Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Samstag, 30. Mai 2020 12:12 Uhr
Heute beginnen die neuen Corona-Regelungen
Montag, 25. Mai 2020 10:10 Uhr

Kreis Höxter (red). Seit Freitag sind im Kreis Höxter wieder vier Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Nachdem Freitag 345 Infektionen gemeldet worden sind, stieg die Zahl über das Wochenende auf 349. Alle vier neuen Fälle sind in Willebadessen aufgetreten. Somit sind im Kreis Höxter zurzeit 41 aktuelle Infektionen (+3 im Vergleich zum Freitag) bekannt, da im gleichen Zeitraum eine weitere Person genesen ist.

Samstag, 23. Mai 2020 11:17 Uhr

Kreis Höxter (red). Der Kreis Höxter musste am Samstagmorgen leider mitteilen, dass eine weitere positiv auf das Coronavirus getestete Person im Kreisgebiet verstorben ist. Es handelt sich um eine 84-jährige Person, die in Höxter gemeldet war. Damit ist die Zahl der verstorbenen Personen auf 17 angestiegen.

Im Kreis Höxter wurden bisher insgesamt 345 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 290 Personen gelten als genesen, sodass aktuell von 38 Infektionen auszugehen ist.

Mittwoch, 20. Mai 2020 16:28 Uhr

Höxter (red). Das Land NRW hat am späten Dienstagabend, 19. Mai die Coronaschutzverordnung aktualisiert und bis zum 05. Juni verlängert. Neben kleineren Anpassungen und redaktionellen Änderungen beinhaltet sie nun unter anderem Klarstellungen für standesamtliche Trauungen und erlaubt das Picknicken. Das Grillen im öffentlichen Raum bleibt jedoch weiterhin untersagt.

Trauungen einschließlich der Zusammenkunft unmittelbar vor dem Ort der Trauung sind nun auch wieder mit Gästen zulässig, wenn die Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,5 Metern eingehalten und insbesondere ein direkter Kontakt wie Händeschütteln oder Umarmen vermieden wird.

Die aktualisierte Verordnung erlaubt den Betrieb von Tattoo- und Piercingstudios unter Einhaltung der Hygiene- und Infektionsschutzstandards. Auch die Nutzung von Duschen und Umkleiden in Fitnessstudios ist unter Auflagen wieder möglich.

Die Regelungen zu atmungsintensiven Proben im Musikbereich wurden ebenfalls angepasst. Zu diesen zählen insbesondere Gesang und Blasinstrumente. Bei Proben nun ist ein Abstand von 2 Metern zwischen Personen sowie eine Raumgröße von mindestens zehn Quadratmetern pro Person vorgeschrieben. Beim Singen müssen ein Abstand von 3 Metern zwischen Personen und von 6 Metern in Ausstoßrichtung eingehalten werden.

Auch  außerschulische Bildungsveranstaltungen sind in Schulen nun wieder grundsätzlich möglich. Bezüglich der Zeugnisvergaben findet momentan eine Abstimmung zwischen Schulministerium und Gesundheitsministerium statt.

Auch die Geltungsdauer der Coronaeinreiseverordnung und der Verordnung für den Bereich der Betreuungsinfrastruktur wurden verlängert. Sie gelten wie die Coronaschutzverordnung vorbehaltlich weiter Änderungen bis zum 05. Juni.

Mittwoch, 20. Mai 2020 11:23 Uhr

Kreis Höxter (red). Zwei neue Corona-Fälle vermeldet der Kreis Höxter am Mittwochmorgen, nachdem jeweils in Bad Driburg und Willebadessen eine weitere Infektion entdeckt worden ist. Binnen 24 Stunden ist die Zahl der gesamten Infektionen von 334 auf 336 angestiegen. Die Zahl der Genesenen stieg jedoch gleichzeitig von 270 auf 276, sodass ein Rückgang bei den aktuellen Infektionen von 48 auf 44 vermeldet werden kann.

Region Aktiv
Montag, 01. Juni 2020 11:37 Uhr
Im Klinikum Weser-Egge sind Besuche weiterhin nur mit telefonischer Anmeldung möglich
Montag, 01. Juni 2020 11:33 Uhr

Höxter (red). Aufgrund der aktuellen Coronaschutzverordnung des Landes NRW kann  der Vieh- und Krammarkt in Höxter auch am Mittwoch, 03. Juni nicht stattfinden.

Montag, 01. Juni 2020 11:29 Uhr

Kreis Höxter (red). Die diesjährige Sommeraktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘ von ADFC und AOK startet coronabedingt erst am 1. Juni statt am 1. Mai. Dafür erweitern die Organisatoren den Kreis der Aktiven: Mitmachen können auch Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Homeoffice tätig sind. Denn für sie geht es darum, bei der Arbeit zu Hause für ausreichend körperliche Bewegung zu sorgen, mobil und gesund zu bleiben. „Viele Menschen haben in Zeiten von Corona das Rad für sich neu entdeckt. Das ist gut für die Gesundheit und für die Umwelt. Außerdem ist es eine tolle Möglichkeit, um sich fit zu halten. Das gilt natürlich auch für diejenigen, die jetzt im Homeoffice arbeiten“, so AOK-Serviceregionsleiter Matthias Wehmhöner. Die Initiatoren AOK NordWest und Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC) rufen alle Menschen im Kreis Höxter auf, zwischen dem 1. Juni und 30. September das Auto stehenzulassen und an mindestens 20 (Arbeits-)Tagen mit dem Rad zur Arbeit oder für die Fitness zu fahren.

