungsarbeiten blieb die Umgehungsstraße für den Verkehr voll gesperrt. Der Rückstau war so enorm, dass sich die Fahrzeuge auf der B64/83 bis weit hinter den OBI-Markt in Richtung Holzminden aufgestaut haben. Ebenfalls gab es lange Warteschlangen auf der Westerbachstraße und in Richtung Godelheim. Einsatzkräfte der Feuerwehr Höxter haben laut Polizei die Einsatzstelle gesichert und auslaufende Betriebsstoffe mit Bindemittel aufgenommen. Nach etwa zwei Stunden lief der Verkehr wieder wie gewohnt durch Höxter.

Fotos: red

Dienstag, 20. Juli 2021 15:36 Uhr

Detmold (red). So gut wie alle Einsatzkräfte aus Ostwestfalen-Lippe sind wieder zurück in der Region. Sie sind im Verlauf des Wochenendes in die heimischen Kreise und Gemeinden zurückgekehrt. Aktuelle Hilfsanfragen aus den Hochwassergebieten liegen nicht vor. Trotzdem bleiben alle Einheiten in Bereitschaft.

Sollte in den betroffenen Bereichen weitere Unterstützung nötig werden, würde die Bezirksregierung Detmold umgehend die angefragte Hilfe in Bewegung setzen. Insgesamt waren vom 14. bis 19. Juli rund 1.400 Kräfte mit etwa 250 Fahrzeugen in den betroffenen Gebieten von Feuerwehren und Hilfsorganisationen eingesetzt. Hinzu kamen noch zahlreiche weitere Helfer von DLRG und Technischem Hilfswerk. Sie haben in der Stadt Hagen, dem Märkischen Kreis, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Kreis Euskirchen sowie dem Kreis Heinsberg unterstützt.

Am Montag waren noch zwölf Personen mit vier Fahrzeugen zur Hilfe im Kreis Euskirchen. Diese Einsatzkräfte werden vom Kreis Paderborn gestellt und sind auf die Wasserförderung spezialisiert.

Regierungspräsidentin Judith Pirscher dankt allen Helfern für ihr bisheriges Engagement: „NRW steht zusammen. Das haben Sie in den vergangenen Tagen durch Ihren unermüdlichen Einsatz eindrucksvoll bewiesen. Als andere Menschen in Not gerieten, waren Sie sofort zur Stelle. Und ich bin mir sicher: Das werden Sie auch weiterhin sein. Das verdient Dank und höchste Anerkennung.“ Die Regierungspräsidentin dankt auch den Arbeitgebern der Einsatzkräfte. Es sei nicht selbstverständlich, die Belange des eigenen Betriebes hintenan zu stellen

Dienstag, 20. Juli 2021 06:33 Uhr

Höxter (red). Ein schwarzer VW-Golf hat nach Angaben einer Zeugin am Sonntag, gegen 19.50 Uhr auf der B64 zwischen Amelunxen und Hembsen mehrfach mit überhöhter Geschwindigkeit gefährlich überholt. Die gefährlichste Situation ereignete sich auf der B64 zwischen Ottbergen und Hembsen, als auf einem geraden Streckenabschnitt mit mehren Kuppen der Golf 3 andere Pkw vor einer Kuppe überholte und gleichzeitig ein weißer Opel SUV entgegenkam.

Nur durch starkes Abbremsen der überholten Pkw und des entgegenkommenden SUV habe ein Unfall verhindert werden können. Der Pkw konnte auf der B64 im Bereich Bad Driburg angehalten werden. Der Führerschein des Beschuldigten wurde beschlagnahmt. Die Polizei Höxter bittet darum, dass sich die gefährdeten Fahrzeugführer melden. Weitere sachdienliche Hinweise werden gerne entgegengenommen: Polizei Höxter, 05271-962-0

Dienstag, 20. Juli 2021 06:28 Uhr

Höxter (red). Gleich drei Verkehrsunfälle haben sich am gestrigen Montag in Höxter ereignet. Der kuriose Unfall (Höxter News berichtete) am späten Nachmittag gegen 16:40 Uhr auf der Bundesstraße 64/83 (Umgehungsstraße Höxter) war der letzte von insgesamt drei Verkehrsunfällen im Höxteraner Kernstadtgebiet. Montag ereignete sich die Unfallserie, die schon morgens um 06:10 Uhr begann mit einem Verkehrsunfall zweier Personenwagen in der Gutenbergstraße in Höhe der Firma Kajo in Höxter, bei dem drei Personen verletzt wurden. Und so beschreibt die Polizei den Unfallhergang: Ein 19-jähriger Golf-Fahrer fuhr auf der Gutenbergstraße an mehreren am Fahrzeugrand geparkten Fahrzeugen vorbei, als ihm ein 33-jähriger Toyota-Fahrer mit überhöhter Geschwindigkeit entgegenkam. Trotz eines Ausweichmanövers kam es zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge in einer Engstelle. Zwei Fahrzeuginsassen wurden schwer und einer leicht verletzt. Alle drei Personen wurden in umliegende Krankenhäuser verbracht. Bei dem Toyota-Fahrer besteht der Verdacht der Trunkenheit im Verkehr. Es wurde eine Blutprobe entnommen. Es entstand erheblicher Sachschaden an den nicht mehr fahrbereiten Fahrzeugen. Die Freiwillige Feuerwehr Höxter war mit einem Löschfahrzeug vor Ort, um ausgelaufene Betriebsstoffe mit Bindemittel aufzunehmen, wie die Feuerwehr berichtet.

