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Sonntag, 21. Juli 2024 Mediadaten
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Lüchtringen (TKu). Mit tatkräftiger Unterstützung des Heimat- und Verkehrsvereins Höxter und Dank der Initiative des Ortsheimatpflegers aus Lüchtringen erstrahlt der „Reuterstein“ im Solling wieder in vollem Glanz. Dem Höxteraner Dichter und Denker Dr. Adolf Reuter wurde nach seinem Tod ein Gedenkstein gewidmet, der inzwischen durch die Witterung und vielerlei anderer Ursachen zerstört und nicht mehr ansehnlich war. Der Gedenkstein befindet sich im Solling am Lieblingsplatz von Adolf Reuter, und zwar am Ende der sogenannten „Schnatbuchenallee“ oberhalb des „Rutengrundes“ im Solling bei Lüchtringen. Der Heimat- und Verkehrsverein Höxter habe sich gemäß seiner Vereinstradition, sich um den Erhalt und die Pflege derartiger Kulturdenkmäler zu kümmern, dem Gedenkstein angenommen, wie der erste Vorsitzende des HVV, Norbert Drews, bei einem Vor-Ort-Termin im Solling erklärte. Durch eine enorme Eigenleistung hat der Verein in ehrenamtlicher Arbeit die Gedenkstätte freigeschnitten, einen Sockel für den Stein errichtet und den Gedenkstein auf eigene Kosten durch einen Fachmann aus Bevern reparieren und restaurieren lassen. Weil der Reuterstein aus Thüster Kalkstein zerbrochen war, ließ der HVV den Reuterstein von Steinbildhauermeister Krischan Geisler aus Bevern zur Restaurierung und Reparatur mit einem Kranwagen im Wald abholen. Geisler hat den Gedenkstein mit Edelstahldübel, Epoxidharz und mit Steinersatzmasse wieder zusammengesetzt und die nicht mehr lesbare Schrift mit einer speziellen Farbe nachgezeichnet. Die Kosten dafür übernahm der Heimat- und Verkehrsverein Höxter. Das freut auch den Lüchtringer Ortsheimatpfleger Erwin Winkler, der Ideengeber für die Restaurierung des Reutersteins gewesen ist. Winkler und Franz Fromme aus Lüchtringen können sich noch gut an ihre Kindheit erinnern, als sie des Öfteren zu dem Stein gewandert sind und dort gespielt haben. Auch das Reuter-Gedicht auf den Solling, kannte Erwin Winkler noch auswendig. Dieses ist am Sollingtor nahe Lüchtringen verewigt und lautet wie folgt:

 Tiefeneinsamkeit umfängt mich bald.

Es schweigt der leere Lärm der Menschenworte.

Ein Tempeltor ist diese Sollingpforte.

Sei mir gegrüßt, mein Sollingwald.

 

Dr. Adolf Reuter wurde 1859 in Kirchdorf bei Rostock geboren. Sein Onkel war der bekannte Dichter Fritz Reuter aus Mecklenburg. Im Jahre 1885 kam er nach Höxter, wo er eine Tätigkeit als Gymnasiallehrer am Städt. König-Wilhelm Gymnasium aufnahm. Nach seiner, aus gesundheitlichen Gründen frühzeitigen Pensionierung, unterrichtete er noch stundenweise an der Höheren-Töchterschule in Höxter. Dr. Reuter wohnte bei seinem Neffen, dem Rechtsanwalt und langjährigem Bürgermeister von Höxter, Wilhelm Hattenhauer, in der Corveyer Allee. Er starb am 20.9.1936. Seine Urne wurde auf der Familiengruft von Hattenhauers beigesetzt, wo sie sich noch heute befindet. Adolf Reuter hat sich in Höxter und dem Weserbergland als Heimatfreund durch seine erfolgreiche schriftstellerische Arbeit verdient gemacht. In über 50 Beiträgen berichtet er von der Schönheit des Weserberglandes, von Höxter, Corvey und der „Waldeinsamkeit“, die er so schätzte. Ihm zu Ehren benannte die Stadt Höxter eine Straße.

Fotos: Thomas Kube (1) und HVV (5)

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