Vor Arbeitsbeginn, zwischendurch oder nach Feierabend etwas für die eigene Gesundheit tun, das ist erst recht in diesem Jahr für bei der Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘ erwünscht. Auch wer im Homeoffice arbeitet, kann teilnehmen, das Radfahren dabei in den Alltag integrieren und ‚Fitness-Fahrten‘ in den Aktionskalender eintragen. Damit reagieren die Veranstalter auf die durch die Pandemie derzeit veränderten Arbeitsbedingungen in zahlreichen Unternehmen.

Auch Pendler können selbstverständlich gern mitmachen, die das Rad bis zur Bus- oder Bahnhaltestelle nutzen. Teilnehmen können sowohl Einzelfahrer als auch Radler-Teams mit bis zu vier Personen. „Beim Radfahren ist es gut möglich, sich zu bewegen und gleichzeitig den nötigen Sicherheitsabstand einzuhalten. Bereits eine halbe Stunde Bewegung am Tag steigert die Fitness und stärkt das Immunsystem. Und das ist besonders in Zeiten von Corona wichtig“, so Wehmhöner. Dazu wollen AOK NordWest und der ADFC mit ihrer gemeinsamen Aktion ‚Mit dem Rad zur Arbeit‘ auch in Corona-Zeiten motivieren und beitragen. Eintragungen im Aktionskalender werden ab 1. Mai akzeptiert. Allein im vergangen Jahr interessierten sich rund 33.000 Radler in Westfalen-Lippe für diese Aktion.                                 

Die Teilnahmeunterlagen mit dem Aktionskalender sind ab sofort verfügbar. In Corona-Zeiten sollte vorrangig der Download im Internet unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de  genutzt werden. Außerdem sind die Unterlagen in jedem AOK-Kundencenter und in den Geschäftsstellen des ADFC erhältlich. Im Aktionskalender werden die Tage angekreuzt, an denen mit dem Rad zur Arbeit gefahren wurde. Unter allen Teilnehmern und auch den Teams werden am Ende der Aktion attraktive Preise ausgelost, die alle von Drittfirmen zur Verfügung gestellt wurden. 

Foto: AOK/hfr

Montag, 01. Juni 2020 11:27 Uhr

Höxter (TKu). Den Erlös des diesjährigen Neujahrskonzertes übergab nun Bürgermeister Alexander Fischer an die Musikschule Höxter e.V.. 2000 Euro waren beim Konzert des Sinfonischen Blasorchesters in der Höxteraner Stadthalle zusammen gekommen, weil die 70 Musikerinnen und Musiker ehrenamtlich aufgetreten sind.

Dankend nahm Musikschulleiter Martin Leins den symbolischen Scheck in der Volkshochschule in Höxter im Beisein weiterer Funktionsträger von Bürgermeister Fischer entgegen. Die Vorstandsvorsitzende der Musikschule Höxter e.V., Maria Franke, dankte insbesondere den Musikerinnen und Musikern für ihre Leistung und natürlich für die hohe Spende, welche die Musikschule für die Jugendarbeit und für den neu erworbenen Konzertflügel verwenden möchte, wie der Leiter der Musikschule, Martin Leins, erklärte. Wie wichtig die Musikschule für die Kinder und Jugendlichen in ihrer Reifung sei, betonte Michael Meier von der VerbundVolksbank OWL als einer der Hauptsponsoren.

Das mit 600 Karten ausverkaufte Konzert sei ein sensationeller Erfolg und eine enorme Leistung der Akteure gewesen, betonte nochmals Bürgermeister Alexander Fischer bei der offiziellen Spendenübergabe. Das Geld habe nur erwirtschaftet werden können, weil die 70 Musiker*innen die Stücke auf ehrenamtlicher Basis eingeübt und am Konzerttag in der Höxteraner Stadthalle aufgeführt haben. Weiterhin am Erlös beteiligt seien die Hauptsponsoren, wozu neben der Verbund Volksbank OWL (Standort Höxter) auch die Bäckerei Engel und die Firma Getränke-Waldhoff gehören.

Der Bürgermeister dankte allen Akteuren, die zugunsten der Musikschule Hand in Hand zusammengearbeitet haben. Musiker Joachim Quadflieg vom Organisatoren-Team erklärte, dass das Neujahrskonzert unter der Leitung von Björn Zimmermann in diesem Jahr eine Premiere gewesen sei mit nur einem Dirigenten. Christoph Gottlob ist nach 16 Jahren als Co-Dirigent nicht mehr dabei gewesen. Man wolle im Januar nächsten Jahres wieder nur einem Dirigenten die Leitung des Sinfonischen Blasorchesters übertragen, das habe sich so bewährt, erklärte Joachim Quadflieg. Die Organisatoren halten an dem Konzert fest und hoffen, dass die Corona-Pandemie im nächsten Jahr kein Thema mehr sein wird.

Foto: Kube

Sonntag, 31. Mai 2020 11:25 Uhr

Höxter (red). Damit die Hygiene- und Abstandsvorgaben eingehalten werden können, findet auch die nächste Bürgermeistersprechstunde nur telefonisch statt. Am Donnerstag, 04. Juni in der Zeit von 15 bis 16.30 Uhr haben Bürgerinnen und Bürger unter der Telefonnummer 05271/963 1000 wieder die Möglichkeit mit Bürgermeister Alexander Fischer über ihre Sorgen, Anliegen und Anregungen sprechen.