Nur anderthalb Stunden später, gegen 07:45 Uhr, ereignete sich der zweite Unfall auf der Kreisstraße 46 in Höhe der Abfahrt Corvey, wo zwei Pkw miteinander kollidiert sind, wodurch zwei Personen sich mittelschwer verletzt haben. Eine 41-jährige Citroen-Fahrerin befuhr die Kreisstraße 46 von Holzminden kommend in Fahrtrichtung B64 und beabsichtigte nach links in Richtung Corvey abzubiegen. Dabei übersah sie eine entgegenkommende 21-jährige Golf-Fahrerin. Es kam zu einem Zusammenstoß. Beide Personen wurden verletzt und in das Krankenhaus Höxter verbracht, wo eine Beteiligte nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden konnte. Beide Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Es entstand hoher Sachschaden. Die Feuerwehr musste auch hier wieder ausrücken, um den Rettungsdienst zu unterstützen, die Einsatzstelle abzusichern und die Fahrzeugbatterien abzuklemmen, wie die Feuerwehr erklärt.

Fotos: Freiwillige Feuerwehr Höxter

Politik
Freitag, 23. Juli 2021 07:34 Uhr
Haase: Fluthilfefond schafft Perspektiven vor Ort
Sonntag, 11. Juli 2021 08:03 Uhr

Kreis Höxter (red). Die „Geh-mit-Tour“ des heimischen CDU-Bundestagsabgeordneten Christian Haase geht in die zweite Runde. In zwei Wochen geht es von Schloß Holte-Stukenbrock durch den Kreis Lippe und den Kreis Höxter bis nach Beverungen.

„In diesem Jahr möchte ich mein Versprechen einlösen und die Wanderung durch meinen Wahlkreis fortsetzen und komplettieren. Mir geht es um einen Perspektivwechsel – raus aus dem Büro, raus aus geschlossenen Räumen und rein in die Natur. So kann man ganz offen und ungezwungen mit den Menschen ins Gespräch kommen. Und darum geht es mir. Besonders freue ich mich, den neuen Teil des Wahlkreises in Schloß Holte-Stukenbrock wandernd zu erkunden. Daher starte ich auch dort. Insgesamt wird es 10 Etappen geben und ich würde mich freuen, wenn Sie mich ein Stück des Weges begleiten möchten“, berichtet der passionierte Wanderer Haase, der bereits die Alpen überquerte.

Die Wandertour startet am 26. Juli in Schloß Holte-Stukenbrock und geht über Augustdort nach Detmold zum Hermannsdenkmal. Am 27. Juli geht es weiter von Schlangen nach Horn-Bad Meinberg/Veldrom. Am 28. Juli von dort aus weiter nach Billerbeck. Anschließend am 29. Juli von Lügde nach Schieder-Schwalenberg. Am letzten Tag der ersten Woche geht es dann von dort aus nach Marienmünster-Born. Nach einer kleinen Wochenendpause startet die nächste Etappe am 2. August von Marienmünster aus über Vörden nach Brenkhausen. Am 3. August geht es von Brenkhausen weiter bis nach Corvey. Am 4. August wandert die Gruppe von Bosseborn über Ovenhausen nach Bökendorf. Der 5. August startet in Rheder und geht dann über Auenhausen nach Borgholz. Die finale Etappe am 6. August geht dann von Dalhausen über Jakobsberg nach Beverungen.

Sonntag, 11. Juli 2021 07:50 Uhr

Höxter/Würgassen (red). Zum in Würgassen geplanten Bereitstellungslager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll haben sich SPD-Bundestagskandidat Uli Kros, der SPD-Vorsitzende im Kreis Höxter Helmut Lensdorf und der stellv. Bürgermeister von Beverungen, Roger van Heynsbergen mit den beiden Bundestagsabgeordneten Johannes Schraps (Niedersachsen) und Esther Dilcher (Hessen) ausgetauscht. Das Treffen diente dazu, die gemeinsame Positionierung der SPD im Dreiländereck zum geplanten ZBL in Würgassen deutlich zu machen. Die beiden Abgeordneten und der heimische SPD-Bundestagskandidat Dr. Ulrich Kros stellten noch einmal klar, dass der Standort Würgassen aus ihrer Sicht ein ungeeigneter Standort für ein Logistikzentrum zur Belieferung des einzigen genehmigten Endlagers für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll ist. "Nach allen Informationen, die uns vorliegen, sehen wir in den verschiedensten Bereichen, die für eine Standortauswahl zu betrachten sind, große Schwächen hinsichtlich des ehemaligen AKW-Standortes Würgassen. Wir sehen nach wie vor nicht, warum mit Würgassen ein über 100 km von Schacht Konrad entfernter Standort zur Bereitstellung ausgewählt wurde. Auch die geologischen Aspekte, Fragen des Hochwasserschutzes und der Strahlenbelastung sind aus unserer Sicht nicht ausreichend geklärt", so die drei SPD-Politiker unisono.

