Top 5 Nachrichten der Woche
Region Aktiv
Sonntag, 16. Juni 2019 09:23 Uhr
100 Jahre Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Ausstellung „Europa, der Krieg und ich“ ist im Kreishaus in Höxter zu sehen
Sonntag, 16. Juni 2019 07:23 Uhr

Höxter (red). Wegen des Umzugs bleibt das Gemeindebüro des Bezirkes Höxter der Evangelischen Weser-Nethe-Kirchengemeinde in der Zeit vom 17. bis 21. Juni 2019 geschlossen. Ab Montag, den 24. Juni 2019 ist das Gemeindebüro in den neuen Räumlichkeiten im Gebäude Brüderstraße 13 in der Zeit von 11.30 bis 12.00 Uhr wieder zu erreichen

Samstag, 15. Juni 2019 09:21 Uhr

Höxter (red). auch zahlreiche Kinder mit ihren Eltern zur Feier kommen, die den Kinderkreisel in diesen zehn Jahren besucht haben. Sie hat sich mit ihrem Team ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht, verschiedene Aktionen sollen für Kurzweil sorgen. Los geht es um 14.30 Uhr mit der offiziellen Begrüßung durch Landrat Friedhelm Spieker und Detlef Müller, dem Geschäftsführer der Katholischen Kindertageseinrichtungen Hochstift gGmbH. Mit einer Aufführung tragen die Kinder vom Familienzentrum Civivo zum Programm bei. Von 15 bis 17 Uhr hat jeder genügend Zeit, den Kinderkreisel zu erkunden und den Tag bei Kaffee und Kuchen zu genießen.

Foto: Kreis Höxter

Samstag, 15. Juni 2019 09:19 Uhr

Höxter (red). Die Stadt Höxter ruft zur Bewerbung um den Heimat-Preis der Stadt Höxter 2019 auf. Noch bis zum 30. Juni können Bewerbungen eingereicht werden. Mit dem Preis werden zukunftsorientierte Projekte ausgezeichnet und solche, die einen beispielhaften Beitrag zum Erhalt und zur Sichtbarmachung von kulturellen Erbe leisten. Aber auch für Projekte zur Attraktivitätssteigerung der Ortschaften und zur Bewahrung der Natur wird der Preis verliehen. Für die Bewerbung reicht ein formloser Antrag mit einer kurzen Projektbeschreibung. Eingereicht werden können Projekte, die umsetzungsreif oder gerade in der Umsetzungen sind sowie bereits abgeschlossene Projekte, die jedoch nicht länger als ein Jahr zurückliegen. Bloße Projektideen und -skizzen sind von der Bewerbung ausgeschlossen. 

Bewerbungen können von den Initiatoren selbst eingereicht oder von Dritten vorgeschlagen werden. Auch die Verwaltung ist vorschlagsberechtigt. Bewerbungen können bei der Stadt Höxter, Abteilung Zentrale Dienste, Westerbachstraße 45 oder online unter rathaus@hoexter.de  eingereicht werden. 

Die NRW-Landesregierung unterstützt die Auslobung der Heimatpreise. Für den Heimat-Preis der Stadt Höxter werden Preisgelder bis zu einer Gesamthöhe von 5.000 Euro vergeben. Der Heimat-Preis kann dabei als ein einzelner Preis oder in bis zu drei Preisabstufungen verliehen werden. Über die Vergabe entscheidet eine Jury bestehend aus dem Bürgermeister und Vertretern der Ratsfraktionen. Für Fragen steht Sebastian Vogt in der Stadtverwaltung Höxter unter 05271/9631106 gerne zur Verfügung.

Foto: Ministerium NRW

Samstag, 15. Juni 2019 09:02 Uhr

Höxter (TKu). Mehr als 300 Ideen der Bürgerinnen und Bürger zur Landesgartenschau 2023 hat der LGS-Förderverein auf unzähligen Informationsveranstaltungen zusammengetragen und ausgewertet. Die Vorsitzende vom LGS-Förderverein, Ulrike Drees, übergab das fertige Ideen-Heft nun an die Geschäftsführerin der Landesgartenschau GmbH und Baudezernentin, Claudia Koch. Leider könne nicht jede Idee davon realisiert werden, sagt Claudia Koch. Einige Ideen wären wiederum nach der Landesgartenschau gut umsetzbar, meinte die Baudezernentin bei der Übergabe des Ideen-Heftes.

Die Ideen reichen vom Kutschenverkehr zur Gartenschau über einen kindgerechten Ausbau der Wege bis hin zu interreligiösen Tagungen auf dem Gelände. Viele Menschen wünschen sich eine insekten- und umweltfreundliche Landesgartenschau, bei der eine ökologische Artenvielfalt im Vordergrund steht. Gemeint ist damit u.a. die heimische Mauerfugenvegetation, heimische Orchideen oder andere seltene Pflanzen unserer Region, die mit einbezogen werden sollen. Die Bürger wünschen sich aber auch die Einbindung zahlreicher fachbezogener Institutionen und örtlicher Vereine. Die Ideen in diesem Heft sind vier Bereichen untergeordnet worden. Drei Bereiche beziehen sich örtlich auf das zentrale Landesgartenschaugelände, die Region außerhalb des Geländes und auf die Ortschaften als Einfallstore des Stadtgebietes. Der vierte Bereich ist der Punkt Werbung. Als Ideengeber haben auch Kinder mitgewirkt, sagt die Fördervereinsvorsitzende, Ulrike Drees.

