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Freitag, 19. Juni 2026 Mediadaten
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Höxter (TKu). Die Schützengilde Höxter von 1595 e.V. feiert vom 2. bis 5. Juli ihr diesjähriges Schützenfest. Dabei steht die 431-jährige Tradition erstmals seit den 1950er Jahren unter einem veränderten Ablauf: Das eigentliche Festprogramm beginnt bereits am Freitagabend und endet am Sonntagabend. Mit dieser Neustrukturierung reagiert die Gilde auf veränderte Rahmenbedingungen und möchte das Festgeschehen stärker auf das Wochenende konzentrieren. Dem Beschluss war eine Abstimmung der Mitglieder beim Sommerfest 2025 vorausgegangen. Gründe für die Anpassung waren unter anderem gestiegene Kosten, rückläufige Besucherzahlen am bisherigen Festmontag sowie zunehmende Schwierigkeiten bei der Verpflichtung von Musikkapellen und Personal für den Ausschank. Nach Angaben der Gilde soll die Veränderung dazu beitragen, das Schützenfest langfristig attraktiv und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Schützenfestes stehen König Lars Jubitz und seine Königin Judith Jubitz, dessen großer Haupttag erstmalig an einem Samstag stattfinden wird. Das Königspaar repräsentiert die Schützengilde bereits seit 2024 und begleitet die Mitglieder durch eine Zeit des Wandels. Das Engagement der beiden wird seitens des Vorstandes besonders hervorgehoben: Sie seien nicht nur Repräsentanten der Gilde, sondern zugleich Gesichter eines neuen Kapitels in der Vereinsgeschichte. Der neue Schützenkönig wird am Samstag, den 27. Juni 2026 in Holzminden ausgeschossen. Zusammen mit seiner neuen auserwählten Königin wird er erstmalig am Fest-Sonntag und nicht wie in den Jahrzehnten zuvor, am darauffolgenden Montag proklamiert – ein Novum in der traditionellen Vereinsgeschichte.

Für Kommandeur Thomas Wiesemann ist diese Veränderung Ausdruck einer lebendigen Tradition. Im Vorfeld des Festes betont er, dass die Schützengilde in ihrer langen Geschichte immer wieder bewiesen habe, auf neue Herausforderungen reagieren zu können. Die Bereitschaft zur Veränderung gehöre ebenso zur Geschichte des Vereins wie die Pflege bewährter Bräuche. Entscheidend sei dabei, dass die Gemeinschaft im Mittelpunkt bleibe. Die Schützengilde Höxter gehört mit mehr als 1.000 Mitgliedern zu den größten und traditionsreichsten Vereinen der Region. Seit über vier Jahrhunderten prägt sie das gesellschaftliche Leben der Stadt und versteht sich als Bindeglied zwischen Generationen. Unter dem Leitsatz „Die ganze Bürgerschaft soll es sein“ verfolgt die Gilde bis heute das Ziel, Menschen unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe zusammenzubringen.

Auch Bürgermeister Daniel Hartmann würdigt die Bedeutung der Schützengilde für das gesellschaftliche Leben in Höxter. In seinem Grußwort hebt er hervor, dass die Gilde seit Jahrhunderten für Zusammenhalt, Heimatverbundenheit und ehrenamtliches Engagement stehe. Die nun beschlossene Weiterentwicklung des Festes zeige, dass Tradition und Zukunftsfähigkeit kein Widerspruch sein müssten. Vielmehr sei die Fähigkeit, Bewährtes mit Augenmaß anzupassen, eine wichtige Voraussetzung dafür, kulturelle Traditionen langfristig zu erhalten. Hinter den Kulissen laufen die Vorbereitungen bereits seit Monaten auf Hochtouren. Verantwortlich für die Organisation ist der Bataillonsstab der Schützengilde. Unter der Leitung von Kommandeur Thomas Wiesemann arbeiten zahlreiche ehrenamtliche Funktionsträger an der Planung und Durchführung der Veranstaltungen. Unterstützt wird er unter anderem von seinem Stellvertreter Frank Zimmermann, den Festleitern Christoph Tegethoff und Mathias Micus, Adjutant Philipp Bald, Bataillonsrechnungsführer Thorsten Stein sowie Pressewart Jan Schrader. Gemeinsam koordinieren sie die vielfältigen organisatorischen Aufgaben, die mit einem Fest dieser Größenordnung verbunden sind. 

Fotos: Thomas Kube

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