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Donnerstag, 05. März 2026 Mediadaten
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Gelungener Auftakt zur neuen Aktion „FerienZEIT“ von Projekt Begegnung (von links): Robert Hartmann, Philip Becker, Peter Kamischke-Funk, Monika Mönnekes, Annika Müller, Tino Wenkel, Michael Helmig, Sarah Austermühl und Stefan Bonefeld.

Kreis Höxter/Holzminden (red). Als verlässlicher Partner im Bereich der unterschiedlichen Jugendhilfeleistungen für die Kommunen in der Region setzt Projekt Begegnung wieder einmal ein Zeichen. Das Angebot für Kinder und Jugendliche während der Ferien soll auf völlig neue Beine gestellt werden. Zu einem ersten Gedankenaustausch hat Projekt Begegnung deshalb nun die Spitzen der verschiedenen Verwaltungen eingeladen und dabei erfolgreich um „grünes Licht“ gebeten.

„Unsere Vision ist ein umfangreiches Programm über das ganze Jahr verteilt, mit dem wir die Attraktivität der Region steigern wollen und bei dem jedes Kind etwas nach seinem Geschmack findet“, fasste Robert Hartmann, Geschäftsführer der Projekt Begegnung gGmbH, die erhebliche Ausweitung der schon bestehenden Angebote zusammen. „Unser Ziel ist es, Eltern während der Ferien zu entlasten und Kindern eine echte Zeit des Entdeckens, Ausprobierens und der Gemeinschaft zu ermöglichen.“ Dafür will Projekt Begegnung schon in diesem Sommer das neue Projekt „FerienZEIT“ umsetzen.

Dass sie es ernst meinen, zeigte sich schon bei der Begrüßung in der Geschäftsstelle von Projekt Begegnung in Höxter. Gemeinsam mit Peter Kamischke-Funk (Jugendpfleger und Koordinator „FerienZEIT“) und Sarah Austermühl (Handlungsfeldleitung Erziehen, Bilden & Betreuen) präsentierte sich Robert Hartmann in einem schicken hellen Hoodie mit großem Logo „FerienZEIT“ auf dem Rücken. Und dem überzeugenden optischen Eindruck folgten sogleich schlagkräftige Argumente, so dass aus den Reihen der Verwaltungen schnell Zustimmung kundgetan wurde. „Hier geht es um einen konkreten Mehrwert für uns alle, wieso sollten wir etwas dagegen haben“, brachte es Beverungens Bürgermeister Tino Wenkel auf den Punkt.

Neben Wenkel zeigten sich auch Philip Becker (Samtgemeindebürgermeister Boffzen), Annika Müller (Fachbereich Jugend und Soziales der Samtgemeinde Boffzen), Michael Helmig (Fachbereich Finanzmanagement Samtgemeinde Bodenwerder-Polle), Stefan Bonefeld (Amtsleiter der Samtgemeinde Bevern) und Monika Mönnekes (Fachbereich Soziales und Jugend der Stadt Höxter) von dem Konzept begeistert. Robert Kumlehn (Samtgemeindebürgermeister Eschershausen/Stadtoldendorf) konnte zwar an dem Treffen nicht teilnehmen, teilte aber mit: „Wer den Rechtsanspruch ernst nimmt, muss bestehende Strukturen nutzen, sichern und ausbauen. Der gesetzlich verankerte Anspruch wird ohne die Einbindung und Stärkung freier Träger nicht umsetzbar sein.“

„Dass ab diesem Sommer Grundschulkinder bundesweit einen Anspruch auf Ganztagsbetreuung haben, der auch für die Schulferien gilt, ist sicherlich ein Meilenstein für Familien – aber auch eine enorme Herausforderung für die Kommunen“, erläuterte Peter Kamischke-Funk. Deshalb habe sich Projekt Begegnung auf den Weg gemacht, ein ordentliches Programm zu organisieren, schließlich solle es nicht zu einem „Rechtsanspruch ohne Angebot“ werden. „Das Kind muss im Mittelpunkt stehen – nicht nur die Erfüllung gesetzlicher Mindestvorgaben“, betonte Sarah Austermühl, „dafür braucht es kreative, verlässliche, lokal verankerte Lösungen.“ Projekt Begegnung wolle mit der „FerienZEIT“ zeigen, wie tragfähig, kindgerecht und integrativ Ferienbetreuung gelingen könne. „Das Rad muss nicht neu erfunden werden – aber es muss zuverlässig rollen dürfen.“

Mit einem Rückblick auf 2025 machte Kamischke-Funk deutlich, dass sich das bestehende Ferienprogramm schon sehen lassen könne. Insgesamt 208 Aktivitäten seien im vergangenen Jahr angeboten worden, darunter beispielsweise Sport (66), Kreativ/Kunst (44), Kochen/Backen (14), Natur und Erlebnis (31) sowie kleine Ausflüge (7) und große Fahrten (9). „Wir wollen versuchen, die Zahl der Angebote auf 500 zu steigern.“ Eine große Hilfe wird dabei eine spezielle Online-Plattform sein, die bei der Organisation maßgebliche Erleichterung bringen soll. „Ein ganz wichtiger Aspekt – auf den wir auch ein bisschen stolz sind – ist die Tatsache, dass bei unserem Engagement die Weser als oftmals trennende Ländergrenze keine Rolle spielt“, ergänzte Robert Hartmann. 

Keine große Diskussion gab es über die Finanzierung der „FerienZEIT“. Angedacht ist eine Pro-Kopf-Pauschale, das heißt, jede Kommune zahlt einen noch festzulegenden Betrag pro in der Gemeinde gemeldetem Kind, dazu kommen noch Spendengelder und mögliche Fördermittel. „Wichtig ist uns vor allem völlige Transparenz und dass alle gleich behandelt werden“, so Hartmann, der in direkten Gesprächen mit den verschiedenen Kommunen die Details noch vorstellen will. „Solch eine umfassende Kooperation ist sehr hilfreich“, betonte Stefan Bonefeld von der Samtgemeinde Bevern, „das bietet für uns alle sehr große Chancen!“

Foto: Burkhard Schwannecke

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