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Sonntag, 08. Februar 2026 Mediadaten
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Sie präsentieren die Plakat- und Postkartenaktion „Verbindung beginnt offline“ und „Bildschirm aus, Beziehung an“ (von links): Johanna Brotzmann, Netzwerkkoordinatorin Frühe Hilfen beim Kreis Höxter, Dr. Anke Nolte-Martin vom Gesundheitsdienst des Kreises Höxter, Dr. Annette Faig vom Gesundheitsdienst des Kreises Höxter und Moderatorin des IQZ, Silke Merkel, Abteilungsleiterin Soziale Dienste beim Kreis Höxter und Moderatorin des IQZ, sowie Kreisdirektorin Manuela Kupsch.

Kreis Höxter (red). Der Kreis Höxter startet eine kreisweite Plakat- und Postkartenaktion, die Eltern und Großeltern für den bewussten Umgang mit digitalen Medien im Beisein von Kleinkindern sensibilisieren soll. Mit den Werbeslogans „Verbindung beginnt offline“ und „Bildschirm aus, Beziehung an“ wirbt die Aktion dafür, Smartphones, Tablets und PCs im Familienalltag bewusst auszuschalten und stattdessen die Zeit aktiv mit den Kindern zu verbringen.

Blick für die Bedürfnisse der Kleinkinder schärfen

Der Interprofessionelle Qualitätszirkel Frühe Hilfen im Kreis Höxter möchte mit der Aktion den Blick von Eltern und Großeltern für die Bedürfnisse der Kleinkinder schärfen. Die Plakate und Postkarten werden in allen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen des Kreises Höxter verteilt.

„Die Plakat- und Postkartenaktion steht für eine klare Botschaft: Verbindung beginnt und besteht in gemeinsamen Aktivitäten, beim Spielen in der Natur, beim Vorlesen von Kindergeschichten oder beim Eltern-Kind-Schwimmen und nicht am Bildschirm“, hebt Kreisdirektorin Manuela Kupsch hervor.

„Die frühe Beziehung zwischen Erwachsenen und Kleinkindern ist das Fundament für eine gesunde Entwicklung. Mit der Aktion thematisiert der IQZ Frühe Hilfen im Kreis Höxter den verantwortungsvollen Umgang mit den digitalen Medien“, so die Kreisdirektorin.

Bewusst kein erhobener Zeigefinger

„Die Aktion richtet sich bewusst nicht mit erhobenem Zeigefinger an Familien. Vielmehr soll sie zum Nachdenken anregen und positive Alternativen des Miteinanders sichtbar machen“, sagt Silke Merkel, Leiterin der Abteilung Soziale Dienste beim Kreis Höxter und Moderatorin des Interprofessionellen Qualitätszirkels Frühe Hilfen.

Alltagssituationen vermitteln Nähe und Aufmerksamkeit 

Auf sechs Bildmotiven zeigen die Plakate und Postkarten Alltagssituationen, die Nähe und Aufmerksamkeit vermitteln. So ist unter anderem ein Vater zu sehen, der seiner Tochter aus einem Buch vorliest oder eine Oma, die mit ihrer Enkelin Blumen pflanzt und eine Mutter, die mit ihrer Tochter das Essen zubereitet.

„Es geht nicht um Verzicht, sondern um Beziehung“, betont Dr. Annette Faig vom Gesundheitsdienst des Kreises Höxter und Moderatorin im IQZ. „Die Motive auf den Plakaten und Postkarten zeigen bewusst positive Beispiele aus dem Alltag.“

„Wir möchten Eltern und Großeltern ermutigen, ihren eigenen Medienkonsum im Alltag mit ihren Kindern und Enkeln bewusst wahrzunehmen und zu hinterfragen. Bereits kurze Momente ungeteilter Aufmerksamkeit stärken die Beziehung zwischen Eltern und Kindern nachhaltig“, so Dr. Anke Nolte-Martin vom Gesundheitsdienst des Kreises Höxter. Eine sichere Bindung zu den Eltern sei ein Schutz und ein stabiles Fundament für eine gute Entwicklung und ein positives Lebensgefühl. 

„Die Idee zur Plakat- und Postkartenaktion ist aus dem fachlichen Austausch des Interprofessionellen Qualitätszirkels Frühe Hilfen im Kreis Höxter entstanden“, berichtet Katharina Brotzmann, Netzwerkkoordinatorin der Frühen Hilfen beim Kreis Höxter.

Im IQZ tauschen sich Fachkräfte aus der Kinder- und Jugendhilfe sowie aus dem Gesundheitswesen aus, um aktuelle Entwicklungen aufzugreifen und Eltern praxisnah zu unterstützen. „Der Medienkonsum von Eltern hat im Beisein ihrer Kinder, das belegen Studien, spürbar zugenommen. Das wiederum hat Auswirkungen auf die Bindung, die Aufmerksamkeit und insbesondere auf die Entwicklung der Kinder“, erklärt Brotzmann,

Plakate und Postkarten in allen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen

Die Plakate und Postkarten werden in allen Kindertageseinrichtungen und Grundschulen im Kreis Höxter verteilt. „Die Postkarten erhalten die Kinder, um sie für ihre Eltern mit nach Hause zu nehmen“, so Katharina Brotzmann. Zusätzlich werden Terminblöcke mit den beiden Werbeslogans „Verbindung beginnt offline“ und „Bildschirm aus, Beziehung an“ in Arztpraxen ausgelegt.

 Foto: Kreis Höxter

 

Interprofessioneller Qualitätszirkel Frühe Hilfen

Die „Frühe Hilfen“ bieten im Kreis Höxter Eltern Unterstützungsangebote an. Diese richten sich an Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr.  Ziel ist es, Familien in psychischen und sozialen Notlagen frühzeitig zu begleiten, zu stärken und ihnen Orientierung in Fragen der Erziehung, Entwicklung und Gesundheit zu geben.

Der Interprofessionelle Qualitätszirkel Frühe Hilfen (IQZ) im Kreis Höxter ist eine Kooperation von Fachkräften aus dem Gesundheitswesen sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Die Mitglieder des IQZ treffen sich regelmäßig, um Familien mit Kindern bis drei Jahren bei Belastungen frühzeitig zu unterstützen und zu vernetzen. In den Treffen werden praktische Fallbeispiele diskutiert, um die Zusammenarbeit zu verbessern und passgenaue Hilfen zu gewährleisten. Daran nehmen Ärzte verschiedener Fachrichtungen und Mitarbeitende aus allen Bereichen der Jugendhilfe teil.

Es ist das Ziel, dass medizinische Einrichtungen und die Jugendhilfe über die Vernetzung kooperieren, um so Familien schneller und besser unterstützen zu können. Der Zirkel wird von Silke Merkel, Abteilungsleiterin Soziale Dienste beim Kreis Höxter, und Dr. Annette Faig vom Gesundheitsdienst des Kreises Höxter geleitet.

 

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