Aber auch außerhalb der Sprechstunde können sich die Höxteranerinnen und Höxter jederzeit an Bürgermeister Fischer wenden. Für Fragen speziell zum Corona-Virus steht außerdem das Bürgertelefon der Stadt Höxter unter 05271/963 4567 zur Verfügung.

 

Blaulicht
Samstag, 30. Mai 2020 10:20 Uhr
Holzmindener muss in Spezialklinik geflogen werden
Samstag, 30. Mai 2020 10:13 Uhr

Lauenförde (red). In Lauenförde ist am Freitagabend gegen 17:30 Uhr der Fahrer eines silbernen Fiat mittelschwer verletzt worden. Wie es zu dem Unfall mitten in Lauenförde in der Bahnhofstraße Abfahrt Meintestraße gekommen ist, sei noch nicht restlos geklärt, die Polizei ermittele. Beide Beteiligten des Unfalles sollen unterschiedliche Angaben zum Unfallhergang gemacht haben. Ein silberner Opel ist auf der Bahnhofstraße mit dem Fiat kollidiert, wodurch der Fiat umgeworfen wurde und auf dem Fahrzeugdach zum Liegen gekommen ist. Die verletzte Person wurde durch den Rettungsdienst des Kreises Höxter medizinisch versorgt. Die Freiwillige Feuerwehr der Samtgemeinde Boffzen, insbesondere die Ortsfeuerwehr Lauenförde hat die Einsatzstelle abgesichert. Eine Meldung, dass eine Person eingeklemmt sei, bestätigte sich beim Eintreffen der Feuerwehr allerdings nicht: Es gab Entwarnung.

Fotos: red

Donnerstag, 28. Mai 2020 12:13 Uhr

Bad Driburg (red). Mit Fahndungsfotos aus einer Überwachungskamera sucht die Polizei einen Täter nach einem Diebstahl und Computerbetrug mit einer entwendeten EC-Karte. Am Dienstag, 18.02.2020, wurde in der Filiale eines Discounters an der Straße "Am Siedlerplatz" in Bad Driburg einer Kundin das Portemonnaie gestohlen. Mit der erbeuteten EC-Karte hob der unbekannte Täter offenbar unmittelbar nach der Tat um 11:36 Uhr und um 11:37 Uhr an einem Geldautomaten an der "Dringenberger Straße" Bargeld in vierstelliger Höhe ab. Dabei wurde der Täter von der Überwachungskamera aufgezeichnet. Der unbekannte Mann hat kurze dunkle Haare, trägt eine Sonnenbrille und ist bekleidet mit einer schwarzen Kapuzenjacke. Mittlerweile hat das Amtsgericht die Bilder zur öffentlichen Fahndung freigegeben. Wer Hinweise zu dem abgebildeten Mann geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei in Warburg unter der Rufnummer 05641/78800 zu melden.

Foto: Polizei

Mittwoch, 27. Mai 2020 16:59 Uhr

Höxter (red). Nach einem Zusammenstoß mit einem Auto ist ein Radfahrer in Höxter so schwer gestürzt, dass er mit erheblichen Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 27. Mai, gegen 8 Uhr. Zu dieser Zeit war ein 83-Jähriger mit einem Opel auf der Westerbachstraße in Fahrtrichtung Innenstadt unterwegs und wollte nach links in die Traubenstraße einbiegen. Zur gleichen Zeit befuhr ein 79-Jähriger auf einem Fahrrad die Westerbachstraße in Richtung Entlastungsstraße.

In Höhe der Einmündung Traubenstraße kam es zum Zusammenstoß, wobei der Radfahrer von der Fahrzeugfront erfasst wurde und zu Boden stürzte. Dabei zog er sich so erhebliche Verletzungen zu, dass er mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Montag, 25. Mai 2020 22:46 Uhr

Kreis Höxter (red). Nachdem der "Vatertag" im Kreis Höxter im Hinblick auf Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung sehr unauffällig war und sich die Bürger im Kreisgebiet aus polizeilicher Sicht vorbildlich verhielten, gab es am vergangenen Wochenende jedoch eine Häufung von Corona-bedingten Vorfällen, um die sich Polizei und Ordnungsamt kümmern mussten.

Denn trotz aller Lockerungen gelten immer noch die grundlegenden Regeln der Coronaschutzverordnung. Dazu gehören zum Beispiel das Ansammlungsverbot und das Abstandsgebot. Veranstaltungen und Feiern sind weiterhin untersagt. So wurden bei drei Einsätzen an diesem Wochenende insgesamt 21 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen verhängt.

Am Samstag, 23. Mai, gegen 8 Uhr wurde zunächst eine "Ballung" von Personen in einem Lebensmittelmarkt an der Langen Straße in Bad Driburg gemeldet. Das Ordnungsamt wurde eingeschaltet, der Betreiber hatte aber unter anderem durch Reduzierung der verfügbaren Einkaufswagen und Begrenzung der zulässigen Personenzahl in dem Markt die aktuellen Vorschriften eingehalten.