Die Gedanken, die in das Heft eingeflossen sind, stammten jedenfalls von einem repräsentativen Schnitt der Gesellschaft, meint Drees. In den Sommerferien wird der Planungs- und Realisierungswettbewerb ausgerufen, der zum Jahreswechsel abgeschlossen sein soll. Die Ideen sollen in den Wettbewerb einfließen, erklärt die Baudezernentin Claudia Koch. Die nächste Informationsveranstaltung der Bevölkerung steht auch schon wieder bevor. Am 06. Juli gastiert der Förderverein Landesgartenschau im Haus des Gastes in Bödexen. Dort könne jeder seine individuellen Fragen, Bedenken oder Anregungen zur Landesgartenschau äußern. Als Ansprechpartner vor Ort stehen wieder die Verantwortlichen des Fördervereins und der Durchführungsgesellschaft der LGS Rede und Antwort.

Foto: Thomas Kube

Blaulicht
Samstag, 15. Juni 2019 16:30 Uhr
Großbrand in Beverungen bindet zahlreiche Einsatzkräfte
Samstag, 15. Juni 2019 09:41 Uhr

Höxter (red). Der Löschzug Höxter wurde am Freitagabend, gegen 20:13 Uhr, zur einer Türöffnung gerufen, nachdem laut Einsatzmeldung von einem medizinischen Notfall auszugehen war – die betroffene Person sollte hinter der verschlossenen Tür liegen, ohne die Möglichkeit zu haben, die Tür zu öffnen. Die Feuerwehrkräfte öffneten in Absprache mit dem Rettungsdienst und der Polizei die Tür gewaltfrei und ermöglichten somit den Einsatz des Rettungsdienstes.

Samstag, 15. Juni 2019 09:35 Uhr

Stahle (red). Am späten Freitag, gegen 18:50 Uhr, wurde die Feuerwehr Höxter in das Industriegebiet Stahle alarmiert, nachdem vor Ort eine Brandmeldeanlage ausgelöst hatte. Die eingesetzten Feuerwehrkräfte erkundeten die Einsatzstelle respektive den ausgelösten Rauchwarnmelder und konnte schnell Entwarnung geben. Die Brandmeldeanlage konnte im Weiteren zurückgestellt und der Einsatzort an einen Verantwortlichen des Betriebs zurückgegeben werden. Im Einsatz waren die Löschgruppen aus Stahle und Albaxen sowie der Rettungsdienst Holzminden.

Foto: Symbolfoto

Donnerstag, 13. Juni 2019 15:36 Uhr

Borgentreich (red). Bei der Belieferung einer Tankstelle in Borgentreich-Bühne sind am Donnerstag, 13. Juni, um 11:50 Uhr rund 300 Liter Kraftstoff ausgetreten. Ursache ist nach erster Einschätzung ein technischer Defekt am Tankwagen. Die Polizei sperrte den Bereich um die Tankstelle an der Straße "Am Burgpark" weiträumig ab. Die Feuerwehr war im Einsatz, auch das Ordnungsamt sowie die Untere Wasserbehörde wurden verständigt. Der Inhalt des Tankwagens musste vor Ort durch einen Fachfirma abgepumpt werden, ein weiterer Fachbetrieb wurde hinzugezogen, um die Kanalisation der Hauptstraße und Nebenstraßen vorsorglich zu spülen. Während dieser Maßnahmen wurde die Straßensperrung aus Sicherheitsgründen aufrechterhalten, der Bereich konnte um 14:45 Uhr durch die Polizei wieder freigegeben werden.

Donnerstag, 13. Juni 2019 12:55 Uhr

Borgentreich (red). Zwei junge Fahrradfahrer mussten am Dienstagabend in Borgentreich-Natzungen einem Auto ausweichen, das ihnen in einer Linkskurve auf ihrer Fahrbahnseite entgegenkam. Sie stürzten und verletzten sich, der unbekannte Autofahrer setzte seine Fahrt allerdings fort. Der Unfall ereignete sich am 11. Juni gegen 20.00 Uhr, als drei Radfahrer im Alter von 13 und 14 Jahren auf der Frohnhauser Straße im Ortsbereich von Natzungen unterwegs waren. In einer Linkskurve kam ihnen auf ihrer Fahrbahnseite ein blaues Auto entgegen. Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, mussten die Jungen nach rechts ausweichen, wobei zwei der drei Radfahrer zu Fall kamen. Der unbekannte Autofahrer soll in einiger Entfernung kurz angehalten haben, dann aber weitergefahren sein, als die zwei gestürzten Radfahrer wieder aufstanden. Eine Mutter der Radfahrer wurde zur Unfallstelle gerufen und brachte ihren Sohn in ein Krankenhaus, wo er stationär versorgt wurde. Die Polizei Höxter sucht nun den Autofahrer und Zeugen, die den Unfall beobachtet haben. Hinweise bitte unter Telefon 05271/962-0. /nig

Unsere Videothek
Politik
Mittwoch, 12. Juni 2019 09:52 Uhr
Frauen Union Kreisverband Höxter: „Upskirting - das voyeuristische Fotografieren unter den Rock einer Frau - vollumfänglich unter Strafe stellen!"
Mittwoch, 29. Mai 2019 12:55 Uhr