Durch den regelmäßigen Austausch mit den Abgeordneten aus den beiden angrenzenden Bundesländern ist die SPD Höxter immer ausgezeichnet über den aktuellen Sachstand zum ZBL informiert. "Als SPD im Kreis Höxter haben wir sehr wohl wahrgenommen, dass es SPD- Bundestagsabgeordnete waren, die dafür gesorgt haben, dass die Thematik Würgassen und somit das Logistikzentrum im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages diskutiert wurde. Esther Dilcher und Johannes Schraps haben im Bundestag frühzeitig ihre klare, ablehnende Position zu Würgassen deutlich gemacht und erklärt. Wie aus dem Protokoll der betreffenden Sitzung hervorgeht äußerte sich beispielsweise Johannes Schraps, der für ein Rederecht in dieser Sitzung extra kurzzeitig Mitglied im Umweltausschuss wurde, sehr kritisch zu den Logistikplanungen zu Würgassen. Die Grünen hingegen äußerten als einzige Partei Zustimmung zum Standort Würgassen und explizit auch zu den Auswahlkriterien. Das hat uns schon sehr überrascht", so Helmut Lensdorf, Vorsitzender der Höxteraner SPD.

"Noch viel mehr hat uns jedoch der Auftritt der Umweltpolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag Marie Luise Dött aus Oberhausen erstaunt. Die geborene Höxteranerin tritt hier vor Ort mit den hiesigen CDU-Abgeordneten und Kandidatinnen und Kandidaten auf und stellt die Notwendigkeit eines Logistikzentrums an sich in Frage. Frau Dött scheint offensichtlich jedoch vergessen zu haben, dass sie es war, die mit dem heutigen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet das Logistikzentrum zu Beginn der Legislatur im Koalitionsvertrag der großen Koalition mit verhandelt hat", so Bundestagskandidat Uli Kros. "Auch wir Sozialdemokraten im Dreiländereck sind nicht davon überzeugt, dass es ein solches Logistikzentrum in Würgassen braucht. Aber wir sehen grundsätzlich die Verantwortung, die mit der Nutzung der Atomenergie in den vergangenen Jahrzehnten auch für den notwendigen Umgang mit dem anfallenden Müll entstanden ist", so Kros weiter. "Frau Dött konnte 2017 vielleicht noch nicht wissen, welcher Standort für das geplante Logistikzentrum ausgewählt wird. Aber die Verantwortung für den Bau eines solchen Zentrums als Teilnehmerin an den damaligen Koalitionsverhandlungen nun einfach von sich zu weisen empfinden wir von der CDU schon als heuchlerisch", macht Helmut Lensdorf deutlich. "Verantwortungslosigkeit ist eben einfacher, als Verantwortung zu übernehmen."

Foto: SPD

Wirtschaft
Freitag, 23. Juli 2021 08:42 Uhr
Neurologe zum "Top Mediziner" gekürt
Donnerstag, 22. Juli 2021 08:10 Uhr

Kreis Höxter (red). In der vergangenen Woche hat NRW-Wirtschaftsminister Prof. Andreas Pinkwart den Kreis Höxter darüber informiert, dass das gesamte Kreisgebiet auch nach dem 1. Januar 2022 Fördergebiet der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) sein wird. Die Entscheidung des Landes, im Einvernehmen mit der EU und dem Bund, versetzt Unternehmen und die Städte in die Lage, auch weiter auf dieses wichtige Förderinstrument zugreifen zu können. Für die Jahre 2022 bis 2027 stehen insgesamt rund 1,3 Milliarden Euro landesweit für die GRW-Förderung zur Verfügung.

In der vergangenen Förderperiode 2014 bis 2020 waren es rund 680 Millionen Euro. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH (GfW) hat den Kreis und die zehn kreisangehörigen Städte strategisch und inhaltlich bei den Gesprächen um einen Verbleib in der Fördergebietskulisse unterstützt. „Wir sind sehr glücklich über die Entscheidung des Landes, den Kreis Höxter weiter in der Förderkulisse der Gemeinschaftsaufgabe zu belassen und unserer Region hierdurch auch zukünftig erhebliche Entwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dem Ministerium und unserer Bezirksregierung danke ich sehr herzlich für ihre Unterstützung. Unsere Bemühungen um politisches Gehör auf der Bundes- und Landesebene für die Belange des Kreises Höxter in dieser Förderthematik haben sich dankenswerterweise gelohnt“, so Landrat Michael Stickeln, gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender der GfW.

Bis vor einigen Wochen war noch nicht klar, dass der Kreis Höxter weiterhin Fördergebiet sein wird. Haben doch EU, Bund und Land Nordrhein-Westfalen die Indikatoren für die Anerkennung als Fördergebiet in der GRW neu justiert. Viele der in den Gutachten gemachten Annahmen sprachen nicht für den Verbleib gerade ländlicher Räume in der Förderung. Da die Gefahr des Herausfallens aus der Kulisse ab 2022 frühzeitig erkannt wurde, hat die GfW den Kreis und die Städte mit einem von ihr verfassten Positionspapier unterstützt. Dieses wurde nach politischer Beratung im Kreistag und den Stadträten den zuständigen Stellen in den Bundes- und Landesministerien unter Einbindung der heimischen Abgeordneten überreicht. In der Rückbetrachtung auf die abgelaufene Phase 2014 – 2020 in der GRW wird deutlich, wie substanziell dieses Programm die wirtschaftliche und infrastrukturelle Entwicklung unterstützt.