Anders war es bei fünf Personen, die am Samstag, 23. Mai, gegen 18.50 Uhr in einem Auto auf der B 83 zwischen Beverungen und Herstelle kontrolliert wurden. Da die fünf erwachsenen Personen allesamt aus verschiedenen Haushalten stammten und somit gegen die weiterhin gültigen Regeln der Coronaschutzverordnung verstießen, wurden fünf Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen verhängt. Eine ähnliche Situation hatte sich in der Nähe eines Schnellrestaurants an der Albaxer Straße in Höxter abgespielt. Hier waren am Samstag, 23. Mai, gegen 1.50 Uhr in einem Auto vier erwachsene Personen angetroffen worden, die ebenfalls aus getrennten Haushalten stammten und daher eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige erhielten. +++ Außerdem wurde am Freitag, 22. Mai, gegen 20.15 Uhr eine unerlaubte Feier in einer Hütte bei Bad Driburg gemeldet. Von den Polizeibeamten wurden dort zwölf Personen zwischen 14 und 20 Jahren angetroffen, gegen die jeweils eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige aufgenommen wurde.

Politik
Montag, 01. Juni 2020 11:24 Uhr
Neuer Wahlkreiszuschnitt für Christian Haase zur Bundestagswahl 2021
Sonntag, 24. Mai 2020 12:31 Uhr

NRW (red). Die Wirtschaft steckt in der größten Krise seit Ende des zweiten Weltkriegs: Wie in ganz Deutschland ist auch die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen massiv von der Corona-Pandemie betroffen. Um die Krise zu überwinden und die Wirtschaft zügig wieder hochzufahren, sind erhebliche Beiträge von Bund, Land und Europäischer Union notwendig. Die Landesregierung gibt dazu 10 Impulse für die Stärkung von Konjunktur und Wachstum, die auch als Modernisierungsprogramm für Deutschland und Nordrhein-Westfalen wirken sollen.

Ministerpräsident Armin Laschet: „Die Unternehmen in Deutschland und Nordrhein-Westfalen brauchen dringend Wachstumsimpulse. Die Europäische Union, Bundesregierung und Landesregierung stehen nun gemeinsam in der Pflicht, zielgerichtete Programme aufzustellen, die Wachstum ankurbeln und gleichzeitig einen echten Modernisierungsschub ermöglichen, gerade im Hinblick auf Digitalisierung und Klimaschutz. Der Europäische Rat sollte mit einem zügigen Beschluss zum Europäischen Wiederaufbaufonds schnell Rechts- und Planungssicherheit für die Wirtschaft in allen EU-Mitgliedsstaaten herstellen.

Der Bund muss nun vorlegen und vor allem in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur, Steuern und Bürokratieabbau Impulse setzen. Wir als Land sind bereit, ein eigenes Landesprogramm nachzulegen und dafür alle uns verfügbaren Mittel zu nutzen. In der aktuellen Situation ist es besonders wichtig, dass die Kommunen finanziell handlungsfähig bleiben – sie sind die größten öffentlichen Investoren. Besondere Lasten haben in den vergangenen Wochen auch die Familien getragen. Daher schlagen wir zu ihrer Entlastung und zur Förderung des privaten Konsums in Deutschland einen Familienbonus in Höhe von einmalig 600 Euro pro Kind vor.“

Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Wenn wir gestärkt aus der Krise hervorgehen wollen, müssen wir jetzt entschlossen handeln. Mit Maßnahmen, die schnell wirksam sind und zugleich einen doppelten Nutzen für starke Innovationen und nachhaltigen Klimaschutz leisten. Steuerliche Entlastungen und mehr Wachstumskapital können dabei helfen, die Innovationskraft der Unternehmen zu stärken und notwendige Investitionen in Digitalisierung und energie- und ressourcensparende, klimafreundliche Technologien vorzuziehen. Neue Infrastrukturvorhaben für die klimaneutrale und digitale Mobilität und Industrie der Zukunft müssen jetzt massiv vorangetrieben werden. Unkomplizierte Bürokratie mit schnellen Genehmigungsverfahren, beste Bildung und Forschung sowie gezielte Anreize für Innovation und Klimaschutz sind wichtige Hebel für ein neues nachhaltiges Wachstum. Die Landesregierung sieht bundesweit einen Bedarf in Höhe von mindestens 120 Milliarden Euro für ein wirksames Konjunktur- und Modernisierungspaket."

Die 10 Impulse der Landesregierung gehen auch auf die Empfehlungen der Wirtschaftsforschungsinstitute RWI und IW zurück.

Download Gutachten der Wirtschaftsinstitute und 10 Impulse: www.wirtschaft.nrw

 

Donnerstag, 21. Mai 2020 14:05 Uhr

Kreis Höxter (red). Die langen Verhandlungen zu energiepolitischen Fragen in der Großen Koalition im Bundestag sind zu einem erfolgreichen Ende gekommen. Gestern hat es den Durchbruch bei der Frage nach Abständen beim Windkraftausbau und einer Obergrenze bei der Solarförderung gegeben.

Die heimischen CDU-Abgeordneten für Bund und Land, Christian Haase und Matthias Goeken, erklären dazu: „Wir haben in der Koalition lange und hart verhandelt. Ich war als Kommunalexperte bei den meisten Gesprächsrunden dabei. Mich freut, dass wir nun mit der Einführung einer Länderöffnungsklausel im Baugesetzbuch den Weg für den weiteren Windkraftausbau frei gemacht haben und gleichzeitig mit einem Mindestabstand von 1000 m ein guter Abstand zur Wohnbebauung eingeräumt wird. Das Land NRW muss nun diesen Rahmen ausnutzen, um Klarheit für kommunale Planung zu schaffen“, erklärt Christian Haase, der auch kommunalpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist.