Kreis Höxter (red). Zur aktuellen Debatte über die politische Kultur im digitalen Zeitalter erklärt der Bundesvorsitzende der KPV Christian Haase MdB: „Am 26. Mai 2019 fand die Europawahl gleichzeitig mit Kommunalwahlen in zehn Bundesländern statt. Tausende Menschen sind gewählt geworden und bereit, im Ehrenamt dauerhaft Verantwortung zu übernehmen. Dafür gebührt ihnen Respekt, Anerkennung und Aufmerksamkeit. Aber wenn allein aus Sorge vor schutzloser Diffamierung und persönlicher Verunglimpfung im Internet womöglich Debatten nicht mehr geführt werden, wenn auf den ersten Blick unkonventionelle Ideen und Lösungsvorschläge vor Ort im Keim ersticken, dann müssen wir die Frage nach der politischen Kultur und dem Umgang miteinander im Internet stellen.

Diese Debatte ist überfällig und die CDU-Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat diese Debatte zu Recht angestoßen. Während kommunale Amts- und Mandatsträger mit Namen, Gesicht und realem Freundes- und Familienkreis agieren, können Menschen und Maschinen im Internet anonym agieren. Soziale Netzwerke stellen dafür die Plattformen bereit und müssten Hasskommentare und Diffamierungen unterbinden. Die Meinungsfreiheit ist dadurch im digitalen Zeitalter in Gefahr. Wir müssen Regeln für das Internet umsetzen, die bereits heute auf der Straße bei Demonstrationen gelten: Die freie Meinungsäußerung gilt für Menschen und nicht für Bots. Wer seine Meinung öffentlich verbreitet und weiterverbreitet, muss Ross und Reiter nennen, also mit Vor- und Zunamen und ggf. mit IP- Adresse sichtbar sein. Das Vermummungsverbot muss auch im Internet gelten. Ich würde mir darüber hinaus wünschen, dass sich auch Influencer überlegen, ob sie sich einer Selbstverpflichtung, einer Netiquette, unterwerfen wollen. Diese Regeln müssen dann im Netz selbst zwischen Influencern und Usern entstehen.

Das ist aber nur ein Teil der Aufarbeitung der Europawahl. Wir müssen in der Sachpolitik klarere Antworten auf die Sorgen und Herausforderungen der Menschen geben. Wenn im ländlichen Raum Pflege- und Entbindungsstationen wegen Personalmangel schließen, Infrastrukturprojekte im Planungsdschungel hängen bleiben und Mobilfunkgespräche einem Schweizer Käse gleichen, muss Politik Antworten geben. Daran arbeiten wir. Auch im Klimaschutz sind die Kommunen bereit, Vorreiter zu sein. Hier geht es um konkrete Projekte. Die Fridays for Future-Demonstranten sind herzlich eingeladen mitzuarbeiten.“

Mittwoch, 29. Mai 2019 07:39 Uhr

Kreis Höxter (red). „Wir wollen zum einen die kreisweite Bedeutung der Landesgartenschau betrachten und überlegen, wie diese nachhaltig für den Kreis gute Entwicklungen anstoßen kann. Zum anderen ist uns das Thema Kinderbetreuung in den Kitas und in den Schulen sehr wichtig. Darum laden wir auch interessierte Menschen außerhalb der Partei ein, an diesem Samstagvormittag mit uns gemeinsam zu diskutieren“, erklärt der SPD-Kreisvorsitzende Helmut Lensdorf. Allerdings sei eine Anmeldung im SPD-Büro unter 05271-8756 erforderlich. Die Partei hat dafür auch eine Kinderbetreuung organisiert. So können auch junge Mütter und Väter an der Diskussion teilhaben.

Bislang sei immer der Eindruck erweckt worden, dass die Landesgartenschau ausschließlich eine reine Angelegenheit der Stadt Höxter sei. Nach Auffassung des SPD-Kreisverbandes sei dies aber falsch. Denn schon bei der Verkehrs- und Parksituation seien die Nachbarstädte mit gefordert. Auch der Tourismus und die Gastronomie in den anderen Städten könnten von der Landesgartenschau profitieren, wenn dies strategisch mitgepant wird.

Hinzu käme - und das wünschen sich die Sozialdemokraten - dass auch bauliche Highlights, ähnlich wie in Rietberg, eine positive Ausstrahlung auf die ganze Region haben könnten. Ökologische Kriterien verdienen besondere Beachtung. Hierüber wird der Bürgermeister der Stadt Höxter, Alexander Fischer, und der Vertreter des Fördervereins, Daniel Hartmann, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Rede und Antwort stehen.

Beim Thema Kinderbetreuung hinke der Kreis Höxter dem Bedarf hinterher. Auch die Flexibilität der Öffnungszeiten lasse zu wünschen übrig. „Wir wollen gemeinsam mit dem kinderpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Dennis Maelzer, über Fragen der Finanzierung, der Qualität und der Zukunft der Kinderbetreuung sprechen. Auch Vertreterinnnen von Kitas werden am Samstag mit dabei sein. Das wird mit Sicherheit spannend“, ist sich Lensdorf sicher.

