Kreis Höxter (red). „Wir wissen um den kostbaren Wert des Wassers. Es ist gut, dass der Weltwassertag am Dienstag auf die essenzielle Grundlage allen Lebens aufmerksam macht“, so Nora Wieners und Frank Oppermann für die SPD-Kreistagsfraktion Höxter. In diesem Jahr wendet sich der Weltwassertag, den die Vereinten Nationen im Jahre 1993 jährlich für den 22. März ausgerufen haben, insbesondere dem Aspekt Grundwasser zu. Es sei gefährdet: „Durch Dürrejahre, durch unachtsamen Umgang und Verschwendung“, so der Fraktionsvorsitzende. Fraktionsvize Nora Wieners ergänzt: „Grundwasser ist ein Teil des Wasserkreislaufs. Wir im Kreis Höxter wollen uns aus aktuellen Gründen auch einem anderen wichtigen Aspekt zuwenden: Dem Fluss Weser, der selbst und mit seinen Nebenflüssen Diemel, Nethe und Emmer unsere Landschaft im Kreis Höxter prägt.“ Frank Schepke, Sprecher des SPD-Ortsvereins Beverungen, ergänzt die gemeinsame Erklärung: „Die Weser leidet jedoch weiterhin durch den hohen Salzeintrag und das schon seit vielen Jahrzehnten“.

Während im Laufe der letzten Jahrzehnte viele Flüsse in Deutschland durch vielfältige Maßnahmen wieder eine hohe Wasserqualität erreicht hätten, bleibe die Weser versalzen. „Dies belastet weiterhin die Umwelt und schränkt die Lebensqualität in der Anrainerregion ein“, so Schepke weiter.

Oppermann erläutert die Hintergründe: „Die hohen Salzbelastungen für die Weser und das Grundwasser resultieren aus den salzhaltigen Abwässern aus der Kaliproduktion der Düngemittelfirma Kali und Salz AG (K+S). K+S verschiebt die Zusagen und Zielwerte auf das Jahr 2027. Nora Wieners fasst zusammen: „Die Zielwerte für den guten ökologischen Zustand der Weser werden nach wie vor nicht erreicht.“

Das Aktienunternehmen K+S aus Hessen habe nicht nur eine hohe Verantwortung gegenüber der Umwelt beziehungsweise der Wasserqualität, sondern auch für den Erhalt der eigenen Arbeitsplätze. Deshalb müsse ein wesentlich höherer Anteil des Konzernumsatzes in Entsalzungstechniken oder einer sicheren Einlagerung investiert werden. „Nur wer nachhaltig wirtschaftet hat als Unternehmen eine Zukunft“, erklärt Nora Wieners, Kandidatin für den Landtag Nordrhein-Westfalen. Unmut löst bei der SPD auch die Haltung der amtierenden CDU-geführten Landesregierung in dieser Problematik aus. „Sie hat im Zuge des sogenannten zugehörigen Bewirtschaftungsplans Weser die Bezirksregierung und damit auch die Kreise Höxter, Lippe, Herford und Minden-Lübbecke nicht beteiligt. Weser, Wasser und die Menschen in unserer Region verdienen aber weitaus mehr Beachtung, Schutz und Wertschätzung!“, so Nora Wieners abschließend.

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