Konkret können die Länder diesen Abstand in ihre Landesgesetze aufnehmen. Ebenso wurde in der Verhandlungsrunde ein Knoten bei der Förderung von Solarstrom durchgeschlagen: „Ich freue mich, dass der 52-Gigawatt-PV-Deckel unverzüglich aufgehoben wird. Noch diesen Sommer wären Förderungen für neue PV-Anlagen ausgelaufen. Durch die Aufhebung dieser Obergrenze können wir unseren Weg der Energiewende entschieden weiter gehen“, erklärt Matthias Goeken, der den Kreis Höxter als Landtagsabgeordneter vertritt.

 

Wirtschaft
Donnerstag, 28. Mai 2020 12:02 Uhr
Abriss der Weserbergland-Klinik schreitet mit großen Schritten voran
Dienstag, 26. Mai 2020 11:53 Uhr

Brakel/Höxter (red). Blut abnehmen, Blutdruck messen, Patienten empfangen, Termine vergeben, Laboruntersuchungen durchführen, fachgerecht Verbände anlegen, u.v.a.m.: Täglicher Alltag bei den Medizinischen Fachangestellten!

Um die Ausbildung möglichst realitätsnah abbilden zu können, ist es wichtig, in Büchern Erlerntes auch praktisch umzusetzen. Dafür benötigt man einen adäquaten Raum und entsprechende Ausstattung. Beides wurde nun in den „Praxisräumen“ am Berufskolleg Kreis Höxter in Höxter erfolgreich umgesetzt.

Der Praxisalltag der Auszubildenden zur/zum Medizinischen Fachangestellten soll abgebildet und Prozessabläufe handelnd erlernt werden. Unter fachlicher Anleitung sollen in der neu eingerichteten Lehrarztpraxis kognitives Wissen und routinemäßige Abläufe simuliert werden.

Nicht in jeder Praxis fallen alle Tätigkeiten an -z. B. wird in einer Augenarztpraxis kein Blut abgenommen- trotzdem müssen auch diese von den Auszubildenden beherrscht werden.

Neben zwei separaten Behandlungsnischen, umfasst der neugestaltete Raum ein Wartezimmer, einen Empfangsbereich, einen Beratungsplatz und ein Labor, das ebenfalls mit neuen Geräten ausgestattet wurde.

Foto: BKHX

Sonntag, 24. Mai 2020 12:23 Uhr

OWL (red). Das CHE-Hochschulranking bescheinigt der Technischen Hochschule OstwestfalenLippe sehr gute Studienbedingungen. Vor allem, wenn es um die Betreuung durch die Lehrenden und die Kontakte zur Berufspraxis geht, also den künftigen Arbeitgebern der Studierenden. Interessierte können sich noch mindestens bis zum 15. August für ein Studium einschreiben.

Die TH OWL erreicht Spitzenplätze in allen von ihr angebotenen Studiengängen, die das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in diesem Jahr bewertet hat. Bewertet wurden an der TH OWL in diesem Jahr die Studiengänge Betriebswirtschaftslehre (BWL), und Wirtschaftsingenieurwesen. Der Studiengang BWL erreicht Spitzenplätze bei der Unterstützung der Studierenden zu Beginn des Studiums und bei der Betreuung durch die Lehrenden: „Das ist eine tolle Auszeichnung für die Arbeit und das Engagement, das wir in unsere Vorlesungen und Seminare stecken“, sagt Professor Daniel Nordhoff, Studiengangsleiter für Betriebswirtschaftslehre an der TH OWL.

Die Note „Sehr gut“ bekommt der Studiengang BWL auch für den Kontakt zur Berufspraxis. In diesem Bereich bewerten die Studierenden für das Ranking zum Beispiel, wie praxisorientiert ihre Vorlesungen und Seminare sind, ob es Exkursionen gibt und wie gut die Kontakte der Hochschule in die Wirtschaft sind. Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen erreichte ebenfalls Spitzenwerte beim Praxiskontakt. „Wir freuen uns über die sehr gute Bewertung und darüber, dass Angebote wie unsere „Lernfabrik“, bei denen wir den Stoff in einer realistischen Produktionsumgebung vermitteln, gut ankommen“, sagt Professor Reinhard Grell, Dekan des Fachbereichs Produktions- und Holztechnik.

Auch bei der Betreuung der Studierenden am Studienanfang punktet der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. In diesem Bereich bewerten die Studierenden beispielsweise, wie gut die Vorkurse und Beratungsangebote der Hochschule sind, ob es Mentoren und digitale Lernplattformen gibt. „Damit schneiden die Studiengänge unserer Hochschule im CHE-Ranking zum wiederholten Mal hervorragend ab“, sagt Professor Jürgen Krahl, Präsident der Technischen Hochschule OWL.