 

Wirtschaft
Freitag, 14. Juni 2019 09:33 Uhr
Familienfreundliche Unternehmen im Kreis Höxter erhalten Gütesiegel
Sonntag, 09. Juni 2019 10:51 Uhr

Kreis Höxter (red). Sie backen ab sofort größere Brötchen: Im Kreis Höxter bekommen die Beschäftigten in Bäckereien mehr Geld. Ab dem 1. Juni steigen die Löhne der unteren Lohngruppen um 55 Euro, in allen anderen Lohngruppen um 2,8 Prozent. Für die Beschäftigten mit den niedrigsten Einkommen ist das ein Plus von 3,5 Prozent. Das hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitgeteilt. Die rund 1.110 Bäckerei-Beschäftigten im Kreis Höxter – von der Backstube bis zum Ladentresen – haben so spürbar mehr Geld im Portemonnaie. Eine Bäckereifachverkäuferin ab dem dritten Beschäftigungsjahr kommt so auf gut 61 Euro mehr im Monat. 

Der Geschäftsführer der NGG Detmold-Paderborn, Armin Wiese, spricht von einem „guten Ergebnis“ nach schwierigen und intensiv geführten Tarifrunden. „Wir haben gekämpft – besonders um auch die unteren Einkommensgruppen im Bäckerhandwerk zu stärken. Ob heiße Backstuben oder Stress hinter der Verkaufstheke – die Jobs in der Backbranche sind hart. Umso wichtiger ist es, dass der Verdienst zum Leben und für eine armutsfeste Rente reicht. Unser Ergebnis ist ein erster Schritt in die richtige Richtung für alle Beschäftigten“, so Wiese. „Es kann nicht sein, dass sich die Kolleginnen und Kollegen in den unteren Lohngruppen in ihrer Rente nicht mehr die Brötchen leisten können, die sie heute verkaufen.“ Die NGG Detmold-Paderborn rät den Beschäftigten, die nächste Lohnabrechnung prüfen. Einen Anspruch auf die Lohnerhöhung hat jeder Beschäftigte, der Gewerkschaftsmitglied ist und dessen Arbeitgeber in der Bäckerinnung ist.

Gewerkschaft und Arbeitgeberverbände haben vereinbart, ab September über eine neue Lohnstruktur im Bäckerhandwerk zu beraten. Das Bäckerhandwerk brauche eine moderne Lohnstruktur, die den Veränderungen innerhalb der Branche und dem Einsatz der Beschäftigten gerecht wird, fordert die NGG. So könne man auch der Abwanderung der Mitarbeiter in andere Branchen entgegenwirken. Bereits im nächsten Jahr wird die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern wieder in Lohnverhandlungen treten.

Foto: NGG

Montag, 27. Mai 2019 10:21 Uhr

Kreis Höxter/Marienmünster (red). Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter (GfW), die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld, Zweigstelle Paderborn und Höxter sowie die Technische Hochschule OstwestfalenLippe laden Unternehmer und Interessierte auch in diesem Jahr wieder zu einer gemeinsamen Veranstaltung ein.

Die ‚Schlossrunde‘ findet am Donnerstag, den 27. Juni 2019 ab 18:00 Uhr in der Abtei Marienmünster statt. Ziel dieses besonderen Events ist es, den Dialog zwischen Wissenschaft & Wirtschaft zu intensivieren und den Transfer weiter auszubauen.

Die prägenden Themen in diesem Jahr sind Möglichkeiten der Förderung des Technologietransfers aus dem Spitzencluster it`s OWL heraus in den Kreis Höxter und Künstliche Intelligenz. Klaus-Peter Jansen (it´s QWL) und Prof. Dr.-Ing. Volker Lohweg (Institut für Automatisierungstechnik, Technische Hochschule OWL) werden im Rahmen von zwei spannenden Vorträgen hierüber informieren. Aufgrund der positiven Resonanz der vergangenen Veranstaltungen wird es auch in diesem Jahr wieder die Möglichkeit geben, sich in kleinen Runden an sogenannten Expertentischen zum Thema der Wahl auszutauschen und gezielt Fragen zu stellen:

  • IT-Sicherheitsstrategien
  • Strategien für effizientes Energiemanagement
  • Analyse zur digitalen Transformation produzierender Unternehmen
  • Smarte Assistenzsysteme

Förderung / FörderprogrammeDurch die Veranstaltung führt die Journalistin Christine Etrich. Beim anschließenden Get Together kann in angenehmer Atmosphäre weiter diskutiert werden. Die Veranstaltung ist kostenlos und findet am 27. Juni 2019 ab 18.00 Uhr in der Abtei Marienmünster statt. Eine Anmeldung ist bis zum 21. Juni bei der GfW (info@gfwhoexter.de) erbeten. Weitere Infos finden Sie unter www.gfwhoexter.de im Bereich Service.