Rund 34,1 Millionen Euro flossen in den vergangenen sieben Jahren in Projekte. Von dieser Gesamtsumme entfällt der größte Anteil mit rund 29,5 Millionen Euro auf die kommunalen Infrastrukturprojekte in den Bereichen Bildung, Gewerbeinfrastruktur, Tourismus und Digitalisierung. Beispiele hierfür sind das Großprojekt im Bildungsbereich „Campus Bohlenweg“ in Brakel, die ganz oder teilweise Erschließung von Gewerbeflächen im Kreisgebiet mit Glasfaserinfrastruktur, die neue Anbindungsstraße an das Industriegebiet in Warburg und die Erweiterung des Gewerbegebiets „Riesel West“ in Brakel. Aber auch in der touristischen Infrastruktur entfaltet die GRW-Förderung ihre Wirkung im Sinne von Qualitäts- und Attraktivitätssteigerung im Kreis Höxter. Projekte wie das Besucherzentrum an der Abtei Marienmünster, die zukünftigen neuen digitalen Touristinformationen in Bad Driburg und im Archäologie-Park bei Corvey sowie die neue gestaltete Weserpromenade in Beverungen und die dazugehörigen Fähren sind aktuelle Beispiele. „Diese Infrastrukturprojekte unterstützen die Städte im Kreis Höxter bei ihrer weiteren infrastrukturellen Entwicklung. Im Sinne der Wirtschaftsbeziehungen zwischen urbanem und ländlichem Raum schafft hier die GWR sehr gute Voraussetzungen und fördert zugleich die infrastrukturellen Entwicklungschancen im gesamten Kreisgebiet“, resümiert Landrat Stickeln mit Blick auf die Erfolge der vergangenen Förderperiode.

Aber nicht nur die Kommunen, sondern auch die kleineren und mittleren Unternehmen im Kreis Höxter haben von der Förderung aus der GRW profitiert. So wurden in den Jahren 2014 – 2020 insgesamt 4,6 Millionen Euro an Zuschüssen für Arbeitsplatz schaffende und Arbeitsplatz sichernde Investitionen an Unternehmen im Kreis Höxter gezahlt. Die Gesamtsumme der Investitionen ist dabei mit rund 30,6 Millionen Euro zu beziffern, die in Gebäude und Anlagen durch die Unternehmen investiert wurden. Neben den technologischen Verbesserungen in den Unternehmen wurden durch die Förderung auch 67 Arbeitsplätze geschaffen und 324 gesichert. „In vielen Fällen ist diese gewerbliche Förderung für die Unternehmen entscheidend, um wichtige Investitionen in die Technologie und die eigene Wettbewerbsfähigkeit umzusetzen. Der regionale Arbeitsmarkt profitiert durch gut ausgebildete Fach- und Führungskräfte, die so an das Unternehmen gebunden werden“, erläutert GfW-Geschäftsführer Michael Stolte.

Nach der Verkündung der Entscheidung durch das Land wird nun eine neue Förderrichtlinie erarbeitet, die möglichst zum 1. Januar 2022 in Kraft treten soll. Auf dieser Basis werden dann weitere Förderungen von Projekten möglich sein. Auch Teile des Kreises Paderborn sowie der Hochsauerlandkreis wurden durch das Land in die GRW-Fördergebietskulisse aufgenommen.

Foto: Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter mbH

Mittwoch, 21. Juli 2021 06:10 Uhr

Kreis Höxter (red). Die besten Ideen sind oft verblüffend einfach. So verhält es sich auch beim Umweltberatungsprogramm ÖKOPROFIT: Betriebe erhalten Tipps von Experten, wie sie die Umwelt schonen können und dadurch auch noch ihre Kosten senken. Der Kreis Höxter lädt gemeinsam mit den Städten alle Unternehmen ein, bei dem Projekt mitzumachen. Anmeldungen sind ab sofort möglich. Unter dem Motto Umweltschutz mit Gewinn steht ÖKOPROFIT für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte Umwelt-Technik“.

Das Projekt geht im Kreis Höxter bereits in die dritte Runde. Die beindruckenden Ergebnisse bislang: Die 19 Unternehmen, die an beiden ÖKOPROFIT-Runden im Kreis Höxter teilgenommen haben, sparen mit 111 Maßnahmen jährlich zusammen insgesamt über 1 Millionen Euro Betriebskosten, mehr als 12,8 Millionen Kilowattstunden Energie, rund 4.000 Tonnen CO2, über 175.600 Kubikmeter Wasser und mehr als 133 Tonnen Restmüll. „Egal ob in der Wirtschaft oder in unserem Privatleben: Stets sollten wir die Frage nach der Nachhaltigkeit unseres Handelns stellen. Mit dem Projekt ÖKOPROFIT leisten die Unternehmen im Kreis Höxter einen erstklassigen Beitrag dazu, die wertvollen Ressourcen unserer Erde umsichtig und verantwortungsvoll zu nutzen“, sagt Landrat Michael Stickeln. „Ich danke allen teilnehmenden Betrieben herzlich für ihr Engagement.“

