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Dienstag, 26. Mai 2026 Mediadaten
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Höxter (red). Günstige Kleidung, elektronische Geräte oder Haushaltswaren von Online-Plattformen wie Temu oder Shein erscheinen auf den ersten Blick oft als attraktive Schnäppchen. Doch bei Bestellungen aus Nicht-EU-Ländern müssen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig genauer hinsehen: Ab 1. Juli 2026 gelten neue Zollregelungen für Pakete mit niedrigem Warenwert. Dann können auch bei kleineren Sendungen zusätzliche Abgaben anfallen.

„Dadurch können hohe Kosten entstehen, die man im ersten Moment übersieht“, erklärt Ute Delimat, Leiterin der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Höxter. „Eine Handyhülle, die eigentlich erschwinglich sein soll, kostet mit den ab Juli anfallenden Einfuhrabgaben dann schnell mehr als das Doppelte.“ Die Verbraucherzentrale NRW rät daher, Herkunft, Zusatzkosten, Datenschutz und Rückgaberechte vor einer Bestellung sorgfältig zu prüfen.

Herkunft der Ware vor dem Kauf prüfen

Oft ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, aus welchem Land ein Produkt tatsächlich versendet wird. Viele Plattformen wirken wie europäische Online-Shops, obwohl die Ware häufig aus Drittstaaten wie China kommt. Hinweise können lange Lieferzeiten, fehlende Anbieterangaben oder auffallend niedrige Preise sein. Auch ein deutschsprachiger Shop bedeutet nicht automatisch, dass der Versand aus der EU erfolgt. Ein Blick in Impressum, Versandinformationen, Widerrufsbelehrung und Allgemeine Geschäftsbedingungen kann helfen, den Sitz des Unternehmens und die Händleradresse zu erkennen.

Zusätzliche Gebühren können Schnäppchen verteuern

Derzeit fallen auf Sendungen mit einem Warenwert unter 150 Euro keine Gebühren an. Mit den neuen Zollregelungen im Sommer können jedoch zusätzliche Kosten entstehen. Neben einer pauschalen Zollgebühr von drei Euro je Kleinsendung müssen ab 1. Juli je nach Produkttyp auch Einfuhrumsatzsteuer oder Verbrauchssteuer gezahlt werden. Hinzu kommen mögliche Auslagen- oder Servicepauschalen der Paketdienste. Die Deutsche Post berechnet dafür beispielsweise 7,50 Euro. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten daher vor der Bestellung prüfen, welche Gesamtkosten tatsächlich entstehen können.

Persönliche Daten sparsam angeben

Bei Online-Bestellungen empfiehlt die Verbraucherzentrale, nur notwendige persönliche Daten anzugeben und sichere Zahlungsmethoden zu nutzen. Werbeeinblendungen und personalisierte Angebote lassen sich häufig durch Einstellungen in Apps oder im Browser reduzieren.

Rückgabe und Gewährleistung genau beachten

Bei Bestellungen außerhalb der EU gelten häufig andere Regelungen für Rückgabe und Gewährleistung. Rücksendungen können teuer oder kompliziert sein, wenn die Ware ins Ausland zurückgeschickt werden muss. Das gesetzliche Widerrufsrecht innerhalb der EU greift nicht immer. Deshalb sollten die Rückgabebedingungen vor dem Kauf geprüft werden. Unter Umständen kann ein Produkt in einem Online-Shop, der aus der EU versendet, trotz höherem Kaufpreis am Ende günstiger sein. Auch Reklamationen können schwieriger werden, wenn es keinen direkten Kontakt zur Plattform gibt oder der Kundendienst schwer erreichbar ist.

Foto: Verbraucherzentrale NRW / adpic

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