Foto: GfW

Sport
Freitag, 14. Juni 2019 09:25 Uhr
Infoveranstaltung „Kinder- und Jugendschutz im Sportverein“ - Sportjugend im KSB Höxter bietet mit Kreisjugendamt Höxter zwei Infoveranstaltungen an
Mittwoch, 12. Juni 2019 08:06 Uhr

Wrexen (red). Am 15. und 16. Juni findet wieder traditionell das Viehmarkt- und Reitertag-Wochenende in Wrexen statt. Wie jedes Jahr wird das Pferdesport-Wochenende mit dem Stutenauftrieb eingeleitet. Samstagmorgen treffen sich Züchter und Aussteller der Umgebung ab 7:30 Uhr im Steinberg zum Stutenauftrieb. Bis zum Mittag werden diese dann in zwei Ringen zur Schau gestellt und bewertet. Ab Mittag beginnen dann die Reitprüfungen, die hauptsächlich für den Nachwuchs konzipiert sind.

Der Reiterverein Wrexen möchte vor allem jugendlichen Reitern die Möglichkeit geben Turnierluft zu schnuppern und führt ein reines WBO Turnier durch, wo junge Reiter viele Möglichkeiten haben sich in Prüfungen mit anderen jungen Reitern zu messen. Die Prüfungen sind ganz nach den Bedürfnissen junger Reiter konzipiert, die vielleicht erstmals Turnierluft schnuppern wollen oder nicht jedes Wochenende die Möglichkeit haben auf ein Turnier zu fahren. Von der Führzügelklasse, in der die jüngsten Reiter ihr Können im Schritt und Trab zeigen, über die verschiedenen Reiterwettbewerbe mit und ohne Galopp, bis hin zu den ersten kleinen Dressuraufgaben, können sich die Reiter an dem Wochenende einem Richterurteil stellen und so noch wertvolle Tipps für ihre weitere Ausbildung erhalten. 

Aber auch die Springprüfungen, sowie die Geländeprüfungen kommen im idyllischen Steinberggelände nicht zu kurz. Auch hier können die jungen Reiter erste Erfahrungen im Parcours sammeln, bzw. die Gelegenheit nutzen und vielleicht auch mal Eltern, Oma, Opa oder Freunden zeigen was sie schon gelernt haben. Ein Höhepunkt wird sicherlich das Mannschaftsspringen am Sonntagnachmittag. Und beim Jump and Run werden die Reiter und Läufer hoffentlich von zahlreichen Zuschauern lautstark angefeuert. Samstag starten die Reitprüfungen ab 13.00 Uhr, Sonntag bereits ab 11:00 Uhr. 

Natürlich gibt es das ganze Wochenende über Leckeres vom Grill sowie Westheimer Bier vom Fass. Weiterhin erwartet sie an beiden Tagen eine tolle Kaffeetafel, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist und jeder herzlich eingeladen ist vorbeizuschauen. Der RV Wrexen hofft auf ein harmonisches, erfolgreiches Wochenende mit gutem Sport und gutem Wetter und viel Unterstützung durch fleißige Helfer. Besonders für die jungen Reiter ist es schön sich vor einem großen Publikum präsentieren zu können, deshalb freuen wir uns zahlreiche Zuschauer und Besucher im schönen Steinberggelände begrüßen zu dürfen.

Dienstag, 11. Juni 2019 10:49 Uhr

Höxter (red). Ab Mittwoch, den 12. Juni, kann jeder Interessierte wieder an der Aktion „Sportabzeichen für jedermann“ des HLC Höxter teilnehmen. Unter dem Motto "Mach es. Du schaffst es. Dein Sportabzeichen" steht das Team bis Ende September jeweils mittwochs von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr im Sportgelände Brückfeld zum Üben und Abnehmen der technischen Disziplinen bereit. Die einzelnen Termine können im Schaukasten an der Weserkampfbahn und unter www.hlc-hoexter.de eingesehen werden. Das Sportabzeichen-Team weist ausdrücklich darauf hin, dass alle, die das Sportabzeichen für eine Bewerbung benötigen, bitte rechtzeitig an den Trainingsstunden teilnehmen, damit das Abzeichen in der vorgegebenen Zeit abgenommen werden kann. Ferner ist der Nachweis über die Schwimmfähigkeit bei der Anmeldung vorzulegen. Ansprechpartner ist Manfred Menzel unter 05271/31278.

Panorama
Donnerstag, 13. Juni 2019 12:46 Uhr
Tötung männlicher Eintagsküken ist nur übergangsweise zulässig
Samstag, 08. Juni 2019 12:23 Uhr

Lügde (red). Ein Met, dazu stimmungsvolle Musik und wilde Gaukelei - diese und viel weitere Programmpunkte machen ihn aus, den mittelalterlichen Liuhidi-Markt in Lügde. Das Ambiente zwischen historischer Stadtmauer samt Stadtturm und Emmer lädt geradezu dazu ein in eine frühere Zeit einzutauchen, Teil des Lagerlebens zu werden und eine alte Epoche aufleben zu lassen. +++ „Liuhidi“ – das ist der alte Name Lügdes, wie er schon im 8. Jahrhundert in den fränkischen Reichsannalen erschien. Er wurde zum Synonym für einen Mittelaltermarkt mit ganz eigenem Charakter. Mittelalterakteure, wie Handwerker, Händler, Söldner, Ritter, Knechte, Gaukler und Musikanten erschaffen erlebbares Mittelalter und Aktionen wie das Kinderritterturnier, Knappentraining, Bogenschießen, Armbrustschießen, Schmieden und Korbflechten machen den Markt besonders familien- und kinderfreundlich. Als ganz besonderes Highlight tritt in diesem Jahr die Musikgruppe Poeta Magica auf. Das Ensemble wurde 1992 gegründet und ist europaweit für ihre lebendige und virtuose Musik aus verschiedenen Ländern bekannt. Mit ihrem unbegrenztem Repertoire, der unglaublichen Instrumentenvielfalt und den abwechslungsreichen Programmen aus dreißig Jahren Bühnenerfahrung genießt das Ensemble einen legendären Ruf. 

