Ovenhausen (TKu). Der Büttenabend im Festzelt „Am Dreiort“ in Ovenhausen am Samstagabend war der zentrale Höhepunkt des Karnevalswochenendes im „Grubedorf“ Ovenhausen. Mehr als 1.111 Närrinnen und Narren füllten das Festzelt bis auf den letzten Platz und erlebten ein Programm, das von Tanz, Humor und der Würdigung ehrenamtlichen Engagements getragen wurde und das unter ständiger Moderation von Sitzungspräsident Jonas „Bone“ Behrenberg. Unter dem Motto „Das Grubedorf voll Sang und Klang – Karneval ein Leben lang“ zeigte sich, wie fest der Karneval in Ovenhausen verankert ist. Das Bühnenprogramm lebte vor allem von seiner tänzerischen Vielfalt. Mehrfach standen die Garden im Mittelpunkt: Die Teeny-Garde Ovenhausen überzeugte mit einem thematisch ausgearbeiteten Tanz, während die Prinzengarde Ovenhausen sowohl mit klassischem Gardetanz als auch später mit einem modernen Showtanz Akzente setzte. Ergänzt wurde das Programm durch die Ehrengarde Ovenhausen sowie die O-Town-Dancegroup, die mit ihrem Auftritt für zusätzlichen Applaus sorgte. Einen bewussten Kontrast bildete die Hip-Hop-Formation ExeQtive von Benny’s Danceschool, die moderne Elemente in das traditionelle Sitzungsformat einbrachte sowie ein Musikquiz.
Zwischen den Tanzbeiträgen sorgte die Chaostruppe mit einem zweiteiligen Musikquiz für Auflockerung und direkte Publikumsbeteiligung. Humoristischer Mittelpunkt des Abends war jedoch die Büttenrede von Björn aus dem Münsterland. Als „Günther der Treckerfahrer“ griff er das Spannungsfeld zwischen Dorf- und Stadtleben auf und verband Alltagsbeobachtungen mit lokalem Bezug. Die Mischung aus ostwestfälischem Slang und klaren Pointen traf den Geschmack des Publikums. Ein fester Bestandteil des Büttenabends war die Ehrung langjährig engagierter Karnevalisten. Für elf Jahre Tätigkeit im Elferrat wurden Jannis Todt, Sascha Winkelhahn, Christian Köster und Hans-Werner Schulte ausgezeichnet. Den 22-Jahre-Orden erhielt Heiner Dohmann, während Josef Köster für 33 Jahre ehrenamtliches Engagement geehrt wurde. Der Orden des Jahres 2026 ging an Till Janowitz, der für seine Verdienste als Techniker im Hintergrund ausgezeichnet wurde. Musikalisch wurde der Abend durchgehend von der Hofkapelle Ovenhausen getragen, die Einmärsche, Schunkelrunden und das gemeinsame Finale begleitete. Mit dem Auftritt von Holy Moly ging der Büttenabend schließlich in die anschließende Karnevalsparty über.
Fotos: Thomas Kube