Höxter (TKu). 17.424 Euro von Frauen für Frauen: Der Zonta Club Höxter engagiert sich seit vielen Jahren mit vielen unterschiedlichen Projekten für soziale Zwecke in der Region Höxter und darüber hinaus. Ein fester Bestandteil dieses Engagements ist inzwischen die Second-Hand-Taschenbörse, die regelmäßig im Rahmen von Huxori stattfindet. Was ursprünglich als überschaubare Aktion begann, hat sich im Laufe der Zeit zu einem etablierten Projekt entwickelt, das finanzielle Mittel für verschiedene Unterstützungsangebote generiert. Bei der Taschenbörse werden gespendete Handtaschen, Rucksäcke, Koffer und weitere Taschenarten angeboten. Die Artikel stammen aus privaten Spenden und werden von den Clubmitgliedern gesammelt, sortiert und während der Veranstaltung verkauft. Der Erlös fließt vollständig in soziale Projekte. Im vergangenen Jahr konnte dabei ein Gesamtbetrag von 17.424 Euro erzielt werden. Nach Angaben des Clubs verfolgt die Aktion das Ziel, gut erhaltenen Alltagsgegenständen eine neue Nutzung zu ermöglichen und gleichzeitig soziale Arbeit zu unterstützen. Jede Tasche wechselt im Rahmen der Börse den Besitz und trägt so zur Finanzierung verschiedener Hilfsangebote bei.
Unterstützung für Frauen im Kreis Höxter: Ein Teil der Einnahmen wird seit 2015 regelmäßig an die Frauenberatungsstelle im Kreis Höxter weitergegeben, die von der Arbeiterwohlfahrt getragen wird. Die Beratungsstelle bietet Frauen, die von Gewalt betroffen oder bedroht sind, Unterstützung und Beratung an. Das Angebot richtet sich an Frauen aus dem gesamten Kreisgebiet und umfasst unter anderem Gespräche zu den Themen häusliche Gewalt, Stalking und sexualisierte Gewalt. Auch in diesem Jahr stellt der Zonta Club Höxter 4.000 Euro aus dem Erlös der Taschenbörse für diese Arbeit zur Verfügung. „Die Mittel werden genutzt, um die Beratungsangebote aufrechtzuerhalten und betroffenen Frauen Hilfestellung zu geben. Die Beratungsstelle fungiert dabei als Anlaufpunkt für Frauen, die Informationen, Orientierung oder konkrete Unterstützung suchen“, heißt es von Sabine Heikenfeld von der AWO Beratungsstelle.
Förderung der Kinderheimat Neuhaus: Ein weiterer Teil der Spendensumme geht an die Kinderheimat Neuhaus. Insgesamt 6.712 Euro wurden für diese Einrichtung vorgesehen. Die Kinderheimat Neuhaus unterstützt Kinder und Familien, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. „Ziel der Arbeit ist es, Kindern stabile Rahmenbedingungen zu bieten und Familien bei der Bewältigung ihres Alltags zu begleiten. Die Zuwendung aus der Taschenbörse wird nach Angaben der Einrichtung für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, unter anderem für pädagogische Angebote, Freizeitaktivitäten oder notwendige Anschaffungen. Damit trägt der Erlös der Aktion zur Finanzierung bestehender Strukturen bei“, sagt Tanja Azeus von der Stiftung Kinderheimat.
Neben regionalen Projekten berücksichtigt der Zonta Club Höxter auch internationale Vorhaben. Weitere 6.712 Euro aus dem Erlös der Taschenbörse werden an Zonta International weitergeleitet. „Die Organisation setzt sich weltweit für die Rechte von Frauen und Mädchen ein. Die finanziellen Mittel unterstützen verschiedene Programme, darunter Initiativen gegen Kinderehen, Hilfsangebote für Frauen, die von den Folgen von Klimakatastrophen betroffen sind, sowie das Projekt LAAHA. Dabei handelt es sich um einen digitalen Schutzraum, der Frauen und Mädchen Zugang zu Informationen, Beratung und Unterstützungsangeboten bietet“, erklärt Elisabeth Klemm von Zonta.
Die Taschenbörse ist für den Zonta Club Höxter ein wiederkehrendes Projekt. Nach Abschluss einer Veranstaltung beginnen bereits die Vorbereitungen für die nächste. Dazu gehört auch der Aufruf an die Bevölkerung im Kreis Höxter und darüber hinaus, gut erhaltene Taschen zu spenden. Mit jeder Spende und jedem Kauf werden neue Mittel für soziale Zwecke bereitgestellt. Der Zonta Club Höxter setzt dabei weiterhin auf die Kombination aus Wiederverwendung von Alltagsgegenständen und der Finanzierung von Unterstützungsangeboten auf lokaler und internationaler Ebene. Die nächste Taschenbörse ist bereits in Planung.
Foto: Simone Kube