Neben Poeta Magica dürfen sich die Besucher auch auf das Duo Asa-tru freuen. Phias Pendragon und Barni der Weltenbummler begeistern immer wieder auf Märkten, Straßenfesten, Familienfeiern und historischen Banketten die Besucher mit reichlich Musik, Narreteien, Spiel, Jonglage und Feuergaukeleien. Bereits bei dem letzten Liuhidi-Markt konnten sich die Gäste davon überzeugen und auch in diesem Jahr ist das Duo wieder Teil des Liuhidi-Marktes. Auch Jonny Robels ist dem ein oder anderen vielleicht noch ein Begriff. Er wandelt mit seiner Musik auf den alten Pfaden der keltischen Barden und versucht sich ihr Bewusstsein darin zu erschließen. Seine Musik kommt aus dieser Tradition, entwickelt aber auch eigenen Ansichten im Austausch mit anderen Einflüssen. Zudem komponiert und textet er auch selbst, zum Teil sogar in bretonischer Sprache. 

Besonders die Kinder kommen beim Liuhidi-Markt auf ihre Kosten: Bei zahlreichen Aktionen wie einem Kinderritterturnier, Bogenschießen und Animationen für das Jung- und Altvolk mit historischen Brett-, Riesen- und Feldspielen sind die kleinen Besucher zum Mitmachen eingeladen.

Neben den bereits genannten Programmpunkten erwarten die Besucher viele weitere Aktionen, diverse Stände und Lager. Auch der Marktvogt und der Buckelige vom letzten Liuhidi-Markt sind wieder dabei. Doch nicht nur das Programm kann sich in diesem Jahr wieder sehen lassen. Auch das kulinarische Angebot lässt keine Wünsche offen. Die Auswahl reicht von Knoblauchbrot, Spätzle und Sauerkraut über diverse Fleisch- und Käsesorten bis hin zu Falafel, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Abgerundet wird das gastronomische Angebot mit dem klassischen Met sowie verschiedenen Biersorten.

Der diesjährige Liuhidi-Markt bietet ein buntes Programm und lässt die Besucher in eine Reise in die Vergangenheit machen und das Lagerleben hautnah miterleben. Der Markt öffnet am Samstag (15. Juni) von 12:00 bis 23:00 Uhr und am Sonntag (16. Juni) von 12:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 €, Kinder unter Schwertmaß sind frei. Weitere Infos unter www.liuhidi.de

Fotos: Lügde Marketing

Dienstag, 04. Juni 2019 13:22 Uhr

Holzminden (sl). Die Angst vor Gefahren wie Terror oder anderen Angriffe ist in der Gesellschaft weiterhin gegeben. Um dennoch ein „Grundsicherheitsgefühl“ beim Straßentheater zu schaffen, wie es der Leiter des Ordnungsamtes, Burkhard Woitzyck, betitelte, habe die Stadt „Herner Truck Sperren“ angeschafft. Dieses Gefühl, was auch 2017 beim Straßentheater geherrscht habe, habe man mit noch flexibleren Möglichkeiten weiterführen wollen. Für die Sicherheit seien insgesamt 30 Stück der Marke „Herner Truck Sperre“ gekauft. Acht von der Stadtmarketing GmbH. „Wir sind happy“, freute sich die Stadtmanagerin, Katrin Konradt, über die angeschafften mobilen Sperren. 

Diese Sperren, die 1,20 Meter lang, 1,06 Meter hoch und 0,85 Meter breit, sind, können gerollt und beliebig kombiniert werden. Im Falle eines Lkw-Angriffs werde der Lkw beim Überqueren der Sperre ausgehebelt und zum Stillstand gebracht. Wie der Ordnungsamtsleiter erklärte, sei das System vom TÜV geprüft und derzeit das Günstigste. Am Samstag und Sonntag, jeweils von 13.00 Uhr bis 01.00 Uhr nachts, werden sieben Sperren an den Eingängen zur Altstadt im Einsatz seien. Zusätzlich werden diese Sperren von Securitykräften einer Security-Firma aus Hameln bewacht. Zu den „Herner Truck Sperren“ stehen, wie bereits 2017, die bemalten Legosteine als weitere Schutzmaßnahme zur Verfügung. Zukünftig können diese Sperren bei anderen öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt werden.

Weiterhin sind die Feuerwehr Holzminden unter Leitung des Ortsbrandmeisters, Michael Nolte, und seinem Stellvertreter, Tobias Hauske, mit 47 Feuerwehrmännern- und frauen im Einsatz. Am Samstag und Sonntag stehen Fahrzeuge der Feuerwehr Holzminden beim „Pudding Theatre“ als mobile Sperren bereit. Die Einsätze werden durch den Einsatzleitwagen koordiniert, wie Nolte ergänzte. Trotz dessen bleibe ein Rüstzug außen vor, um den Grundschutz zu gewährleisten. Im ausgearbeiteten Sicherheitskonzept, zwischen Feuerwehr, Ordnungsamt und der Polizei, verstärke die Polizei Holzminden unter dem polizeilichen Einsatzleiter, Björn Cornel, die Veranstaltung mit mindestens zwei bis drei Wagen und Polizeibeamten, die zu Fuß unterwegs sein werden.