Für Michael Werner, Fachbereichs Umwelt, Bauen und Geoinformationen beim Kreis Höxter, hat sich das Projekt ÖKOPROFIT bestens bewährt: „Der Vorteil ist, dass es direkt in den Betrieben ansetzt. Zudem werden die Mitarbeiter eingebunden, denn oft kennen sie die Abläufe am besten und wissen, wo Einsparmöglichkeiten liegen.“ Die Unternehmen befassen sich während der Laufzeit des Projekts in gemeinsamen Workshops und individuellen Beratungen unter anderem mit dem Einsatz sowie den Einsparmöglichkeiten von Wasser, Abfall, Energie und Rohstoffen. „Sie entwickeln dabei gemeinsam mit externen Fachberatern individuelle Maßnahmen, um ihre Betriebskosten zu reduzieren, die Umwelt zu entlasten und Unternehmensziele zur Nachhaltigkeit zu entwickeln und umzusetzen“, erklärt Dr. Kathrin Weiß, Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter.

Angeboten wird neben dem klassischen Einsteigerprogramm auch erstmalig eine Klubveranstaltung für die Unternehmen, die an einer der bisherigen Runden teilgenommen haben. Die Netzwerkarbeit mit den lokalen Kooperationspartnern und den Betrieben untereinander fördert zusätzlich den Erfahrungsaustausch. ÖKOPROFIT ist für alle Branchen und Unternehmensgrößen geeignet, pro Runde können maximal 15 Betriebe teilnehmen. In einem Arbeitskreis werden die Projektteilnehmer begleitet von den zehn Städten, der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter, der Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg, der Technischen Hochschule OWL, der Industrie- und Handelskammer OWL zu Bielefeld, der EnergieAgentur NRW und der Effizienz-Agentur NRW. Am Ende einer zwölfmonatigen Projektlaufzeit werden die Teilnehmer von einer Kommission auf die Erfüllung der relevanten Kriterien geprüft und abschließend vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen als ÖKOPROFIT-Betrieb ausgezeichnet.

Sport
Sonntag, 11. Juli 2021 08:09 Uhr
HLC-Geschäftsstelle macht Ferien
Mittwoch, 07. Juli 2021 08:02 Uhr

Kreis Höxter (red). Sport im Park startet ab Montag, 12. Juli, in Warburg und Germete in eine neue Saison. Der Kreissportbund Höxter bietet in Zusammenarbeit mit dem Warburger SV, SV Germete und ESV Warburg über acht Wochen hinweg ein kostenloses Outdoorsportprogramm an.

Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

Unterstützt wird das Programm von der Stadt Warburg, dem Stadtsportverband Warburg, Kommunalen Integrationszentrum Kreis Höxter, Landessportbund NRW und der AOK – Die Gesundheitskasse.

Mittwoch, 07. Juli 2021 05:54 Uhr

Willebadessen/Niesen (red). Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, hat am Dienstag, 6. Juli, weitere Fördermaßnahmen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ bekannt gegeben. Von dem einzigartigen Förderprogramm für Sportstätten profitieren bereits mehr als 2.000 Sportvereine aus ganz Nordrhein-Westfalen – eine gute Nachricht für den Spiel- und Sportverein Niesen e.V.: Gefördert wird die Modernisierung des Umkleide- und Duschbereichs im Sportheim in Höhe von 50.000 Euro.

Die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz: „Ich freue mich, dass wir mit den nun erteilten Förderentscheidungen unseren Vereinen tatkräftig unter die Arme greifen können. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, einen spürbaren Beitrag zur Modernisierung unserer Sportstätten in Nordrhein-Westfalen zu leisten. Dies ist uns mit diesem Förderprogramm gelungen. Nun können wir den Sanierungsstau deutlich reduzieren.“

Mit dem Programm „Moderne Sportstätte 2022“ werden Investitionsmaßnahmen zur Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung, Entwicklung, zum Umbau und Ersatzneubau von Sportstätten und -anlagen gefördert. Insgesamt 300 Millionen Euro stehen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ zur Verfügung.

Panorama
Sonntag, 18. Juli 2021 08:32 Uhr
Zahnfleischerkrankungen bleiben häufig unerkannt - Ab erstem Juli gibt es neue Leistungen für die Parodontose-Behandlung
Montag, 12. Juli 2021 08:28 Uhr

Kreis Höxter (red). Es summt wieder in den Schlafzimmern und auf den Terrassen im Kreis Höxter. Stechmücken lauern jetzt überall. Die Wetterlage ist seit Wochen ideal für die Plagegeister, um sich rasch zu vermehren: Viel Regen im Frühjahr und jetzt die warmen Temperaturen. Von einer regelrechten Plage kann allerdings noch nicht die Rede sein, auch wenn es von dem einen oder anderen so empfunden wird. Das liegt daran, dass die letzten zwei Jahre eher mückenarm waren. Doch was tun, wenn die Mücke zugestochen hat? „Mückenstiche sind für die meisten Menschen harmlos. Gefährlich wird es jedoch, wenn der Körper allergische Reaktionen zeigt. Dann sollte immer ein Arzt aufgesucht werden“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner.