„Wer an der TH OWL studiert, wird ausgezeichnet und mit hohem Engagement der Lehrenden betreut. Das gilt in besonderer Weise für das aktuelle Sommersemester, das noch gar nicht in das Ranking eingeflossen ist und bisher überwiegend digital stattfindet.“

Die TH OWL stellt ihren Studierenden im aktuellen Semester ein umfangreiches digitales Lehrangebot zur Verfügung. Dazu gehören nicht nur Vorlesungen per Videokonferenz und als Download, sondern auch Online-Lernforen und Tests um den eigenen Lernerfolg zu überprüfen. Insgesamt bietet die Technische Hochschule OWL über 50 Bachelor- und Masterstudiengänge an ihren drei Standorten Lemgo, Detmold und Höxter an. Neu eingeführt werden in diesem Jahr zum Beispiel die Bachelor-Studiengänge Wirtschaftspsychologie, Energietechnologie und Virtuelle Produktentwicklung.

Bei den Master-Studiengängen kommen der Gründer-Studiengang Applied Entrepreneurship und Smart Health Siences neu dazu. Für alle Studiengänge läuft die Einschreibungsfrist bis mindestens zum 15. August 2020 und wird bei Bedarf verlängert, wenn sich die Abiturprüfungen weiter verschieben. Interessierte können sich unter onlinebewerbung.th-owl.de einschreiben.

Foto: TH OWL

Sport
Freitag, 29. Mai 2020 10:49 Uhr
3.888 Flaschen für den Sport: Brauns-Heitmann stiftet Desinfektionsmittel
Freitag, 22. Mai 2020 12:36 Uhr

Höxter (red). Für alle, die nach vielen bewegungsarmen Wochen zu Hause wieder Lust auf Bewegung verspüren, hat die VHS eine Veranstaltungsreihe geplant. Jede Woche wird ein Kursbeispiel aus dem VHS-Angebot der Gesundheitsprävention durchgeführt. Wie funktioniert Nordic Walking? Was ist Qi Gong? Ist Line-Dance was für mich? Am Dienstag hat die Yoga-Dozentin Frau Eilbrecht-Müller einen Einblick in Hatha-Yoga gegeben (Foto). Jeder kann kommen und mitmachen, mit und ohne Vorerfahrung. Die Angebote finden draußen statt. Bei jedem Wetter, nur bei Regen fällt der Termin aus. Am Montag, 25. Mai findet QiGong (10 bis 11 Uhr) statt und am Mittwoch, 27. Mai gibt es eine Einführung in Nordic Walking (10 bis 11 Uhr). Für Nordic Walking sollten möglichst eigene Stöcke mitgebracht werden, einige Stöcke hat die VHS auch zum Verleih. Für beide Angebote gilt: Treffpunkt ist der Platz hinter der VHS.

Die Anmeldung erfolgt telefonisch bis 2 Stunden vor Veranstaltungsbeginn: 05271 963-4303. Die Teilnahme ist kostenlos. Zu jedem Termin liegt eine Anwesenheitsliste aus, auf der sich die Teilnehmenden eintragen müssen. Alle Teilnehmenden müssen einen Abstand von 2 Meter zum Nachbarn einhalten. Die Angebote finden draußen statt: Deshalb sind Wetter angepasste Kleidung und ein Getränk wichtig.

Foto: VHS

Dienstag, 19. Mai 2020 09:55 Uhr

NRW (red). Die Soforthilfe Sport der Landesregierung Nordrhein-Westfalen wird fortgesetzt. Die Antragsfrist ist bis zum 15. August 2020 verlängert worden. Insgesamt stehen für die Soforthilfe Sport zehn Millionen Euro zur Verfügung.

Panorama
Mittwoch, 29. Januar 2020 10:57 Uhr
Junger Pianist aus Belgien zu Gast im Landgrafensaal
Mittwoch, 15. Januar 2020 11:57 Uhr

Paderborn (red). Die Polizei Paderborn ermittelt wegen eines Körperverletzungsdelikts auf der Riemekestraße in Paderborn, bei dem am Dienstagabend ein 13-jähriger Junge verletzt wurde. Gegen 19.30 Uhr entdeckte ein Polizeibeamter auf Streife an der Riemekestraße in Höhe der Erzberger Straße einen auf dem Gehweg liegenden Jungen. Ein anderer Junge (15) kümmerte sich schon um den Verletzten und hatte bereits dessen Mutter verständigt.

Der 13-Jährige hatte Schmerzen und brauchte ärztliche Hilfe, sodass der Polizist sofort den Rettungsdienst alarmierte. Laut Angaben des Verletzten wurde er an der Örtlichkeit von einem unbekannten Mann attackiert. Der Mann habe einige laute Worte gerufen und habe mehrfach auf ihn eingeschlagen, bis er am Boden lag. Dann sei der Täter in Richtung Rathenaustraße geflüchtet. Er soll etwa 60 Jahre alt sein und graue Haare haben. Der Mann habe eine Bierflasche dabei gehabt.

Mit einem Rettungswagen wurde der 13-Jährige zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei sucht jetzt Passanten, die den Vorfall beobachtet haben. Sachdienliche Hinweise an die Polizeidienststellen oder telefonisch unter der Rufnummer 05251/3060.

Mittwoch, 15. Januar 2020 11:07 Uhr

Bad Karlshafen (red). Musik aus der Gründungszeit Bad Karlshafens und davor ist am Sonntag, dem 26. Januar ab 11.15 Uhr im Rathauskonzert zu hören. Barocke Arien, begleitet von Cembalo und verschiedenen Blasinstrumenten stehen dann im passenden Ambiente des historischen Landgrafensaals auf dem Programm. Zu Gast sind Friederike Holzhausen (Sopran), Susanne Ehrhardt (Clarino, Chalumeau, Blockflöte) und Sabine Erdmann (Cembalo).