Während des Straßentheaters kommt es zu Straßensperrungen in der Innenstadt. Dauerhaft gesperrt sind die Bürgermeister-Schrader-Straße, die Oberbachstraße, die Obere Straße, die Kirchstraße, die Weser- und Uferstraße. Zu zeitweisen Sperrungen kommt es in der Wallstraße. 

Foto: sl

Montag, 20. Mai 2019 09:51 Uhr

NRW (red). 75 Prozent der rund 150 wichtigsten Nutzpflanzen auf der Welt profitieren von der Bestäubung durch Bienen und andere Insekten. Aber Biene ist nicht gleich Biene. Während bei den gezüchteten Honigbienen die Zahl der Völker in menschlicher Obhut steigt, nimmt die Zahl ihrer wildlebenden Verwandten – deutschlandweit ca. 560 verschiedene Arten – über die Jahre deutlich ab. Laut der Roten Liste bedrohter Tierarten sind in Nordrhein-Westfalen über 50 Prozent der Wildbienen und Wespen gefährdet. Aber gerade die Wildbienen sind entscheidend für die Bestäubung etwa von Obstbäumen, denn sie fliegen im Gegensatz zur Honigbiene immer, so auch bei kühlfeuchtem Frühlingswetter.

Zum morgigen Weltbienentag erklärt Umweltministerin Ursula Heinen-Esser: "Weniger Wildbienen, bedeuten weniger Obsternten, weniger Blütenpflanzen, weniger Singvögel und damit weniger Vielfalt insgesamt. Diese Negativkette müssen wir gemeinsam durchbrechen, das liegt in unserem ureigenen Interesse. Die Bewahrung der biologischen Vielfalt ist Kernanliegen der nordrhein-westfälischen Umwelt- und Naturschutzpolitik. Dies gilt insbesondere für die Bienen. Sie sind Bestandteil unsere Lebensversicherung der Artenvielfalt."

Der Verlust von Lebensräumen etwa durch intensive Flächennutzung infolge von Bebauung, Land- und Forstwirtschaft, Änderungen des Nährstoff- und Wasserhaushalts sowie Bodenschatzgewinnung, sowie der Einfluss des Klimawandels und gebietsfremde, invasive Arten setzen nicht nur den Wildbienen zu, sondern die gesamte Artenvielfalt unter Druck. Heinen-Esser: "Wir müssen zweigleisig fahren: Einerseits müssen wir die bereits bekannten Ursachen angehen und andererseits müssen wir durch den Aufbau solider Forschung noch offene Fragen klären. Beides müssen wir parallel tun."

Bereits 2017 startete NRW als erstes Bundesland eine Langzeitstudie zum Insektenschwund: Bis Ende 2022 wird auf 120 Probeflächen die aktuelle Situation blütenbestäubender Insekten überprüft, ein gemeinsames Forschungsvorhaben mit der Universität Osnabrück wird den kommenden drei Jahren die statistisch valide Datengrundlage für weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Insektenrückgangs ermitteln. Am 03. Juni findet mit Ministerpräsident Armin Laschet und Umweltministerin Heinen-Esser ab 11:00 Uhr in den Düsseldorfer Rheinterrassen der Kongress "Insekten schützen – Artenvielfalt bewahren" statt.

 

Samstag, 18. Mai 2019 11:47 Uhr

NRW (red). 16.000 Tonnen Müll sind es im Jahr, die rechts und links von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen und auf den Parkplätzen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Straßen.NRW-Meistereien und beauftragten Firmen eingesammelt werden. Eine Sisyphos-Arbeit, glaubt man den Männer und Frauen in der leuchtend orangenen Warnkleidung, die oft dicht neben der Fahrbahn mit der Müllzange unterwegs sind: "Wir säubern eine Fläche und kaum sind wir weg, fliegen die nächsten Flaschen und Tüten aus dem Fenster", ist Stefan Hübner, Kolonnenführer und seit 33 Jahren Straßenwärter der Autobahnmeisterei Lüdenscheid, genervt.

Tütenweise Hausmüll auf den Rastplätzen

Nicht nur den Straßenwärterinnen und Straßenwärter "stinkt" der Müll. Auch viele Verkehrsteilnehmer nervt der Dreck. Da raten Plakate am Straßenrand zur Pause, auch das Auto selbst meldet sich mit einer stilisierten Kaffeetasse und mahnt eine Rast an. Nur beim kurzen Stopp an einem Parkplatz ist sofort zu sehen: Es waren schon andere da und die haben ihren Müll einfach liegen gelassen. Der Ort für eine entspannte Pause sieht anders aus. "Gerade dort, wo es keine Bewirtschaftung gibt, bleibt vieles liegen", weiß Jens Kaminski, Betriebsdienstleiter der Straßen.NRW-Autobahnmeisterei Lüdenscheid. Sein Team fährt im wöchentlichen Rhythmus die Rastplätze an und säubert sie. Allerdings: Was die Straßen.NRW-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufsammeln, ist längst nicht nur Reisebedarf. Tütenweise stapelt sich der Hausmüll neben den bereitstehenden Abfalltonnen. Und auch auf den Wiesen zwischen den Parkbuchten und rings um die Sitzgelegenheiten finden sich die prall gefüllten Müllsäcke. "Oft wird es wohl im Vorbeifahren einfach aus dem LKW oder Auto geworfen."

