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Donnerstag, 30. April 2026 Mediadaten
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Höxter (TKu). Während andernorts Rekorde geplant und große Zahlen in den Mittelpunkt gestellt werden, setzen die Studierenden am Hochschulstandort Höxter auf etwas anderes: Nähe, Austausch und ein klares Bekenntnis zu ihrem Campus am Standort in Höxter. Beim ersten Frühlingsfrühstück der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) im Botanischen Garten wurde genau das sichtbar und spürbar. Schon im Vorfeld hatte das Organisationsteam deutlich gemacht, worum es ihnen geht: „Traditionen fallen nicht vom Himmel, man muss sie einfach starten!“ Gesagt, getan. Am Mittwochvormittag versammelten sich zahlreiche Studierende, Mitarbeitende und Gäste im Grünen an der Wilhelmshöhe, um gemeinsam zu frühstücken. Organisiert wurde die Veranstaltung vom AStA, dem Farbenring Höxter, der Fachschaft 9 sowie dem Aktionskreis „Lehre am Standort Höxter“.

Bei frühlingshaften Temperaturen entwickelte sich schnell eine offene, entspannte Atmosphäre, die das Bild bei bestem Frühlingswetter prägte. Für Frederike Eckert vom AStA-Team steht fest: „Das Frühstück soll zur Tradition werden und den Zusammenhalt weiter stärken.“ Es gehe nicht nur um ein gemeinsames Essen, sondern um das Gefühl von Gemeinschaft, gerade an einem vergleichsweise kleinen Hochschulstandort. Aber dennoch, die Standortdebatte schwingte dabei mit. Denn: Noch immer gibt es Pläne seitens der Hochschulleitung, Studiengänge von Höxter nach Lemgo und Detmold zu verlagern. Für viele Studierende ist das ebenfalls wie für die Organisatoren und viele Menschen aus Höxter ein sensibles Thema, das auch beim Frühstück immer wieder zur Sprache kam.

Dabei wurde deutlich, dass die Identifikation mit dem Standort sehr hoch ist. David Ludwig, der für sein Studium nach Höxter gezogen ist und voraussichtlich auch bleiben wird, schätzt vor allem die Lernbedingungen. „Draußen lernen an einem schönen Ort, das hat schon eine besondere Qualität“, sagt er. Auch die Stadt selbst habe für ihn einen hohen Attraktivitätsfaktor. Ähnlich äußert sich Lennart Vogt. Für ihn ist Höxter inhaltlich wie räumlich optimal auf die Studiengänge zugeschnitten. „Hier sind wir mitten in der Natur. Das passt einfach zu dem, was wir studieren“, erklärt er. Ein Vergleich mit anderen Standorten fällt für ihn deutlich aus: „In Detmold sitzt man eher im urbanen Umfeld. Hier ist es deutlich ruhiger und praxisnäher.“ Gerade diese Ruhe und die Nähe zur Natur sehen viele als Vorteil. Der Campus wird von Studierenden häufig als „Lernoase“ beschrieben, als ein Ort, an dem konzentriertes Arbeiten ebenso möglich ist wie persönlicher Austausch.

Parallel zum Höxteraner Frühstück hatte die Hochschulleitung in Lemgo ein groß angelegtes Campusfrühstück organisiert, inklusive eines geplanten Rekordversuchs für die längste Frühstückstafel der Region. Auch Studierende aus Höxter waren eingeladen und sollten sogar per Bus dorthin gebracht werden. Doch viele entschieden sich bewusst dagegen. Statt eines großen, zentral organisierten Events zog es sie zum kleineren, selbst initiierten Frühstück vor Ort. „Hier kennt man sich, hier kommt man ins Gespräch“, sagt Maximilian Götte vom AStA. Gerade diese persönliche Ebene mache den Unterschied aus. Sein Dank galt daher insbesondere den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie den Unterstützern der Aktion. Die Organisatoren wollen es aber nicht bei einer einmaligen Veranstaltung belassen. Künftig soll das Frühlingsfrühstück jedes Jahr am letzten Mittwoch im April stattfinden. Damit könnte sich eine feste Tradition etablieren, die über die Jahre hinweg weiter wächst und den Standort stärkt. Dass das Konzept aufgeht, zeigte sich auch an spontanen Begegnungen: Eine Gruppe von Architektur- und Innenarchitekturstudierenden aus Detmold, die im Rahmen eines Wahlpflichtfachs den Botanischen Garten besuchte, wurde kurzerhand eingeladen und nahm am Frühstück teil. So entstand ein Austausch über Standorte hinweg, ganz ungezwungen.

Engagement für den Erhalt der Campus-Mesa mit einer Petition: Oliver Pöpperling vom Farbenring Höxter stellte während der Veranstaltung eine frische Petition für den Erhalt der Mensa am Sustainable Campus vor. Hintergrund sind Pläne des Studierendenwerks Bielefeld, den Mensabetrieb in Höxter perspektivisch einzustellen, was für viele Studierende nicht akzeptabel sei. In der Petition wird betont, dass eine funktionierende Infrastruktur, einschließlich einer Mensa mit warmem Mittagessen, essenziell für einen Hochschulstandort sei. Die Forderung richtet sich unter anderem an das Studierendenwerk, das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium sowie die Hochschulleitung. Ziel ist die langfristige Sicherung des Mensabetriebs über das Jahr 2026 hinaus. Zahlreiche Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, die Petition direkt vor Ort zu unterzeichnen. „Es sind genau solche Momente, die zeigen, warum Höxter für viele mehr ist als nur ein Studienort“, heißt es von Frederike Eckert abschließend.

Fotos: Thomas Kube

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