Höxter (TKu). Am vergangenen Samstag haben sich etwa 100 Bürgerinnen und Bürger in der Kernstadt für den Umweltschutz eingesetzt. Bereits zum dritten Mal fand der „Höxteraner Frühjahrsputz“ unter Federführung der Arbeitsgemeinschaft „Höxter-Kernstadt“ statt. Vom Parkplatz am Hallenbad Höxter aus schwärmten die zahlreichen großen und kleinen Helferinnen und Helfer in sechs verschiedene Bereiche der Stadt aus, um Straßenränder, Grünflächen und öffentliche Plätze von Müll zu befreien und Höxter nach den Wintermonaten für die warme Jahreszeit herzurichten, bevor wieder alles zuwächst. Organisiert wurde die Aktion von der Arbeitsgemeinschaft „Höxter-Kernstadt“ gemeinsam mit der Schützengilde Höxter und dem Heimat- und Verkehrsverein der Kernstadt. Seit drei Jahren steht dabei besonders ein Gedanke im Mittelpunkt: Kräfte bündeln statt Einzelaktionen. „Die gemeinsame Aktion soll nicht nur die Stadt verschönern, sondern auch den Zusammenhalt innerhalb der Stadtgesellschaft stärken“, betonten die Organisatoren.
Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigte sich auch in der wachsenden Beteiligung. „Wir hatten mit etwa 100 Teilnehmenden mehr Helfer als im vergangenen Jahr“, berichteten Frank Zimmermann von der Schützengilde und Johann Josef Dirkes vom Ortsausschuss. Neben vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern beteiligten sich zahlreiche Vereine und Organisationen, darunter der Förderverein der Musikschule, das THW Höxter, die DLRG Höxter, der Verein Rollkultur Weserbergland, die Huxaria-Hexen, der SV Höxter, die Feuerwehr sowie weitere Gruppen. Auch Bürgermeister Daniel Hartmann packte tatkräftig mit an. Besonders bemerkenswert war der Einsatz der Jugendgruppe des THW-Ortsverbands Höxter. Viele der Jugendlichen nahmen dafür weite Anfahrtswege aus umliegenden Städten wie Brakel oder Beverungen in Kauf. „Das zeigt ein außergewöhnliches Engagement“, so die Organisatoren anerkennend.
Ein Highlight für die jüngsten Teilnehmenden war eine eigens eingerichtete Extraroute zu den Spielplätzen. Diese kam bei Familien sehr gut an, und die Kinder freuten sich besonders über ein Eis zum Abschluss im Feuerwehrgerätehaus. Die Bilanz des Tages: Gefunden wurde nahezu alles, von Wahlplakaten über Einkaufswagen, Elektroschrott und entsorgte Lebensmittel bis hin zu Kleidungsstücken und sogar Sofas, die im Bachbett entdeckt wurden. Als besonders ärgerlich bezeichneten viele Helferinnen und Helfer achtlos weggeworfene Zigarettenkippen sowie gefüllte Hundekotbeutel. Die Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden mit der Resonanz und hoffen auch in Zukunft auf breite Unterstützung. Denn: „Eines wurde an diesem Tag einmal mehr deutlich, nur gemeinsam lässt sich eine saubere und lebenswerte Stadt dauerhaft gestalten“, sagte Frank Zimmermann nach der Veranstaltung.
Fotos: Thomas Kube