Über 50 Arten von Stechmücken unterscheiden die Insektenforscher in Deutschland. Sie ernähren sich über Pflanzensäfte und Nektar. Es sind nur die Stechmücken-Weibchen, die Blut aufsaugen. Das darin enthaltene Protein, also das Eiweiß, brauchen sie für ihre eigene Ei-Bildung.

Was passiert, wenn die Mücke zusticht?

Sie lassen Speichel fließen, um die Einstichstelle zu betäuben und das Blut flüssig zu halten. Der dadurch freigesetzte Botenstoff Histamin, führt dazu, dass sich bei mindestens drei von vier Menschen Quaddeln oder Papeln an der Stichstelle bilden. Häufig kommt es dabei zu ausgedehnteren Schwellungen, Rötungen oder Juckreiz. Deshalb macht Kratzen es auch schlimmer, denn der Stoff wird durch die damit verbundene stärkere Durchblutung erst recht verteilt.

Was tun nach einem Stich?

Hier hilft vor allem kühlen. Manche setzen auf Hausmittel wie eine Quarkpackung oder das Einreiben mit einer Zwiebel. Bei starken Symptomen helfen ein Antihistaminikum oder eine cortisonhaltige Salbe aus der Apotheke. Entzünden kann sich ein Mückenstich, wenn etwa durch Kratzen Bakterien in tiefere Schichten gelangen. Dann droht eine massive Umgebungsinfektion. „Diese muss im Einzelfall sogar mit einem Antibiotikum behandelt werden. Auf jeden Fall gilt: Wenn eine zunehmende und langanhaltende gerötete Schwellung auftritt, sollte ein Arzt aufgesucht werden“, so Wehmhöner.

Gibt es Vorsorge-Tipps?

Stechmücken sind sogenannte „Nasentiere“ und fliegen in erster Linie auf das Kohlendioxid in der ausgeatmeten Luft. Blutgruppen oder Licht interessieren sie dagegen nicht. Die Mücken registrieren einfach, in welcher Stärke der Mensch Kohlendioxid beim Ausatmen produziert und welchen Schweißgeruch er abgibt. Das ist die Kombination, die es für Mücken attraktiver macht, zuzustechen. Wespen gehören übrigens auch zu diesen „Nasentieren“ und werden ebenfalls von Gerüchen angezogen.

Der beste persönliche Schutz ist lange, hautbedeckende und am besten helle Kleidung. Wer im heimischen Garten vor allem Regentonnen abdeckt und volle Gießkannen entleert, entzieht diesen Zweiflüglern damit ihre Brutmöglichkeiten. Gerade hier vermehren sich die Mücken schlagartig. „Von der Regentonne zum Schlafzimmer ist es meist nicht weit. Insektennetze vor den Fenstern und Türen können helfen, dass die Plagegeister nicht ins Haus kommen“, sagt Wehmhöner. Im Garten oder auf dem Balkon helfen auch Pflanzen wie Tomaten, Lavendel oder Minze. Deren Aromen mögen die Stechmücken ebenso wenig wie den Geruch von verbranntem Kaffeepulver.

Vermeiden sollte jeder im Kreis Höxter die Jagd auf die summenden Tiere im Schlafzimmer. Schon so mancher hat mit dem Hausschuh in der Hand auf dem Bett stehend das Gleichgewicht verloren und musste dann sechs Wochen an Krücken gehen. Besser also, einen Stich mit ein oder zwei Tagen Schwellung in Kauf zu nehmen als die Folgen eines solchen „Jagdunfall“ auszukurieren.

Um mehr über Mücken herauszufinden, wo sich welche Art zu welcher Zeit herumtreibt, gibt es übrigens den Mückenatlas. Auf einer interaktiven Karte kann herausgefunden werden, ob und aus welchen Orten schon Mücken beim Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF) eingeschickt worden sind. „Jeder einzelne hat die Möglichkeit, Mücken in seinem persönlichen Umfeld zu fangen und einzuschicken. Er bekommt dann natürlich eine Rückantwort, um welche Mücke es sich gehandelt hat. Für uns Wissenschaftler ist es natürlich spannend, wo wann welche Mücke vorkommt und wann diese aktiv sind. Und auf der anderen Seite möchten wir herauszufinden, welche von unseren einheimischen Mücken als Überträger von Krankheitserregern fungieren kann“, sagt Diplom-Biologin Dr. Doreen Werner vom Leibnitz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF). Mehr Infos unter mueckenatlas.com im Internet.

Foto: AOK/hfr.

Samstag, 03. Juli 2021 07:13 Uhr

Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium wird am Donnerstagvormittag, 1. Juli 2021, in Bad Sassendorf im Kreis der beteiligten Akteure aus Kommunen und Landwirtschaft das neue Informationssystem Tiergesundheit 4.0 nach erfolgreicher Pilotphase offiziell in Betrieb nehmen. Es schafft mehr Transparenz für eine Verbesserung des Tierschutzes in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung. Als Frühwarnsystem unterstützt die Datenbank die Behörden, gezielt und frühzeitig in Betriebsabläufe einzugreifen, wenn Defizite in der Tiergesundheit sichtbar werden. Mit dem neuen Informationssystem ist Nordrhein-Westfalen in Sachen Tierschutz erneut Vorreiter, es ist das erste seiner Art in Deutschland.