Die Werkfolge des Konzertes berücksichtigt bekannte Komponisten des Barock wie Alessandro Scarlatti und Georg Philipp Telemann, von Georg Friedrich Händel erklingt die Kantate „Venus und Adonis“ HWV 85. Weitere Stücke stammen von Hotteterre, Mancini, van Eyck und anderen.

Friederike Holzhausen legte ihr Konzertexamen in Leipzig ab und betreute an der dortigen Musikhochschule eine Gesangsklasse. Auftritte im Gewandhaus, der Kölner Philharmonie oder der Dresdener Frauenkirche sowie internationale Tourneen und Festivalauftritte sowie CD-Einspielungen und Rundfunkaufnahmen zeigen ihre Expertise in der barocken Vokalmusik.  Die Cembalistin Sabine Erdmann ist als Continuo-Spielerin in zahlreichen Orchestern und Ensembles aktiv, ihre aktuelle CD mit der Flötistin Barbara Kortmann heißt „Inner Lights“. Susanne Ehrhardt ist eine ausgewiesene Spezialistin für Blockflöten und Klarinette. Über achtzehn Jahre leitet sie die Blockflötenklasse der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin, 2007 erhielt sie eine Professur für Blockflöte, Klarinette und deren historische Vorläufer.

Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um Spenden wird gebeten. Die Termine der Bad Karlshafener Rathauskonzerte finden Sie auf der Internetseite der Musikschule Bad Karlshafen e.V.: www.musikschule-karlshafen.de

Foto: Stephan Röhl

 

Dienstag, 14. Januar 2020 10:29 Uhr

Düsseldorf (red). Die Landesregierung untermauert ihr finanzielles Engagement für die jüdischen Gemeinden: 3,4 Millionen Euro werden in 2020 für „Neubaumaßnahmen nebst Umbau- und Renovierungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen“ bereitgestellt.

„Die finanzielle Förderung ist Ausdruck der Verbundenheit, die die Landesregierung zu den jüdischen Gemeinden unterhält. Wir freuen uns, dass heute jüdisches Leben mit neuen Gemeindezentren und Synagogen sichtbar in unserem Land vertreten ist und Heimat findet“, erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. „Die Unterstützung der jüdischen Gemeinden ist zugleich Ausdruck der Wertschätzung und Solidarität, die uns mit den jüdischen Verbänden verbindet.“ Über die Verteilung der Mittel untereinander entscheiden die Empfänger selbst. Sie müssen mittels eines Testats eines Wirtschaftsprüfers die korrekte Verwendung der Gelder belegen.

Michael Rubinstein, Geschäftsführer des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Koordinator für die Mittelverwendung, unterstreicht die Bedeutung der finanziellen Unterstützung: „Die Förderung durch das Land ist Ausdruck der Verbundenheit mit uns. Dafür sind wir dankbar, denn die Modernisierungen und Neubauten ermöglichen es, dem vielfältigen jüdischen Leben in Nordrhein-Westfalen erweiterte beziehungsweise neue Möglichkeiten zu eröffnen.“

Von Aachen bis Unna reicht die Liste der rund 40 Projekte. Konkret wurden beziehungsweise werden jüdische Gemeindezentren saniert und ausgebaut, aber auch der Umbau einer ehemaligen Kirche in eine Synagoge mit Gemeindezentrum gefördert.

Hintergrund

Die Unterstützung des jüdischen Glaubens hat Tradition. Bereits 1992 wurde zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und den jüdischen Verbänden ein Vertrag geschlossen, mit dem sich das Land verpflichtet, die jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu unterstützen. 2017 wurde der fünfte Änderungsvertrag des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein, dem Landesverband Jüdischer Gemeinden von Westfalen-Lippe, der Synagogen Gemeinde Köln sowie dem Landesverband progressiver jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Seitdem stehen Mittel des Landes bereit, um jüdische Einrichtungen zu renovieren oder neu zu errichten. Der Förderbetrag erhöht sich jährlich bis zum Ende der Laufzeit des Vertrages im Jahr 2028 um je 200.000 Euro bis zur Höchstfördersumme von fünf Millionen Euro. Unabhängig davon stellt das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung weiterhin Mittel für die baulich-technischen Sicherungsmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen bereit.

Dienstag, 14. Januar 2020 10:17 Uhr

Düsseldorf/Tel Aviv (red). Das neue Büro des Landes Nordrhein-Westfalen für Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung, Jugend und Kultur in Israel nimmt im Januar seine Arbeit auf. Als Leiter des NRW-Büros in Tel Aviv konnte der Israel-Experte Dr. Gil Yaron gewonnen werden. Dies berichtete Dr. Mark Speich, Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales, am Freitag (10. Januar 2020) dem Ausschuss für Europa und Internationales im Düsseldorfer Landtag.
 
