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Montag, 22. Februar 2021 10:55 Uhr

Familienbetrieb Gebrüder Becker liegt Arbeitszufriedenheit ihrer Beschäftigten am Herzen

Höxter (r). Entscheidungsfreude, positive Fehlerkultur, konstruktive Kommunikation, individuelle Ansprache, wertschätzender Umgang auch im Konflikt: Mit Führungsqualitäten wie diesen schaffen Verantwortungsträger in Unternehmen ein Arbeitsklima, das die Beschäftigten motiviert. Diese Arbeitszufriedenheit – und damit die Bindung an das Unternehmen – liegt dem Familienbetrieb Gebrüder Becker am Herzen. Deshalb drücken bei dem Rundum-Spezialisten für die technische Gebäudeausrüstung 26 Führungskräfte ein Jahr lang regelmäßig die Schulbank.

Das geballte Fortbildungsangebot für so viele Führungskräfte eines einzigen Unternehmens hat durchaus Modellcharakter. Einmal im Monat versammelt sich jede der zwei Gruppen im großen Tagungsraum am Unternehmenssitz in Höxter zum „Unterricht“ in guter Führung und Reflektion des eigenen Führungsstils. Dr. Dorit Baucke, Inhaberin der renommierten Leaders Academy Paderborn-Bielefeld, trainiert mit den Führungskräften an den zwölf verlängerten Vormittagen intensiv, worauf es in leitender Position ankommt. Auf diesem Gebiet, der Führung, bestehe durchaus Nachholbedarf, konstatieren die beiden Geschäftsführer des Traditionsunternehmens, Mark und Nils Becker: „Führungskräfte kommen in der Regel aufgrund ihrer fachlichen Kompetenz in diese verantwortliche Position. Die Führungsaufgaben selbst sind aber genauso wichtig. Deshalb nehmen wir sie mit der Schulung in den Blick. Wir versprechen uns einen nachhaltigen Nutzen im Sinne der Arbeitszufriedenheit unserer Beschäftigten.“

Die Beschäftigten – das sind, Auszubildende inklusive, 145 an der Zahl. Zu ihnen einen „Draht“ aufzubauen, sei (Führungs-)Aufgabe des oder der Vorgesetzten, sagt Dr. Dorit Baucke.  In ihr Coaching mit einer Fülle einleuchtender Erkenntnisse und pragmatischer Tipps fließen 20 Jahre Führungserfahrung bei Größen wie BASF, Henkel und Symrise ein. Die Führungskräftetrainerin weiß, wovon sie spricht, und reißt ihre Zuhörer mit.

Im Mittelpunkt steht ein Paradigmenwechsel gegenüber der „Ich-sage-wo-es-langgeht“-Mentalität von gestern. Wer heute führt, versetzt sich in denjenigen hinein, den er anleiten soll, und stimmt die Mitarbeiter-Ansprache in Ton und Botschaft auf den Charakter des Gegenübers ab. Dabei ist es, wie Dorit Baucke im Training erläutert, nicht selbstverständlich, dass eine Botschaft so ankommt, wie der Absender es will. Dazu sind wir Menschen zu verschieden. Jeder Mensch hat so genannte Wahrnehmungsfilter, die eine Botschaft auf unterschiedlichen Boden fallen lassen. Daher empfiehlt die Trainerin, im Gespräch immer wieder nachzufragen.     

Gerade weil die Wahrnehmung nie objektiv ist, liegen in der internen Kommunikation Fehlerquellen, die für ein Unternehmen teuer sein können. Dieses Phänomen führt Dorit Baucke den Führungskräften mit Hilfe der Erkenntnisse des eloquenten Piloten Peter Brandl aus der Luftfahrt vor Augen. Er sensibilisiert für die Gefahr von Missverständnissen und liefert Vermeidungsstrategien mit. Am Beispiel einer spektakulären Notlandung im Hudson-River bringt er die richtige Reaktion auf eine Krisensituation auf eine einfache Formel: Nicht jammern, sondern fragen „Was ist jetzt zu tun?“ „Wenn wir das fragen, schaffen wir viel“, bekräftigt Dr. Baucke.

Kommunikation und Fehlerkultur sind nur eines der 24 Module des Intensiv-Trainings. Dorit Baucke arbeitet abwechslungsreich mit Impulsvorträgen, Videobotschaften und Übungseinheiten. Die Führungskräfte bekommen zu jedem Modul ein Workbook an die Hand, in dem sie während der Fortbildung Fragen beantworten und die wesentlichen Inhalte später nachschlagen können.

Das Teilnehmer-Feedback ist durchweg positiv: „Das Training ist verständlich und praxisnah zugeschnitten“, bilanziert Thorsten Heidemeyer. „Viele Aspekte lassen sich auch nach langjähriger Betriebszugehörigkeit in die tägliche Praxis umsetzen.“ Diesen Eindruck unterstreicht auch Johanna Loges: „Wir lernen viel.“

Foto: Gebr. Becker GmbH & Co. KG

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