Zwei Mal in der Woche leert eine Vertragsfirma die Müllbehälter auf den Parkplätzen. In den Ferien werden die Müllbehälter sogar dreimal wöchentlich geleert. Eine Grundreinigung steht eigentlich einmal im Jahr an. Doch das reicht vor allem in den Ballungsgebieten kaum aus. Denn das blaue Schild "Rastplatz bitte sauber halten" wird von zu vielen ignoriert.

Rentner sammelt am Radweg Müll ein

Was auf den Rastplätzen rücksichtslos in die Umwelt geworfen wird, ist schon ein großer Müllberg. Doch auch rechts und links der Straßen und Radwege sammeln sich Flaschen, Kaffeebecher und Verpackungen von Hamburger und Co. Willi Klauke gehört nicht zum Team von Straßen.NRW, ist aber dennoch vor allem im Frühjahr unterwegs, um die Natur vom Müll zu befreien. 15.000 Kilometer hat der Rentner in den vergangenen zwei Jahren mit dem Fahrrad zurückgelegt – überwiegend im Sauerland. Immer im Blick: der Müll in den Böschungen. In einer langen Mail an Straßen.NRW hat er aufgelistet, was er in nur drei Tagen zusammengesammelt hat: 120 Bierflaschen, 60 Wein-, Sekt- oder Schnapsflaschen, 90 PET-Flaschen, 200 Getränkedosen und jede Menge Flachmänner. Das war Februar 2018. In diesem Frühjahr war es ein Mehrfaches, was er aus den Gräben und Böschungen entfernte. Allein an einem Parkplatz kamen 62 Wein und Sektflaschen, dazu Flachmänner, Piccolofläschchen und drei Eimer sonstiger Müll zusammen. Mit dem Rad hat der Rentner das nicht mehr einsammeln können: Er kam ein zweites Mal mit dem Auto zum Müllentsorgen. 

Straßen.NRW-Direktorin appelliert an Verkehrsteilnehmer

Klauke appelliert in seinem Schreiben an den Straßenunterhaltungsdienst und wünscht sich mehr Aktivität. Ein Wunsch, der mit den vielfältigen Aufgaben der Straßen.NRW-Meistereien, allerdings kaum zu vereinbaren ist. Das bundesweit gültige Leistungsheft für die Arbeiten der Straßenunterhaltung sieht für "Leistung 4.21: Abfälle und Müllablagerungen entlang der Strecke einsammeln und entsorgen" den Turnus "1" vor. Das bedeutet, dass einmal pro Jahr gereinigt werden kann. "Auch wenn wir die Notwendigkeit sehen, häufiger zu reinigen, bleibt dafür kaum Spielraum", sagt die Direktorin von Straßen.NRW, Elfriede Sauerwein-Braksiek. Sie kann die Anliegen von Bürgern gut verstehen, allerdings "liegt unser Hauptaugenmerk auf der Verkehrssicherheit, da hat die Abfallbeseitigung nicht oberste Priorität." Die Chefin des Landesbetriebes und vor allem all die Straßenwärterinnen und Straßenwärter, die täglich auf der Strecke unterwegs sind, appellieren darum an alle Verkehrsteilnehmer, selbst Verantwortung zu übernehmen und Rastplatz und Straße ein wenig wie den eigenen Vorgarten zu behandeln. Und wer würde dort Kaffeebecher und Cola-Flasche entsorgen? 

Hintergrund

  • Speisereste im Müll stellen ein ganz besonderes Problem dar. Denn sie können zur Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest beitragen. Seit 2014 breitet sich diese hochansteckende Tierseuche nach Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Europa aus. Fleisch oder Fleischerzeugnisse von infizierten Tieren können diese Krankheit übertragen. Reisende oder Fernfahrern sollten Speisereste deshalb an Tankstellen, Raststätten oder Autobahnparkplätzen nicht achtlos wegwerfen.
  • Jedes Jahr fallen rund 80.000 Personenstunden für das Einsammeln der Abfälle an. Das entspricht ungefähr 50 Vollarbeitskräften. Allerdings erledigt Straßen.NRW nicht alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit Müll durch eigenes Personal. Zum Teil beauftragt der Landesbetrieb auch Fremdfirmen.
  • Pro Jahr kostet es knapp sieben Millionen Euro, diese "Fremdabfälle" zu entsorgen. Im Gegensatz zu den Kommunen kann Straßen.NRW diese Ausgaben nicht über Gebühren refinanzieren. Sie gehen damit vollständig zu Lasten anderer wichtiger Aufgaben.
  • Müll und Mähen passen nicht zusammen. Auch wenn in der Regel im Vorfeld der Grünpflege Müll eingesammelt wird, bleibt einiges im dichten Gras verborgen und wird vom Mäher geschreddert. Vor allem Plastikabfälle werden so zum Umweltproblem.

Foto: Straßen.NRW

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