Ministerpräsident Armin Laschet: „Kein anderes Land pflegt so kontinuierliche, so enge und freundschaftliche Beziehungen zu Israel wie Nordrhein-Westfalen. Das neue Büro in Tel Aviv wird die zahlreichen Aktivitäten unseres Landes in Israel bündeln, unser Land vor Ort präsenter machen und neue Ideen für die Zusammenarbeit entwickeln. Das Büro soll auch zu einem Begegnungsort für Wirtschaft, Bildung, Forschung und Kultur werden. Zugleich ist die Einrichtung ein klares Signal der Wertschätzung an unsere Freunde in Israel, denn schließlich ist es weltweit das erste Büro Nordrhein-Westfalens in einem anderen Land mit einem so umfassenden Auftrag.“
 
Mit der in Tel Aviv angesiedelten Dependance der Staatskanzlei will die Landesregierung die bilateralen Beziehungen in allen Bereichen der Länderkompetenzen vertiefen. Das Büro wird in enger Kooperation mit dem Auswärtigen Amt und der Deutschen Botschaft in Tel Aviv agieren.
 
Der Ministerpräsident weiter: „Nordrhein-Westfalen und Israel verbindet längst weitaus mehr als die sich für uns aus dem Menschheitsverbrechen der Shoa ergebende Verantwortung. Wir profitieren heute von engen Kontakten zur High-Tech Nation Israel. Tel Aviv ist nach dem Silicon Valley die innovativste Start-up-Region der Welt. Wissenschaft und Wirtschaft spielen hier Hand in Hand. Zukunftstechnologien wie etwa im Bereich der Künstlichen Intelligenz oder Big Data-Anwendungen im Bereich der Medizin sind für Nordrhein-Westfalen von größtem Interesse.“
 
Dementsprechend ist das neue Büro zunächst in einem modernen Coworking-Space in Tel Aviv untergebracht, in dem auch zahlreiche Start-up-Unternehmen arbeiten. Über den endgültigen Standort des Büros wird noch entschieden.
 
Das neue Büro wird in Israel für Nordrhein-Westfalen werben und israelischen Unternehmen und Investoren die Standortvorteile Nordrhein-Westfalens sichtbar machen. Dabei wird es eng mit der Deutsch-Israelischen Industrie- und Handelskammer (AHK) in Tel Aviv kooperieren, die bereits für das Land in Israel aktiv ist und ihre erfolgreiche Tätigkeit für Nordrhein-Westfalen fortsetzt.
 
Der neue Leiter des Israel-Büros: Zur Person Dr. Gil Yaron
Die Leitung des Büros des Landes Nordrhein-Westfalen in Tel Aviv übernimmt Dr. Gil Yaron, dessen Lebenslauf die engen Verbindungen zwischen beiden Ländern verkörpert. Ministerpräsident Laschet: „Mit Gil Yaron konnten wir einen ausgewiesenen Kenner der Region für die Leitung des Büros gewinnen. Mit seinen Artikeln, Büchern und Vorträgen in beiden Ländern trägt Gil Yaron seit über zwei Jahrzehnten zum besseren Verständnis zwischen Deutschen und Israelis bei. Er kennt den jüdischen Staat, sein Umfeld, seine Bevölkerung und seine Medien wie kaum ein anderer und unterhält seit seiner Kindheit engste Beziehungen zu Nordrhein-Westfalen. Zudem verfügt er über ausgezeichnete Kontakte und ein großes Netzwek in Israel.“
 
Gil Yaron kam 1973 als Sohn deutschstämmiger Israelis in Haifa zur Welt. Sein Großvater stammt aus Hoengen bei Aachen, seine Großmutter aus Nordhausen. Beide verließen 1933 nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Deutschland und flohen in das damalige Mandatsgebiet Palästina. Yarons Eltern wanderten kurz nach seiner Geburt nach Düsseldorf aus. Dort wuchs er bis zum Abitur auf. Nach einem kurzen Studienaufenthalt an der renommierten Brown University in den USA kehrte Gil Yaron nach Israel zurück, um in Jerusalem an der Hebrew University Medizin zu studieren. Bis zu seiner Promotion 2006 forschte und veröffentliche er zudem im Feld der Molekularbiologie.
 
Schon vor Abschluss seines Studiums interessierte sich Gil Yaron für die Nahostberichterstattung. Er studierte Arabisch und Politik in Givat Haviva und an der Hebräischen Universität und schrieb für eine Vielzahl hebräischer, deutsch- und englischsprachiger Medien, zuletzt als Israel-Korrespondent für die WELT.
 
Hintergrund: Nordrhein-Westfalen und Israel
Nordrhein-Westfalen und Israel pflegen traditionell enge Beziehungen. Zahlreiche Schulpartnerschaften, Jugendbegegnungen und Stipendienprogramme für Studierende spiegeln diesen engen Austausch wider. Lehrer, Richter, Staatsanwälte und angehende Polizeibeamte können an Fortbildungs- beziehungsweise Studienreisen zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem teilnehmen. 28 israelische und nordrhein-westfälische Städte verbindet eine Partnerschaft.
 
Das Land Nordrhein-Westfalen übernahm in der Vergangenheit bei der Wiederaufnahme von Verbindungen zu Israel stets eine Vorreiterrolle. Lange vor der Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen bezogen israelische Diplomaten ihren Sitz zuerst in Köln und dann in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn. Zugleich gelang es Nordrhein-Westfalen, Kontakte zur israelischen Gesellschaft aufzubauen. Die Arbeit des neuen Büros in Israel ist die Fortentwicklung einer langen Tradition enger Beziehungen mit Israel, die fortan mit weiteren Inhalten bereichert werden soll.

Foto: Land NRW / Shani Nahmias

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