„Damit setzen wir einen weiteren integralen Baustein der nordrhein-westfälischen Nutztierstrategie um. Nach einem erfolgreichen Testhalbjahr kann Tiergesundheit 4.0 damit in den kommenden Monaten allen nordrhein-westfälischen Kommunen zur Verfügung gestellt werden“, betont Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Essen anlässlich der Präsentation des Systems. „Den Überwachungsbehörden wird damit ein modernes Hilfsmittel zur Verfügung gestellt. Bisher lagen die Daten bei verschiedenen Behörden vor. Jetzt sind sie an einem Ort gebündelt und geben jederzeit einen aktuellen Überblick über die Tiergesundheit in den Nutztierbeständen.“

Das System erleichtert einerseits den Behörden die Arbeit. Zugleich können sich auch die Tierhalter online im Detail über die Einschätzung ihres Betriebes durch die Behörden informieren und dadurch potenziellen Missständen frühzeitig gegensteuern. Zunächst werden die Daten aller in Nordrhein-Westfalen gehalten Schweine, rund sechs Millionen, erfasst. In einem zweiten Schritt ist der Ausweitung des Informationssystems auf Rinder geplant. Zudem laufen parallel Planungen zur Nutzung und Integration weiterer Datenquellen. 

Der Präsident des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), Dr. Thomas Delschen, dankt den beteiligten Behörden für ihr Engagement bei der Entwicklung und Erprobung des Systems: „Wer sich schon einmal mit der Einführung von übergreifenden DV-Systemen beschäftigt hat, weiß wie schwierig es ist, die Wünsche aller späteren Nutzerinnen und Nutzer unter einen Hut zu bringen. Die Veterinärämter der Kreise Soest und Wesel und der Stadt Mönchengladbach haben stellvertretend für das ganze Land ihre Erfahrungen eingebracht und ganz konkrete Wünsche an die Leistungsfähigkeit der Datenbank formuliert. Die Lösung ist deshalb praxisorientiert und so für die zukünftige Nutzung in allen 52 Kommunen in Nordrhein-Westfalen geeignet.“

Das Informationssystem führt Ergebnisse von tierärztlichen Kontrollen, Schlachtbefunde, Daten zu Arzneimitteln sowie Daten aus den allgemeinen Erkenntnissen der Veterinär- und Lebensmittelüberwachung in Nordrhein-Westfalen zusammen. So werden die Informationen gleichermaßen für Behörden und Tierhaltende als Frühwarnsystem nutzbar. Die Stadt Mönchgladbach und die Kreise Wesel, Soest, Unna und Gütersloh haben bereits im Rahmen der Pilotphase mit dem neuen System gearbeitet. 

„Die Tiergesundheitsdatenbank des Landes wird die Überwachung des Tierschutzes und der Tiergesundheit in Nordrhein-Westfalen verbessern. Durch eine intelligente und systematische Nutzung der Daten, auch der Daten, die von den Betrieben im Rahmen von Eigenkontrollen ermittelt worden sind, werden die amtlichen Kontrollen effektiver und effizienter", skizziert Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann die Perspektive. „Unter Berücksichtigung des Datenschutzes haben wir ein zukunftsweisendes System für mehr Tierwohl in den Ställen entwickelt. Es stellt einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Nutztierhaltung dar.“ 

Faltblatt: „Aktiv für den Tierschutz. Meilensteine und Ziele in Nordrhein-Westfalen“

Ziel der Landesregierung ist es, die Bedingungen in der Nutztierhaltung noch stärker an Tierschutz und Tierwohl zu orientieren und so weiterzuentwickeln, dass sie breite Akzeptanz in der Gesellschaft finden. Ob Nutztierhaltungsstrategie, eine Tiergesundheitsdatenbank oder die Förderung besserer Haltungsbedingungen: Ein Faltblatt enthält eine Auswahl der bislang erreichten Meilensteine der Tierschutzpolitik in Nordrhein-Westfalen. 

Download unter: https://www.umwelt.nrw.de/mediathek/broschueren/detailseite-broschueren?broschueren_id=14673&cHash=2e1d8997b90e9697ac8d0807d0d241d0

Foto: red

Freitag, 02. Juli 2021 06:34 Uhr

Kreis Höxter (red). Für viele Menschen im Kreis Höxter war und ist Küssen in der Corona-Pandemie tabu. Hygiene, Abstand und Alltagseinschränkungen sorgten dafür, dass auch der allseits beliebte Begrüßungskuss unter Freunden, Bekannten und Verwandten wegfiel. Gerade ältere Menschen haben dabei aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen viele Wochen auf den Besuch, eine herzliche Umarmung und einen liebevollen Kuss ihrer Angehörigen verzichten müssen. Doch aktuell lassen die zunehmende Anzahl von Schutzimpfungen und sinkende Inzidenzen auch im Kreis Höxter die berechtigte Hoffnung auf mehr Nähe und Küsse aufkommen. “Küssen ist nicht nur die schönste Nebensache der Welt, sondern eben auch gut für die Gesundheit“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner zum Internationalen Tag des Kusses am 6. Juli.

