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Sonntag, 08. Februar 2026 Mediadaten
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Vitus auf seinem Postament im Schein der Taschenlampen: Marion Dinand (rechts) erzählte den kleinen Detektiven kindgerecht die Vituslegende.

Höxter (red). St. Vitus auf seinem Postament am Seitenaltar, Engel an zahlreichen Stellen Kirche, Spieltisch und prachtvoller Prospekt der Barockorgel sowie mehr als 1000 Jahre alte Wandmalereien im Johanneschor des karolingischen Westwerks. Als Lichtkegel zahlreicher Taschenlampen auf diese und viele weitere Details gerichtet waren, entfalteten ehemalige Benediktinerabtei Corvey, Kirche und Westwerk eine besondere, geheimnisvolle Atmosphäre. Abseits dieser Lichtquellen lagen die Räume in vollständiger Dunkelheit.

Diese mystische Stimmung machte die Erkundung für junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer besonders spannend. Entsprechend erwartungsvoll versammelten sich an einem Abend im Januar angehende Kommunionkinder des Pastoralverbunds Corvey vor der Doppelturmfassade des karolingischen Westwerks. Begleitet wurden sie von Gemeindereferentin Marion Dinand.

Die Taschenlampenführungen durch Westwerk und ehemalige Abteikirche gehören seit vier Jahren fest zu Angeboten der Erstkommunionvorbereitung im Pastoralverbund Corvey. Sie erfreuen sich großer Beliebtheit. Auch diesmal meldeten sich mehr als 70 Mädchen und Jungen an, um das Welterbe am Weserbogen auf besondere Weise zu entdecken.

Geschichte, Glauben und Entdeckergeist

An dem kalten, aber sternenklaren Winterabend wurden Kinder in drei Gruppen eingeteilt und nacheinander durch Anlage geführt. Den Auftakt bildete Blick auf eine in Boden vor dem Westwerk eingelassene Plakette, die Anerkennung Corveys als Welterbe 2014 dokumentiert. Angeregt durch Erläuterungen entstand bei vielen Kindern erstmals ein Bewusstsein dafür, wie stark Kloster Corvey Stadt Höxter und umliegende Dörfer über Jahrhunderte geprägt hat.

Im Inneren des Westwerks richteten sich Taschenlampen auf Säulen und Kapitelle der Erdgeschosshalle. Staunen löste Erkenntnis aus, dass diese Bauteile mehr als 1000 Jahre alt sind. In kindgerechter Form wurde von Herrscherbesuchen im 9. bis 12. Jahrhundert berichtet. Oben im Johanneschor konnten Kinder sich vorstellen, wie Kaiser und Könige einst von Westempore aus Gottesdienste verfolgt haben.

Ein weiterer Höhepunkt wartete auf Orgelempore. Von dort aus blickten Kinder ins dunkle Kirchenschiff und durften selbst wenige Töne auf Orgel spielen. Klang erfüllte Raum und verlieh nächtlicher Stille eine besondere Lebendigkeit.

Glaubensinhalte wurden behutsam in Führung eingebunden. Vor Vitusmonument nahe Nordseitenaltar wurde Legende Schutzpatrons erzählt, hinter Chorschranke öffnete sich sogar Wandnische mit Vitusschrein, der Reliquien beherbergt, die 836 nach Corvey gelangten. Spielerisch zählten Kinder zudem Engel Kirche. Die Auflösung lautete 365 – einer für jeden Tag Jahres.

Im Chorgestühl der Mönche erfuhren Kinder Herkunft Redewendung „die Klappe halten“, die auf klösterliche Gebetspraxis zurückgeht. Nach Erkundung Sakristei und Empore versammelten sich Gruppen vor Tabernakel. Mit einem gemeinsamen „Vater unser“ endete Führung, bevor Kirche verlassen wurde.

Zum Weg Erstkommunion gehören außerdem Seelsorgeunterricht Grundschulen, gemeinsame Gottesdienste St. Peter und Paul Höxter sowie Projekte in einzelnen Gemeinden. Insgesamt bereiten sich in diesem Jahr 115 Kinder auf Sakrament vor. Motto lautet „Ihr seid meine Freunde“. Viele engagierten sich bereits bei Krippenfeiern und als Sternsingerinnen und Sternsinger. Im Welterbe Corvey wurden sie nun zu Detektiven mit Taschenlampen.

Fotos: Kirchengemeinde Corvey

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