Forscher haben herausgefunden, dass beim Küssen Glückshormone ausgeschüttet werden, die unserer Seele guttun. Küssen an sich macht Spaß und zudem auch noch schön. Menschen küssten vor Corona ungefähr zwei bis drei Mal am Tag. Wer 70 Jahre alt wird, hat somit rund 76 Tage mit Küssen verbracht. Das sind doch schöne Aussichten. Und Menschen, die viel küssen, leben offenbar länger. Küssen regt das Immunsystem an und der Körper wird mit den Wohl- und Glückshormonen Dopamin und Endorphinen überflutet. Gleichzeitig steigt auch der Spiegel an sogenannten Katecholaminen, die eine euphorisierende Wirkung haben.

Wenn sich die Lippen zweier Menschen zu einem innigen Liebeskuss vereinigen, kommt es im Gehirn zu einem biochemischen Feuerwerk und es werden nicht nur Hormone ausgeschüttet. In der Regel werden beim Küssen auch harmlose Bakterien ausgetauscht, mit denen der Mundraum normalerweise besiedelt ist und die sogar das Immunsystem des Kuss-Partners jeweils stärken. Allerdings können auf diese Weise auch Bakterien und Viren, die Erreger von Infektionskrankheiten sind, übertragen werden, wenn einer der Partner infiziert ist. Forscher der Universitätsklinik Ulm haben dazu in einer Studie herausgefunden, dass die Übertragung des Coronavirus auch dann stattfinden kann, wenn der infizierte Partner keine Krankheitssymptome hat.

Insofern ist auch bei sinkenden Inzidenzen weiterhin Vorsicht geboten, mit wem der Tag des Kusses gebührend begangen wird. Nach der Wahl des Kuss-Partners und dem Abgleich der Impfdaten oder eines Corona-Tests steht dem kussbedingten Schönheitsprogramm nichts mehr im Wege: Denn, wer gerne und viel knutscht, bekommt weniger Falten, weil beim Küssen über 30 Muskeln genutzt und trainiert werden. Das fördert die Durchblutung und überdies einen gesunden Teint.

Foto: AOK/hfr.

Montag, 28. Juni 2021 16:47 Uhr

OWL (red). Gute Nachrichten, für alle Studierenden, die auf eine Impfung warten. Ab sofort können sich Studierende der TH OWL auf die Warteliste für einen Impftermin setzen lassen. Regionale Ärztinnen und Ärzte bieten den Studierenden der TH OWL kurzfristig Impftermine an.

Studierende mussten sich beim Thema Impfen lange in Geduld üben. Der Großteil der Studierenden ist unter 30, viele haben keinen eigenen Hausarzt, der sie auf die Warteliste setzen kann. Angesichts von knapp drei Millionen Studierenden in Deutschland spielt diese Gruppe aber eine sehr wichtige Rolle für das Erreichen einer kollektiven Immunität.

Die TH OWL hat für ihre Studierenden die Initiative ergriffen und vermittelt Impftermine bei regionalen Ärzten. Die Idee: Ärztinnen und Ärzte melden freie Impftermine und die TH OWL bringt Studierende und Medizinerinnen und Mediziner zusammen. Professor Jürgen Krahl, Präsident der TH OWL: „Uns ist es sehr wichtig, unseren Studierenden bald möglichst wieder mehr Angebote in Präsenz machen zu können. Dafür ist die Impfung eine ganz wichtige Voraussetzung und deshalb sind wir gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und der Ärztekammer Westfalen-Lippe kreativ geworden, um den Studierenden ein Angebot machen zu können.“

Manfred Pilgramm ist HNO-Arzt und Professor an der TH OWL. Er hat die Impfaktion für Studierende der TH OWL maßgeblich vorangetrieben: „Die Studierenden mussten in den vergangenen Monaten mit vielen Herausforderungen fertig werden, sie mussten sich auf digitale Lehre umstellen, einige haben ihre Studentenjobs verloren, da ist es mehr als richtig, dass wir sie dabei unterstützen, sich impfen zu lassen.“

Karl-Arne Faust, Facharzt für Allgemeinmedizin und Vorsitzender des Verwaltungsbezirks Detmold der Ärztekammer Westfalen-Lippe: „Wir wollen als Ärztekammer dazu beitragen, dass alle, die sich impfen lassen möchten, auch so schnell wie möglich einen Impftermin bekommen können. Wir freuen uns daher über weitere Ärztinnen und Ärzte in der Region, die Impfkontingente in beliebiger Größe für die TH OWL zur Verfügung stellen sowie freie Impftermine melden, um diese an Studierende zu vermitteln.“

Impfangebote für Studierende haben viele positive Effekte. Einer davon ist, dass die Hochschulen zu einem umfassenden Präsenzbetrieb zurückkehren können. Außerdem wird eine große Bevölkerungsgruppe mit hoher Mobilität vor Ansteckung geschützt.

Foto: TH OWL

 

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